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Hybrid CloudAnwendungen verändern die Geschäftswelt immer schneller. Daher müssen Unternehmen eine neue Strategie entwickeln, die vor allem DevOps-Methoden, den Zugang zu Mobilität und die Entwicklung von Cloud-Architekturen umfasst. Auf dieser Basis sollen ihre Apps schneller, intelligenter und sicherer laufen.

Jede Migration in die Cloud ist einzigartig. Laut IDC verfolgen 73 Prozent der Unternehmen gegenwärtig eine hybride Cloud-Strategie und 66 Prozent nutzen eine Private Cloud. Prognosen zufolge wird die Hälfte der Workloads bis 2018 in der Public Cloud laufen. Zwar werden Private, Public und Hybrid Clouds auch weiterhin genutzt, doch es entsteht ein weiterer Trend: Multi-Cloud-Lösungen. Diese sind derzeit bereits bei 85 Prozent der Unternehmen Bestandteil der Cloud-Strategie. Doch trotz aller Vorteile der Cloud möchten viele Unternehmen auch ihre proprietären Lösungen behalten.

Vorteile und Herausforderungen

In der Vergangenheit wurden Apps über eigene Rechenzentren mit standortgebundenen Technologien verwaltet. Heutzutage migrieren viele Unternehmen Apps in Private Clouds und nutzen dabei auch hybride Modelle in Kombination mit Public Clouds. In der Regel verwenden sie dabei mehrere Private und Public Clouds innerhalb einer Architektur. Die daraus resultierenden Vorteile reichen von Kosteneinsparungen bis hin zu höherer operativer Effizienz.

Allerdings gibt es auch beträchtliche Herausforderungen. So erfordern Anwendungen, die in unterschiedlichen Clouds bereitgestellt werden, anbieterabhängiges Fachwissen. Denn jeder dieser Provider betreibt, verwaltet und wartet sie auf seine Weise mit unterschiedlicher Sichtbarkeit. Mit jedem weiteren Provider und dem Einsatz einer Vielzahl an Werkzeugen, insbesondere für Analyse und Reporting, steigt die Komplexität exponentiell. So können Anwendungen verschiedene Eigentümer mit unterschiedlichem Support und jeweils anderen Richtlinien haben. Dies führt wiederum zu inkonsistenten Kontrollniveaus.

Ohne Standardisierung kann die Multi-Cloud-Umgebung daher nicht das Applikationsmanagement optimieren und konsistente Sicherheit gewährleisten. Letztlich wird dann die Flexibilität, Anwendungen verschieben zu können, durch die Vielzahl grundverschiedener Technologien und Umgebungen beeinträchtigt.

Daher ist es wichtig, sich diesen Herausforderungen direkt zu stellen und die Kontrolle über die Anwendungen zurückzugewinnen. Viele IT-Abteilungen sind jedoch bereits damit überfordert, jede einzelne Plattform kennenzulernen und zu beherrschen. Wo Kenntnisse nicht ausreichen, schleichen sich Inkonsistenzen ein, so dass die erfolgreiche Verwaltung und Umsetzung allgemeiner Sicherheitsrichtlinien nicht mehr garantiert werden kann.

Lösungsansätze

Anbieter für Cloud- und App-Sicherheit müssen daher Unternehmen beim Navigieren durch die komplexe Multi-Cloud-Welt unterstützen. Im Wesentlichen umfasst dies die Bereitstellung eines konsistenten Fundaments für Anwendungsdienste und automatisierte Orchestrierung, wo immer dies erforderlich ist. Diese Unterstützung kann auch in Multi-Cloud-Umgebungen funktionieren – wenn Cloud-Templates für die schnelle und sichere Bereitstellung sowie Szenarien zur Verwendung eigener Lizenzen (Bring Your Own License, BYOL) und Dienstabrechnung (utility billing) bereitstehen.

Branchenübergreifend werden zunehmend Cloud-Konnektoren genutzt, die lokal eingesetzte Anwendungen mit cloudbasierter Software verknüpfen. Diese können beispielsweise bestehende Richtlinien automatisch replizieren, vor allem über gemeinsam genutzte Frameworks. Lösungen dieser Art gibt es auch für Container, da sie die transparente Anwendung von Diensten bei Datenströmen nicht nur von Ost nach West, sondern auch von Nord nach Süd bieten. Darüber hinaus stehen Heat Templates für öffentliche Cloud-Umgebungen auf OpenStack-Basis zur Verfügung. Damit können Nutzer die Bereitstellung komplexer Cloud-Anwendungen in Textdateien beschreiben.

Ungeachtet dessen, ob die Bereitstellung über Hardware, Software oder als Dienst erfolgt, ist es wichtig, die Cloud-Lösung zu standardisieren. Eine robuste Strategie gewährleistet eine bessere Sicherheit und Kontrolle mit unmittelbaren sowie messbaren Auswirkungen auf Leistung und Umsatz. Die Multi-Cloud-Migration muss nicht zwangsläufig zu mehr Komplexität führen, wenn der strategische Fokus auf Zugriffskontrolle, Authentifizierungsprozessen und wesentlichen Anmeldeinformationen liegt.

Fazit

Mit den passenden Richtlinien und Sicherheitsstrategien können Unternehmen das Beste aus beiden Welten nutzen: die Sicherheit und Kontrolle eines Rechenzentrums vor Ort in Kombination mit der Flexibilität und Geschwindigkeit der Public Cloud.

Ralf Sydekum
Ralf Sydekum, Technical Manager DACH bei F5 Networks

 


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