DWX - Developer Week 2017
26.06.17 - 26.06.17
In Nürnberg

AppDRoadshow 2017
27.06.17 - 06.07.17
In Köln, Hamburg, Stuttgart, München, Zürich

Next IT con.
27.06.17 - 27.06.17
In Nürnberg

PM CHALLENGE IlluMinate: Communication
29.06.17 - 29.06.17
In München, SkyLounge

DIGILITY - Augmented und Virtual Reality
05.07.17 - 06.07.17
In Köln

PotentialDie Digitalisierung beeinflusst nicht nur unser Privatleben immer stärker. Sie wird auch Produktionsprozesse und traditionelle Geschäftsmodelle fundamental verändern. Besonders zwei Themen haben hierauf enormen Einfluss: Das Internet of Things sowie Big Data Analytics. Sie werden durch alle Branchen hinweg eine riesige Umwälzung in Gang setzen. 

Internet of Things revolutioniert die Industrie

Die Digitalisierung und seine Disziplinen verändern unsere Welt nachhaltig. Allen voran das Internet of Things, kurz IoT. Hier steckt enormes Potenzial drin: Mit dem IoT lassen sich laut McKinsey im Jahr 2020 allein hierzulande etwa 23 Milliarden Euro umsetzen – mehr als doppelt so viel wie aktuell. Wichtigstes Anwendungsfeld ist dabei die Digitalisierung der Fertigungsindustrie, sprich die vierte industrielle Revolution, mit einem Umsatzpotenzial von neun Milliarden Euro. Bereits heute werden in der Industrie 4.0 immer mehr Maschinen miteinander vernetzt. So lassen sich in der Smart Factory Prozesse effizienter gestalten und Wartungsintervalle verkürzen.

Lesen Sie in dieser Serie folgende Beiträge von Stefan Bucher, operativer Leiter der IT-Division von T-Systems:

  1. Teil: Im IoT und in Big Data stecken enormes Potenzial
  2. Teil: Cloud Computing: Transformation zum Festpreis immer beliebter
  3. Teil: Rechenzentren: das Epizentrum der Digitalisierung 

Und das ist erst der Anfang. Die Maschine-to-Maschine-Kommunikation (M2M) verspricht der Industrie völlig neue, disruptive Geschäftsmodelle und damit auch ganz neue Wachstumsmöglichkeiten. Vollständig vernetzte Wertschöpfungsketten ergeben eine zukunftsweisende Fertigungslogik: Intelligente Maschinen, Lagersysteme und Betriebsmittel, die ohne menschliches Zutun Daten austauschen und sich selbständig steuern oder warten. Alle beteiligten Produktionsmittel und Produkte sind miteinander vernetzt, eindeutig identifizierbar und lokalisierbar. Sie sind sich ihres jeweiligen Zustands bewusst, „wissen“, welche Schritte erforderlich sind, um den Herstellungsprozess fortzusetzen, und lösen selbsttätig den nächsten Fertigungsschritt nebst logistischen Abläufen aus. So kann ein Unternehmen sein Produktportfolio mithilfe des Internet of Things deutlich flexibler gestalten und Produktionsabläufe schneller umstellen – etwa, um auf Lieferengpässe oder dynamisch wechselnde Kundenanforderungen zu reagieren.

IoT-Systeme so flexibel und vielfältig wie die Nutzer selbst

Doch die Digitalisierung von Geschäftsabläufen ist kein Selbstläufer. Sie erfordert – neben erfahrenen Partnern – vor allem eine leistungsfähige IoT-Plattform. Denn IoT-Systeme sind längst unverzichtbare Drehscheiben für die Datenintegration, -speicherung und -analyse. Und zwar im großen Maßstab: Bereits heute sind fast doppelt so viele Dinge online wie Menschen. Bis 2020 sollen bis zu 20 Milliarden Sensoren und Maschinen vernetzt sein, sagt Gartner voraus. Wir als T-Systems etwa bündeln mit unserer Multi-IoT-Service-Plattform (MISP) die Vorzüge führender IoT-Anbieter. So ist unsere jüngste Partnerschaft der Automatisierungsspezialist Eaton. Damit erhalten Unternehmen jeweils die Plattform, die am besten zu ihren Vorhaben passt. Und erst eine solche MISP stellt sicher, dass die genutzten IoT- und M2M-Lösungen das Geschäftsmodell bestmöglich unterstützen. Damit können IoT-Devices verschiedener Hersteller nahtlos zusammenarbeiten. Wichtig dabei: Eine sichere Kommunikation und ein verlässlicher Schutz der Daten sind Voraussetzungen, damit die vierte industrielle Revolution gelingt. IoT-Maschinen müssen in der Lage sein, Informationen verschlüsselt untereinander und mit allen angebundenen Systemen auszutauschen.

Die Ausgangslage in diesem Feld der Digitalisierung ist günstig: Denn in der Industrie 4.0 nimmt die deutsche Wirtschaft eine Vorreiterrolle ein. Darauf sollten wir jetzt industrieübergreifend aufbauen und unsere Aktivitäten zu einer erfolgreichen Vernetzung der Produktionsprozesse weiter vorantreiben. Zumal die Technik dahinter immer erschwinglicher wird: Laut McKinsey wird der Preis für ein grundlegendes IoT-Modul, das Hardware mit dem Internet verknüpft, bis 2020 von vier Euro auf ein bis zwei Euro fallen. Das sind beste Voraussetzungen für eine weitere Verbreitung des Internet of Things.

