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IoT

Laut Statista werden die verschiedenen Fertigungs-, Transport- und Logistik- und Zubehörbranchen innerhalb von zwei Jahren jeweils 40 Milliarden US-Dollar für IoT-Plattformen, -Systeme und -Dienste ausgeben. Das sind ziemlich beeindruckende Zahlen. Das IoT verändert ganze Industrien grundlegend.

Die Transportbranche bildet da keine Ausnahme. Zunehmend ist auch sie abhängig von der Technologie Es besteht bereits jetzt eine zunehmende Abhängigkeit von der Technologie, und die wird auch weiterhin bestehen. Die immensen Investitionen fließen in den kontinuierlichen Transformationsprozess. Wie wirkt sich das Internet der Dinge konkret auf das Güterkraftverkehrsgewerbe und die Transportbranche aus?

Lkw- und Reifendaten über IoT-Sensoren erfassen

Stattet man Fahrzeuge mit IoT-Sensoren aus, kann man Lkw-Daten leichter erfassen und analysieren als bisher. Mithilfe der von den Sensoren gesammelten Daten lässt sich die gesamte Flotte in Echtzeit verfolgen, überwachen, analysieren und warten.

Aber nicht nur Transportunternehmen verlassen sich auf IoT-Daten, wenn sie mehr Einblick in Geschäftsprozesse und Abwicklungen gewinnen wollen. Wichtige Branchenpartner wie der Premiumreifenhersteller Continental haben kürzlich eine digitale Plattform zur Reifenüberwachung ContiConnect vorgestellt. Das System nutzt die IoT-SIM-Technologie von Vodafone, um Reifendruckdaten für Nutzfahrzeugflotten zu sammeln. Jedes Mal, wenn ein LKW zu einem Flottenterminal zurückkehrt, werden die Daten auf einem weltweit verfügbaren Webportal angezeigt. Die angegebenen Daten weisen auf Probleme hin wie beispielsweise Reifen mit niedrigem Luftdruck oder sogar hohe Temperaturen, die zu gefährlichen Reifenpannen führen können. Die Reifen der gesamten Flotte werden jedes Mal kontrolliert, wenn Lastwagen oder Busse zu ihrem Terminal zurückkehren. Mit dieser Technologie entfallen manuelle Druckprüfungen im Betriebshof und die Reifendaten stehen allen an der Flotte Beteiligten zur Verfügung.

Transport von verderblichen Waren

Probleme kann es aber nicht nur mit den Reifen geben. Viele der im Güterkraftverkehrsgewerbe transportierten Produkte sind leicht verderblich und/oder ökologisch empfindlich. Solche Produkte können durch hohe oder niedrige Temperaturen, Vibrationen, Stöße und Feuchtigkeit beeinträchtigt werden. In der medizinischen Industrie müssen Lastwagen, die biologische und biopharmazeutische Arzneimittel transportieren, während der Fahrt auf einer bestimmten Temperatur gehalten werden. Implementiert man IoT-Anwendungen erhalten Fahrer und Betriebsleitung eine Warnmeldung, wenn die Bedingungen die Bedingungen von den Sollwerten abweichen. Das wiederum verhindert potenziell gefährliche und lebensbedrohliche Folgen.

Einhalten behördlicher Vorschriften

Zunehmend wirken sich behördliche Vorschriften auch auf das Güterkraftverkehrsgewerbe aus. Das Ende 2017 in Kraft getretene Electronic Logging Devices (ELD) -Mandat fordert, dass alle Fuhrunternehmen elektronische Geräte in ihren Lkw installieren müssen, die die Betriebsstunden der Fahrer automatisch aufzeichnen. Laut Gesetz dürfen Fahrer nur 11 Stunden, bei einer vorgeschriebenen, ununterbrochenen Ruhezeit von 10 Stunden, pro Tag fahren. Bevor dieses Mandat wirksam wurde, führten die meisten, wenn auch nicht alle Fahrer manuelle Fahrtenbücher, um ihre Lenkzeiten festzuhalten. Einige der größeren Fuhrunternehmen hatten zu diesem Zeitpunkt bereits ELDs in ihren Fahrzeugen installiert. Inzwischen sind auch die kleineren Fuhrunternehmen mehrheitlich konform.

Weniger "Verschwendung“

Upper Lakes Foods, ein in Minnesota ansässiges Unternehmen, nutzt die IoT-Technologie, um Probleme zu dokumentieren, die bei Inspektionen auftreten. Eine mobile ELD-Lösung ermöglicht es den Fahrern, Inspektionen vor und nach der Fahrt mit einem Smartphone oder Tablet zu dokumentieren. Die Daten werden an die Werkstatt des Fuhrunternehmens weitergegeben und alle Probleme dokumentiert. Das gestattet ein vorausschauendes und effizientes Wartungsmodell. Laut einem Artikel in Freight Waves, tragen die mit dem IoT verbundenen Lkw dazu bei, Wartungspläne zu optimieren und unnötige Kilometer und Leerlaufzeiten zu vermeiden.

Geschäftsprozesse verbessern

Das IoT schafft die Voraussetzungen, das Tagesgeschäft eines Unternehmens zu optimieren und das in ganz unterschiedlichen Bereichen. So kann ein Unternehmen Lieferstrategien verbessern, Fahrtkosten senken oder Emissionen reduzieren. Wenn beispielsweise zwei Fahrer vom selben Standort abfahren aber unterschiedliche Routen zum gleichen Ziel verwenden liefern Sensordaten wichtige Erkenntnisse. Etwa welcher Fahrer schneller ans Ziel gelangt ist, weniger Maut gezahlt oder mehr Kraftstoff gespart hat. Wie bei Upper Lakes Foods ist in erster Linie Optimierung das Ziel. So kann das Unternehmen seine Lieferungen rationalisieren und standardisieren
Ein weiterer kritischer Bereich für Flottenbetreiber sind Ausfallzeiten. Sie gelten als einer der größten Ausgabenposten bei der Wartung von LKWs. Kommt die Ausfallzeit unerwartet, können die Kosten schnell steigen. IoT-Anwendungen liefern Flottenbesitzern wichtige Informationen und tragen dazu bei, künftige Ausfälle wie Motorprobleme zu vermeiden oder zumindest schneller zu identifizieren.

Das Güterkraftverkehrsgewerbe profitiert in hohem Maße von IoT-Lösungen. Von der Temperaturkontrolle und prognostizierten Ausfallzeiten bis hin zur Reduzierung von gefährlichen Reifenpannen. Flottenbesitzer und Logistikkoordinatoren werden diese Technologie zunehmend einsetzen, um ihren Kunden einen besseren Service zu bieten.

Amy Krigman, GlobalSign

www.globalsign.com
 

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