Anzeige

Anzeige

VERANSTALTUNGEN

CloudFest 2019
23.03.19 - 29.03.19
In Europa-Park, Rust

Blockchain Summit
26.03.19 - 26.03.19
In Frankfurt, Kap Europa

ELO Solution Day München
27.03.19 - 27.03.19
In Messe München

Hannover Messe 2019
01.04.19 - 05.04.19
In Hannover

SMX München
02.04.19 - 03.04.19
In ICM – Internationales Congress Center München

Anzeige

Anzeige

Cybercrime Wurm 427371814 700

Tausende von Smartphones weltweit sind von einem Android-Wurm betroffen. Schuld daran ist eine Sicherheitslücke durch eine vergessene Debug-Schnittstelle. Die Schwachstelle ist noch immer nicht gefixt. G DATA klärt über die Gefahr auf und zeigt, wie Benutzer überprüfen können, ob ihr Mobilgerät ebenfalls davon betroffen ist und falls ja, wie die Sicherheitslücke geschlossen werden kann.

Ein unbekannter Dritter greift via Internet auf das eigene Smartphone zu – und das mit vollen Root-Rechten als Administrator. Was sich wie ein komplizierter und denkbar unmöglicher Fall liest, wird durch eine Android-Sicherheitslücke zum einfachen Spiel für Cyberangreifer. Dieser kann sich dank des geöffneten TCP-Port 5555 per Androids Debug Bridge-Schnittstelle (kurz: ADB) auf das Gerät einklinken. Über ADB lassen sich eine Vielzahl von Geräte-Aktionen durchführen – angefangen vom simplen Auslesen der Geräteinformationen, über den Diebstahl sensibler Daten, bis hin zu sicherheitskritischen Installationen von schädlichen Programmen.

„ADB wird eigentlich von Software-Entwicklern dafür benutzt, direkten Zugriff auf das Gerät zu erhalten, um Diagnosen oder Nachinstallationen vorzunehmen“, sagt Alexander Burris, Lead Mobile Researcher bei G DATA. Per Voreinstellung ist diese Schnittstelle normalerweise deaktiviert. „Dennoch gibt es einige Hersteller, beispielsweise wie in diesem Fall aus dem asiatischen Raum, die es scheinbar versäumt haben, die aktivierte ADB-Schnittstelle vor Verkauf der Geräte an Konsumenten abzustellen.“

Android-Wurm ADB.Miner nutzt Schwachstelle aus

Der erste Android-Wurm, der auf den Namen ADB.Miner hört, nutzt die offene ADB-Schnittstelle aus. Möchte er sich mit dem Smartphone verbinden, so erscheint eine USB-Debugging-Abfrage. Wird hierbei auf OK geklickt, so ist das Mobilgerät im Anschluss infiziert. Der Wurm durchforstet das Internet nach den offenen 5555 TCP-Ports und schafft so ein Cryptomining-Botnetz. Das Gerät wird folglich kompromittiert und zum Schürfen der virtuellen Währung „XMR Coins“ missbraucht. Ist das Gerät befallen, so sucht es selbstständig nach weiteren offenen 5555 TCP-Ports, sodass sich der Wurm weiterverbreiten kann.

„Das bedeutet im Umkehrschluss: Je mehr Android-Smartphones betroffen sind, desto schneller kann sich der Wurm verbreiten“, sagt Burris. „Für den Benutzer bedeutet das eine sehr starke performancetechnische Einschränkung sowie extrem verkürzte Akku-Laufzeiten. Da Smartphones für eine solch dauerhafte Beanspruchung nicht ausgelegt sind, kann dies mittelfristig zu Schäden am Gerät führen.“

