Anzeige

6G

Die USA und China liefern sich ein geopolitisches Wettrennen um die Vormachtstellung des Mobilfunkstandards 6G. Für Regierungen und Unternehmen in den führenden Industrienationen geht es dabei um sehr viel.

Wer sich bei der Entwicklung und Patentierung als erster durchsetzen kann, könnte der Gewinner der nächsten industriellen Revolution sein, meinen Experten. Und das, obwohl 6G frühestens in einem Jahrzehnt marktreif sein wird.

"Wettrüsten" intensiviert

"Das Bemühen bei der Entwicklung von 6G ist so wichtig, dass es gewissermaßen zu einem Wettrüsten geworden ist", zitiert "TechXplore" Peter Vetter, Leiter des Bereichs Access and Devices bei den Bell Labs, dem Forschungsarm von Nokia. Das Gerangel zwischen den USA und China habe sich in den vergangenen Jahren deutlich intensiviert und zeige, wie Geopolitik heutzutage technologische Rivalitäten befeuern kann. "Wer in diesem Sektor wettbewerbsfähig bleiben will, benötigt eine ganze Armee von Forschern", betont Vetter.

"Dieses Mal wird sich Nordamerika nicht so leicht die Gelegenheit entgehen lassen, sich als Vorreiter eines technologischen Generationssprungs zu positionieren", ist Vikrant Gandhi, Senior Industry Director of Information and Communications Technologies bei der Consulting-Firma Frost & Sullivan überzeugt. Die Entwicklung von 6G würde den USA die Chance eröffnen, wieder "verlorenen Boden in Sachen Wireless-Technik" gutzumachen. "Wahrscheinlich wird der Wettkampf um die 6G-Vorherrschaft sogar schärfer als bei 5G."

China schon bei 5G vorne

Die harte Gangart Trumps gegenüber China habe chinesische Tech-Firmen zwar hart getroffen. Insgesamt gesehen habe diese Strategie die Volksrepublik aber nicht davon abhalten können, sich als Weltmarktführer in Sachen 5G zu etablieren, sind sich die Experten einig: "China hat den größten 5G-Fußabdruck und Huawei hat auch trotz zahlreicher Versuche durch die USA, das zu ändern, immer noch die Nase im weltweiten 5G-Geschäft vorne."

Auch in Sachen 6G hat China bereits wichtige Schritte unternommen, um die eigene starke Position in Zukunft sicherzustellen. Zum Beispiel wurde im November ein Satellit mit der Mission ins All geschossen, potenzielle 6G-Übertragungen zu testen. Und Huawei betreibt ein eigenes 6G-Forschungszentrum in Kanada. In Washington bleiben derlei Aktivitäten natürlich nicht unbemerkt. So wurde etwa im Oktober die "Next G Alliance" mit dem ausdrücklichen Ziel ins Leben gerufen, die "Vormachtstellung der USA bei 6G" voranzutreiben. Mitglieder der Allianz sind quasi alle großen US-Player wie Apple, AT&T, Qualcomm und Google.

www.pressetext.com
 


Weitere Artikel

Spotify

Lizenzstreit zwischen Spotify und Spoken Giants eskaliert

Die US-Streaming-Plattform Spotify entfernt aufgrund eines Lizenzstreits die Inhalte hunderter bekannter Komödianten. Das betrifft unter anderem Content der amerikanischen Komiker Kevin Hart, Tiffany Haddis oder John Mulaney.
Bitcoin Hacker

Bitmart: Cyberkriminelle erbeuten dreistelligen Millionenwert

Cyberkriminelle haben nach einer Schätzung von Sicherheitsexperten umgerechnet rund 200 Millionen US-Dollar auf der Kryptobörse Bitmart erbeutet.
Drucker

Selbst Drucker sind Angriffsvektoren

Die Corona-Pandemie hat dem Trend zur Digitalisierung und Automatisierung einen zusätzlichen Aufschwung gegeben. Im Arbeitsalltag ist die zunehmende Automatisierung längst zur Normalität geworden und gerne gesehen, erleichtert und beschleunigt sie doch…
6G

Joint Communication & Sensing für den 6G-Rollout

Ob Heimroboter im Haushalt, Assistenzroboter in der Pflege oder autonomes Fahrzeug im Stadtverkehr: Sämtliche Teilnehmer in solchen Szenarien müssen ihre Umgebung in 3D erfassen und miteinander kommunizieren können, um sicher und unfallfrei zu agieren.
Autonomes Fahren

Mihilfe von KI: Autonome Autos sollen wie Menschen "denken"

Forscher der Universität Örebro wollen die Risiken durch autonom fahrende Autos mittels Künstlicher Intelligenz (KI) senken. "Unsere KI-Methode führt dazu, dass selbstfahrende Autos lernen, die Welt ähnlich wie Menschen zu verstehen", so Informatikprofessor…
Home Office

Faule Remote-Arbeiter? Home-Office verschlechtert Produktivität nicht

Sechs von zehn Betrieben in Deutschland, die in der Corona-Pandemie mindestens einem Beschäftigten Home-Office ermöglicht haben, stellen keine Reduktion der Produktivität ihrer Beschäftigten fest. Das zeigt eine zwischen dem 2. und dem 16. November…

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.