Auf dem Mobile World Congress in Barcelona hat SpaceX-Präsidentin Gwynne Shotwell ehrgeizige Pläne für den Satellitendienst Starlink skizziert.
Darüber berichtete die WirtschaftsWoche. Bis Ende 2027 sollen rund 1.200 neue Satelliten der zweiten Generation starten. Ziel ist es, mobiles Internet aus dem All auf Geschwindigkeiten zu bringen, die bislang nur per Festnetzleitung erreichbar waren: 100 Mbit/s im Download, 50 Mbit/s beim Upload.
Shotwell sieht den Dienst ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu bestehenden Mobilfunknetzen, sondern als Ergänzung. Besonders relevant werde das Angebot, wenn terrestrische Infrastruktur versagt.
Alles hängt an Starship
Ob der Zeitplan realistisch ist, entscheidet sich nicht zuletzt in Texas. Das neue Trägersystem Starship soll künftig bis zu 50 Satelliten pro Start befördern, befindet sich aber noch in der Erprobungsphase. Ohne zuverlässige Starship-Starts dürfte der Aufbau der nötigen Konstellation schwierig werden.
Starlink zählt nach eigenen Angaben aktuell zehn Millionen monatliche Nutzer und betreibt bereits über 650 Satelliten, die direkt mit Mobiltelefonen kommunizieren können. Die Deutsche Telekom plant, den Dienst ab 2027 in ihr Angebot zu integrieren. Was das für Verbraucher kosten soll, ist noch offen.