Sicherheitslücke aufspüren und schließen

„Bei den meisten Android-Geräten lässt sich die Sicherheitslücke sehr einfach schließen. Besitzer eines solchen Smartphones sollten in den Einstellungen nach den Entwickleroptionen Ausschau halten und sie deaktivieren“, verrät Burris als Lösung des Problems. Als Benutzer solle man generell den kurzen Blick in die Einstellungen wagen, um sicher sein zu können, dass nicht doch die Entwickleroption eingeschaltet ist. Für all jene Anwender, die sich unsicher sind, ob der Wurm auf dem Mobiltelefon vorhanden ist, empfiehlt G DATA folgende Schritte durchzuführen:

1. Laden sie ADB für Windows herunter

2. Extrahieren Sie den Inhalt der ZIP-Datei an einen leicht zu merkenden Ort – beispielsweise Ihren Desktop

3. Im Falle von Windows 10 nutzen Sie die Tastenkombination Shift + rechter Mausklick und wählen Sie „PowerShell-Fenster hier öffnen“ aus. Achten Sie dabei, dass Sie die Tastenkombination in dem zuvor extrahierten Ordner benutzen.

4. Es öffnet sich das Entwicklerfenster.

5. Verbinden Sie das Android-Smartphone via USB mit dem Computer

6. Im Falle einer offenen ADB-Schnittstelle, öffnet sich nun ein Fenster auf dem Smartphone (siehe Screenshot). Bestätigen Sie hier mit OK.

    Hinweis: Sollte sich kein Fenster dieser Art öffnen, so ist die Entwickleroption bei Ihnen ausgestellt.

7. Im Entwicklerfenster gilt es folgenden Befehl auszuführen: .\adb shell pm list packages com.android.good.miner

8. Sollte das Gerät nicht infiziert sein, so gibt es keine Rückmeldung in der Entwicklerkonsole. Ansonsten erscheint folgende Meldung: package: com.android.good.miner

Den Wurm ADB.Miner in wenigen Schritten entfernen

Wenn der Benutzer eine Rückmeldung erhalten hat, so ist das Gerät kompromittiert. G DATA erklärt in wenigen Schritten, wie der ADB.Miner vollständig entfernt werden kann:

1. Bleiben Sie in der Entwicklerkonsole und geben Sie folgenden Befehl ein: .\adb shell pm list packages uninstall com.android.good.miner

2. Im letzten Schritt gilt es die temporären Dateien zu löschen. Der Vorgang ist besonders wichtig, da ansonsten der Wurm immer wieder automatisch installiert wird. Dies wird mit folgenden vier Befehlen umgesetzt:

.\adb shell
cd /data/local/tmp/
rm *
exit

Im Anschluss empfiehlt es sich in jedem Falle die Entwickleroption zu deaktivieren. Für generellen Schutz unterwegs empfiehlt sich eine Mobile Internet Security für Android.

gdata.de


 

GRID LIST
Stop Hacker

Firmen müssen Hackerabwehr neu denken

Tagtäglich sind Unternehmen das Ziel von Cyberattacken. Per Schadsoftware und über…
Bank

IT-Security: Sichere Kommunikation mit der Bank

Die IT-Sicherheit von Banken lässt häufig zu wünschen übrig, schlägt…
Trojaner

Trojaner Emotet gefährlicher denn je

Die Gefahr, die von dem Trojaner Emotet ausgeht, ist noch nicht vorüber. Ganz im…
Tb W190 H80 Crop Int 435a88a9a5029a89779cc54837f4d636

Neue Adware-Kampagne: 150 Millionen Nutzer von ‚SimBad‘ betroffen

Die Sicherheitsforscher von Check Point Software Technologies Ltd. (NASDAQ: CHKP) haben…
Schwachstelle

Microsoft-Office-Schwachstelle ist Einfallstor für Cyber-Angriffe

Spätestens mit der Einführung der DSGVO hat in Europa eine gewisse Sensibilisierung…
Putzfrau

Zeit für den Frühjahrsputz in den digitalen vier Wänden

Wenn der warme Frühling kommt, nutzen viele Menschen die Zeit zum Großreinemachen. So ein…