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Junge Fachkräfte strecken die Fühler Richtung Festland. Bei Großbritanniens Berufseinsteigern steigt der Wunsch ins Ausland zu ziehen um 33 Prozent. Eine Untersuchung zeigt, wie Young Professionals in Großbritannien auf die Brexit-Diskussion reagieren: Sie orientieren sich hin zur EU. 

Eine aktuelle Untersuchung der Mietplattform HousingAnywhere zeigt, dass Nachwuchskräfte aus Großbritannien im Dezember 2018 und Januar 2019 33 Prozent häufiger nach Unterkünften in anderen Ländern Europas gesucht haben, als noch in den Monaten davor. Analysiert wurde das Suchvolumen aus Großbritannien auf der Plattform um mehr darüber zu erfahren, welche Auswirkungen der Brexit auf die Wohnbedürfnisse dortiger Nachwuchskräfte hat. Obwohl die Konsequenzen des Brexits für Young Professionals noch nicht klar sind, zeigt die Untersuchung bereits, dass deren Auswanderung in die EU eine mögliche Folge sein könnte.

Dabei stimmen die Ergebnisse der Mietplattform mit den Suchanfragen auf Google überein. So lagen im Dezember 2018 und Januar 2019 die meistgesuchten Ziele in der EU: München, mit einer Steigerung um 289 Prozent, Genf mit 253 Prozent und Helsinki mit einer Zunahme um rund 191 Prozent.

gesuchte Städte

Im Dezember 2018 und Januar 2019 haben Young Professionals 33 Prozent häufiger nach Unterkünften in anderen Ländern Europas gesucht als noch in den Monaten davor. (Grafik: HousingAnywhere)

Google-Suchbegriff „Brexit“ nimmt zu

Die Untersuchung zeigt auch, dass die Google-Suche nach „Brexit“ zu drei Anlässen stark angestiegen ist: Im November 2018, als der Entwurf des Austrittsabkommen vorlag; im Dezember 2019, als Theresa May die Abstimmung verschoben hat und im Januar 2019, als May die Abstimmung verloren hat. Passend dazu haben jeweils auch mehr britische Young Professionals nach einer Unterkunft auf dem europäischen Festland gesucht.

Djordy Seelmann, CEO von HousingAnywhere, stellt fest: „Die Auswirkungen des Brexit-Referendums sind schon jetzt erheblich, und sie werden auch in Zukunft noch stärker werden. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Unsicherheit, die in Großbritannien mit dem Brexit verbunden wird, bereits jetzt bei jungen Fachkräften dazu führt, dass sie sich nach Wohnraum auf dem europäischen Festland umschauen. Im Zusammenhang mit den Google-Suchen nach dem Begriff „Brexit“ wird klar, dass Nachwuchskräfte wegen der Ungewissheiten, die mit einem Brexit verbunden sind, nach stabilen Alternativen außerhalb von Großbritannien suchen.“

Konsequenzen des Brexits für den Mietmarkt in der EU

Wenn die Nachwuchskräfte Großbritannien tatsächlich verlassen, würde zudem ihre Miete erheblich niedriger ausfallen als die bekanntermaßen sehr hohen Ausgaben in London. In München etwa kostet eine durchschnittliche Wohnung ungefähr 1.300 Euro im Monat, in Amsterdam 1.500 Euro und in Brüssel, der günstigsten unter den beliebtesten Städten, sogar nur rund 900 Euro.

Seelmann: „Einige Städte in der EU haben bereits darüber berichtet, dass sie Gespräche mit Unternehmen, deren Firmensitz in Großbritannien liegt, geführt haben und die ihre Zentralen nach Europa verlegen wollen. Wir können nicht vorhersehen, wie viele Nachwuchskräfte gemäß dem Trend auf unserer Plattform ihrer Suche auch Taten folgen lassen werden. Aber diese begehrten Städte wären sicherlich gut beraten, wenn sie sich auf alle Eventualitäten vorbereiten, egal wie die andauernden politischen Verhandlungen ausgehen. Die Mieten steigen permanent in diesen Städten. Im vierten Quartal 2018 sind im Vergleich zum letzten Jahr in Berlin beispielsweise die mittleren Mieten um 4,64 Prozent gestiegen. Ich gehe davon aus, dass die schon jetzt angespannten Mietmärkte noch stärker unter Druck geraten werden.“

Die Mehrheit aller Google-Suchen nach Wohnungen in der EU der vergangenen zwei Monate aus Großbritannien wurden in London eingegeben (45,5 Prozent). An zweiter Stelle und mit einigem Abstand folgt Manchester (2,2 Prozent) gefolgt von Birmingham (2,0 Prozent).

Die Suchanfragen auf der Plattform wurden im Zeitraum zwischen dem 1. Dezember 2018 und dem 1. Februar 2019 und in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen analysiert.

www.housinganywhere.com


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