Big Data Analytics bringen smarte Daten hervor

Doch nicht nur die Zahl der vernetzen Gerät steigt unaufhörlich. Im Zuge der Digitalisierung explodiert auch die Datenmenge förmlich: Experten von Digital Universe haben errechnet, dass 2013 weltweit 4,4 Zettabytes an Daten angefallen sind. Für 2020 sagen sie bereits die zehnfache Menge an Daten voraus – also 44 Zettabytes. Sie können sich unter diese Zahl nichts vorstellen? Das entspricht einem Bücherstapel von 36 Milliarden Kilometern Höhe! 50.000 mal zum Mond und zurück. Sensordaten aus dem Internet of Things sind dabei der wichtigste Treiber für das exorbitante Datenwachstum. Laut Digital Universe soll der Anteil des IoT an der weltweiten Datenmenge im nächsten Jahr bei rund vier Prozent liegen. 2020 wird dann ein Sensordaten-Anteil von über zehn Prozent erwartet. Unternehmen müssen daher nicht nur technische Lösungen, Methoden und Konzepte entwickeln, um die wachsende Datenflut zu bewältigen. Nein, sie brauchen auch Strategien, um wirtschaftlichen Nutzen aus den vorhandenen Daten zu ziehen. Hier kommt das Zauberwort „Big Data Analytics“ in Spiel.

Im vergangenen Jahr sind die weltweiten Ausgaben für Software, Hardware und Dienstleistungen im Big-Data-Umfeld bereits auf 125 Milliarden US-Dollar gestiegen. Laut IDC wird die Bedeutung der Big-Data-Wertschöpfungskette weiter zunehmen, etwa in Form von Data-as-a-Service. „Hier kommen die Angebote der Cloud-Plattform- und Analytics-Dienstleister zum Tragen, die ihren Kunden aufgewertete Informationen aus kommerziellen oder frei verfügbaren Datenquellen bereitstellen“, so die Analysten. Daneben sieht IDC wichtige Neuerungen bei Analytics im Umfeld des kognitiven und maschinellen Lernens sowie beim Internet of Things auf die Branche zukommen.

Gute Datenanalyse spart Zeit und Geld

Eine intelligente Analyse des vorhandenen Datenmaterials bietet jedem CEO und CIO große Chancen. Unternehmen sollten daher Big-Data-Analysen aus der Cloud für sich nutzen. Wie zum Beispiel ein europäischer IT-Konzern, der mit der genannten Kombination seinen Einkauf nachhaltig optimiert hat: Seine Prozesse waren in die Jahre gekommen. 18 Stunden Durchlaufzeit für Reports, unzufriedene Lieferanten durch einen zu späten Rechnungsausgleich und ein Rückgang des freien Cashflows. Mit einer Big-Data-Verarbeitung auf Basis von SAP HANA aus der Cloud hat er seine Prozesse deutlich effizienter gestaltet. Mit folgendem Ergebnis: nur noch zwei Stunden Durchlaufzeit, eine Einsparung von 1,5 Millionen Euro durch ein Mehr an Transparenz und plus zehn Prozent an freiem Kapital.

Egal ob im Einkauf, im Marketing oder in der Unternehmensführung: Gehen Firmen richtig mit Big Data um, können sie entscheidende Erkenntnisse gewinnen, aus denen sich zukunftsfähige Entscheidungs- und Handlungsalternativen ableiten lassen. Dafür genügt es jedoch nicht, eine geeignete ICT-Infrastruktur mit Plattformen für Datensicherung, -integration und -management zu implementieren. Erst eine darauf aufbauende Big-Data-Analyse ermöglicht es, die Daten auch intelligent zu filtern und zu verknüpfen, so dass daraus nachhaltige Informationen entstehen. Mit Big Data Analytics lassen sich selbst große Mengen unstrukturierter Daten auswerten.

Hierfür bieten wir zum Beispiel etwa eine Reihe Cloud-basierter Tools, die diverse Anforderungen erfüllen. Diese sind so vielfältig wie die Anwendungsmöglichkeiten von Big Data Analytics selbst: Neben Video-, Audio- und Webanalysen zählen dazu Technologien für die Auswertung geo-ökologischer Daten, die auf geografischen und standortbasierten Informationen beruhen. Die Investitionskosten für eine eigene, hochperformante Big-Data-Plattform sind für Unternehmen enorm. Daher stellen wir die neuesten Big-Data-Technologien als Platform-as-a-Service aus einer hochsicheren Cloud bereit. So bieten wir größtmögliche Kosteneffizienz und Flexibilität. Gleichzeitig erhalten die Unternehmen State-of-the-Art-Lösungen ohne finanzielles Risiko.

Fazit: Wer nicht vernetzt und analysiert, verliert

In Anbetracht der zunehmenden Vernetzung und der Notwendigkeit, die anfallenden Daten schnell und sinnvoll zu analysieren, ist klar: Jetzt ist es Zeit, dass Unternehmen den Weg der Professionalisierung im Umfeld von IoT und Big Data Analytics zügig beschreiten. Und vor allem traditionelle Industriezweige sollten hierzulande den digitalen Wandel mutig in Angriff nehmen. Denn: Wer nicht vernetzt und analysiert, verliert. Wichtig wird sein, sich professionelle Partner ins Boot zu holen, auf deren Expertise Verlass ist.

Selbstverständlich gibt es weitere Technologien und Trends im Zuge der Digitalisierung, auf die CEOs und CIOs ihre Aufmerksamkeit richten müssen – etwa das Cloud Computing, die Transformation zum Festpreis oder externe Rechenzentren. Doch ich denke, dass die Themen IoT und Big Data Analytics zu den besonders erfolgsentscheidenden Entwicklungen zählen, denen sich IT-Verantwortliche – unabhängig von Branche und Unternehmensgröße – schnellstmöglich widmen sollten.

Stefan Bucher


Stefan Bucher, operativer Leiter der IT-Division von T-Systems

 

 

 
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