Acronis positioniert »True Image 2017« als Ransomware-Schutz

Acronis geht jetzt das Problem der Ransomware-Angriffe anders an als Antiviren-Spezialisten: Anstatt eine Infektion im Vorfeld zu erkennen, wird die Infektion diagnostiziert. Dann die Malware gestoppt und entfernt – und sofort mit dem Rückspielen der betroffenen Daten aus dem Backup begonnen.

»Acronis True Image 2017 New Generation« mit etwas neuem Aussehen, aber etlichen brandneuen Features (Bild: Acronis)»Acronis True Image 2017 New Generation« mit etwas neuem Aussehen, aber etlichen brandneuen Features (Bild: Acronis)Eigentlich bringt der Datensicherheitsspezialist Acronis eine neue Version seines bekannten Backup-Pakets für Privathaushalte, »Acronis True Image«, einmal im Jahr, und das typischerweise im Sommer (siehe Ankündigung vom letzten Jahr). Doch der exponentielle Anstieg der Ransomware-Angriffe im letzten Jahr verleitete Acronis zu einem Umdenken – und so bringt das Softwarehaus etwas außerhalb des normalen Release-Zyklus’ die Version »Acronis True Image 2017 New Generation« auf den Markt, die – neben etlichen weiteren neuen Features – ganz besonders die Herausforderungen von Cyber-Bedrohungen mit Echtzeitschutz gegen Ransomware adressiert.

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Acronis erkannte das Problem bei den Ransomware-Angriffen, dass die typischen Antivirus-Lösungen den Entwicklungen immer etwas hinterher hinken. Erst wenn ein neuer Verschlüsselungs-Trojaner zugeschlagen hat, und die Welle hochschwappt, können diese Softwarehäuser mit ihren Signatur-basierten Lösungen darauf reagieren. Doch bis dahin wird viel Schaden angerichtet. Analysten gehen unisono davon aus, dass 2016 mit Erpressungsgeldforderungen rund eine Milliarde US-Dollar erlöst wurde – Tendenz weiter steigend.

Heuristische Methoden anstatt signaturbasierte Ransomware-Erkennung

Serguei Beloussov, CEO und Co-Founder von Acronis, stellt in München die neue »True Image 2017«-Version vor (Bild: speicherguide.de)Serguei Beloussov, CEO und Co-Founder von Acronis, stellt in München die neue »True Image 2017«-Version vor (Bild: speicherguide.de)Acronis geht hier einen anderen Ansatz. Mit heuristischen Methoden will man Ransomware-Aktivitäten erkennen. Also wenn ein PC sich einen Verschlüsselungs-Trojaner eingefangen hat, und dieser mit seinem schädlichen Verschlüsselungswerk beginnt. Denn urplötzlich gibt es ungewöhnliche Aktivitäten, und es werden viele Dateien auf dem PC verändert.

Dies will nun die neue True-Image-Version zum einen schnell erkennen, und zum anderen eben den Schädling danach sofort entfernen. Und gleich anschließend wird im Hintergrund das Wiederherstellen der Dateien aus dem Backup veranlasst. »Acronis Active Protection« nennt sich diese Technologie. Der Heuristik ist es also egal, ob es sich um eine neue und bekannte Ransomware-Attacke handelt – ein Backup schützt den Rechner nun intensiver, und Backup bekommt einen neuen Stellenwert.

Video-Interview über True Image 2017 NG

Acronis positioniert sich als Ergänzung zur Antivirus-Lösungen

Serguei Beloussov, CEO und Co-Founder von Acronis, betonte in München bei der Vorstellung der neuen Version, dass deswegen Antivirus-Programme weiterhin notwendig sind – denn Ransomware ist ja nur eine vielen Tausend Malware-Varianten, für die man eben ein zuverlässiges Backup braucht. »Aber Ransomware zeigt, dass IT-Security- und Backup-Unternehmen eben enger zusammenarbeiten müssten«, sagte Beloussov. »Wir sprechen in der Branche darüber eigentlich schon seit rund zehn Jahren – aber jetzt scheint langsam etwas daraus zu werden.« Er deutete an, dass die erste engere Kooperation seitens Acronis evtl. mit Kaspersky zustande kommen könnte – aber noch ist eben nichts spruchreif.

Dies deutet auch darauf hin, dass in der dazugehörigen Pressemitteilung Eugene Kaspersky, Chairman und CEO von Kaspersky Lab, als einziger aus der Antivirus-Phalanx mit Zitaten vertreten ist: »Die Welt sieht sich einer immer steigenden und gefährlicher werdenden Welle an Ransomware-Angriffen gegenüber, die sowohl einzelne Personen als auch Unternehmen gleichermaßen beeinträchtigen. Natürlich sollte man im Idealfall keinen Kriminellen bezahlen, wenn die Daten durch Ransomware verschlüsselt wurden. Das klingt theoretisch gut, geht es jedoch um Familienbilder oder Unternehmensunterlagen, dann ist es oft schnell mit dem Idealismus vorbei. Es gibt viele Methoden, mit denen man Schaden durch Ransomware verhindern kann, allerdings sind eine Highend-Internet-Security-Suite und ein zuverlässiges Backup nach wie vor essentiell für Business-Continuity, falls es zum Äußersten kommt. Die Einführung einer Backup-Lösung von Acronis, die diesen Trend bedient, begrüße ich sehr.«

Neben Anti-Ransomware noch weitere Features

Neben dem neuen und hochinteressanten Anti-Ransomware-Feature hat Acronis in die neue True-Image-Version noch einige weitere Features eingebaut:
► Aus den Unternehmenslösungen von Acronis wandert jetzt »Notary« für eine

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