Modernisierung der digitalen Infrastruktur
Das Geld aus dem Digitalpakt für Niedersachsens Schulen ist fast vollständig gebunden. Knapp 99 Prozent seien bereits bewilligt, teilte das Kultusministerium in Hannover auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
Kommentar
Seit 2019 stellt der Digitalpakt Schule Gelder für die Digitalisierung der Schulen bereit, etwa für die Ausstattung mit WLAN, Tablets oder Computern und für die Netzwerkadministration. Am kommenden Donnerstag, den 16. Mai, läuft der Digitalpakt aus. Eine Anschlussfinanzierung fehlt – trotz Verankerung im Koalitionsvertrag. 
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Vor dem Auslaufen des Digitalpakts Schule in diesem Jahr ist ein Großteil der Fördergelder verplant und verbraucht. Es stehen aber immer noch Mittel zur Verfügung. Darauf wies Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger am Dienstag in Berlin hin.
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 Der neue Präsident des Lehrerverbands, Stefan Düll, trommelt für einen neuen «Digitalpakt» für die Schulen. «Es braucht den schulpolitischen Doppelwumms, einen vom Bund und einen von den Ländern», sagte Düll der «Augsburger Allgemeinen» (Dienstag). Er kritisierte, dass im Haushaltsentwurf des Bundes für kommendes Jahr keine neuen Mittel eingeplant seien.
Die Kultusministerkonferenz berät den zweiten Tag in Berlin u. a. zum Umgang mit der Corona-Pandemie an Schulen. Zeitgleich findet in Bonn im Rahmen einer Statuskonferenz ein Erfahrungsaustausch zur Umsetzung des Digitalpakt Schule statt. Dazu erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg: 

Funklöcher in ländlichen Gebieten, fehlende technische Ausstattung an den Schulen, Behörden, die via Fax kommunizieren: Mit der Digitalisierung in Deutschland steht es nicht gerade zum Besten.

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Zwei Jahre nach dem Start des «Digitalpakts Schule» fließen die Fördergelder aus dem Programm weiterhin nur langsam ab. Zum Stichtag 30. Juni waren von dem mittlerweile auf 6,5 Milliarden Euro angewachsenen Fördertopf des Bundes 852 Millionen Euro abgerufen.

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst hat sich für eine Fortsetzung des «Digitalpakts Schule» ausgesprochen. Wenn man einen ähnlichen Stand bei der Digitalisierung erreichen wolle wie die Vorzeigeländer Dänemark oder Estland, brauche man eine Verstetigung, sagte die SPD-Politikerin «Zeit Online».

Zum Ende der aktuellen Legislaturperiode zieht der Digitalverband Bitkom eine durchwachsene Bilanz der digitalpolitischen Arbeit der Großen Koalition: Von den 135 im Koalitionsvertrag vereinbarten konkreten Vorhaben mit Digitalbezug wurden 64 vollständig und 47 teilweise umgesetzt.

Ricoh unterstützt als Technologiepartner des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) die Ausstattung von bis zu 2.700 niedersächsischen Schulen mit Interactive Whiteboards. Das BNW berät Schulen bei der Beantragung der Fördergelder aus dem in 2019 gestarteten „DigitalPakt Schule“ des Bundes sowie bei der Entwicklung des erforderlichen Medienbildungskonzeptes. 

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