Kommentar

Kommentar zum TikTok-Verbot in Australien

Tiktok
Bild: XanderSt / Shutterstock.com

Es ist keine Überraschung, dass sich Australien den von den USA, dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Kommission verhängten Verboten anschließt. Die Institutionen erkennen, dass die Nutzung von TikTok für Mitarbeiter und Bürger eine Vielzahl von Problemen mit sich bringen könnte, einschließlich Kampagnen, die darauf abzielen, die politischen Ziele von Gegnern zu fördern und die Spaltung der westlichen Gesellschaften zu vertiefen.

Die zugrundeliegende Besorgnis bezieht sich in erster Linie auf die Frage, ob eine ausreichende Trennung zwischen TikTok und der chinesischen Regierung besteht, was jedoch schwer zu ermitteln ist. Nur sehr wenige Menschen kennen die Hintergründe, wie die jüngste Aussage des CEO von TikTok vor dem US-Kongress gezeigt hat. Wir wissen allerdings, dass die chinesische Regierung in der Vergangenheit Cyberspionage betrieben und Informationen gesammelt hat, um ihre strategischen Ziele zu erreichen. Wir wissen auch, dass die Nutzer durch die Annahme der TikTok-Bedingungen große Datenmengen preisgeben, beispielsweise die Überwachung von Objekten, Landschaften und Gesichtszügen, die in den Videos erscheinen, sowie ihre Tastenanschlagmuster oder -rhythmen. Diese Datenerhebungen sind deutlich umfangreicher als bei anderen Social-Media-Plattformen, was zu Bedenken geführt hat.

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Westliche Politiker müssen sich diesen Maßnahmen entgegenstellen und auf Regierungsebene entschieden dagegen vorgehen. Sie können es sich nicht leisten, die Verantwortung den einzelnen Organisationen zu überlassen. Es bleibt abzuwarten, wie China auf die Verbote reagieren wird. Die Regierungen dürfen sich aber durch diese Ungewissheitheit nicht davon abhalten lassen, Maßnahmen zur Gewährleistung der nationalen Sicherheit zu ergreifen.

Ich glaube, dass wir gerade erst die Spitze des Eisbergs sehen, was das Verbot von TikTok und anderen Social-Media-Plattformen auf staatlichen Geräten angeht. Unabhängig davon, ob die Menschen mit den einzelnen Verboten einverstanden sind, ist wichtig, dass die Regierungen die Nutzung sozialer Medien eindeutig mit größerer Priorität behandeln als zuvor. Dies hat auch die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit auf das Thema gelenkt, was ein weiterer zentraler Faktor ist.

Chris Vaughan Tanium
Chris Vaughan Tanium

Chris Vaughan

Tanium -

VP Technical Account Management, EMEA

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