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RaketeDas Prämienvolumen für Cyber-Versicherungen dürfte sich in Deutschland von heute 90 Millionen Euro jährlich auf bis zu 20 Milliarden Euro im Jahr 2036 erhöhen. 

Cyber hat damit das Potenzial, die Kfz-Versicherung als größte Sparte in der Schaden- und Unfallversicherung abzulösen. Das hat eine Modellrechnung von KPMG ergeben.

Das von KPMG entwickelte Prognosemodell kommt - je nach Ausprägung der Bereitschaft von Unternehmen und Haushalten zur Absicherung von Cyber-Risiken - für die DACH-Region auf ein Prämienvolumen zwischen 12,1 Milliarden („verhaltene Bereitschaft“) und 26,2 Milliarden Euro („Bereitschaft stärker als erwartet“) im Jahr 2036. Bei einer sich erwartungsgemäß entwickelnden Zahl von Cyber-Kriminalitätsfällen und einer entsprechenden Bereitschaft von Unternehmen und Haushalten, sich gegen solche zu versichern, wird ein Prämienvolumen von 19,6 Milliarden Euro erwartet - davon 15,2 Milliarden in Deutschland.

Potenzial zur volumenstärksten Schaden- und Unfallversicherung

Jörg Wälder, Senior Executive bei KPMG: „Als Kehrseite der Medaille wird das Fortschreiten der Digitalisierung von einer Zunahme der Cyber-Risiken begleitet. Zum einen müssen die Versicherer selbst erheblichen Aufwand betreiben, um ihre Systeme und damit vor allem die Daten ihrer Kunden besser zu schützen. Das wird sich in der Ergebnisrechnung durch höhere Kosten niederschlagen. Auf der anderen Seite lässt sich aus der Not eine Tugend machen – nämlich eine neue Versicherungssparte ‚Cyber‘. Die hat das Potenzial, der Kfz-Versicherung im Laufe der nächsten 20 Jahre mit einem neu entstehenden Volumen von bis zu 20 Milliarden Euro den Rang als volumenstärkste Schaden/Unfall-Versicherungssparte abzulaufen.“

Der mit 70-75 Prozent Abstand größte Anteil der zukünftigen Cyber-Prämien wird nach Ansicht von KPMG auf das Segment der privaten Haushalte und kleineren Unternehmen entfallen. KPMG-Partner Markus Heyen: „Die durch Cybercrime verursachten Schäden belaufen sich in Deutschland heute schon auf über 50 Milliarden und weltweit auf rund 450 Milliarden Euro – bei stark steigender Tendenz. Unternehmen und private Haushalte werden deshalb nicht umhin kommen, sich gegen die entsprechenden Gefahren zu versichern. Der Europa mindestens um fünf Jahre vorauseilende US-Markt verzeichnet schon heute ein Prämienvolumen von umgerechnet 2,5 Milliarden Euro.“

Deckungen für Eigen- und Deckungen für Fremdschäden

Hendrik C. Jahn, Partner bei KPMG: „Wir gehen davon aus, dass es zwei Hauptelemente des Cyber-Versicherungsgeschäfts geben wird: Deckungen für Eigen- und Deckungen für Fremdschäden – analog zum Kasko- und Haftpflichtteil in der Kfz-Versicherung.Diese Teile der Sach- beziehungsweise Haftpflichtversicherung zuzuordnen, scheint uns wenig sinnvoll zu sein, weil die Materie dafür einfach zu komplex ist.“

In zwei Studien zu den Themen Digitalisierung und Cyber haben die KPMG-Experten Auswirkungen auf die deutsche Versicherungsbranche zusammengefasst. Weitere Kernthesen lauten:

  • Viele Geschäftsmodelle von InsurTechs digitalisieren lediglich die Wertschöpfungsschritte traditioneller Geschäftsmodelle und stellen sich als nur bedingt disruptiv heraus
  • Als eine weitere Folge der Digitalisierung wird es zum Ausbau der (Risiko-) Positionen von einzelnen Insurtechs sowie zu einer stärkeren Konsolidierung und ersten ernsthaften Zukäufen von Versicherern in diesem Bereich kommen
  • Der Anteil der vollständig automatisierten Vorgangsbearbeitung (Dunkelverarbeitung) wird bis 2020 deutlich zunehmen. Bis dahin dürften im Vertragsmanagement in der Sachversicherung rund 70 Prozent und in der Schadenbearbeitung etwa 45 Prozent aller Vorfälle automatisiert bearbeitet werden. Das bedeutet eine deutliche Kostensenkung, aber auch den Abbau von Arbeitsplätzen

Hier gibt es die Studie.

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