Erneute Preisanpassung

Hetzner erhöht Serverpreise deutlich

Rechenzentrum, Rechenzentren, RZ

Seit dem 15. Juni gelten neue Tarife beim Hosting-Anbieter Hetzner. Wer bestehende Server unangetastet lässt, zahlt weiterhin nach altem Tarif. Alle anderen sollten genau hinschauen.

Hetzner hat seine Serverpreise erneut nach oben korrigiert, wie aus der entsprechenden Dokumentation hervorgeht. Betroffen sind Neubestellungen sowie alle Cloud-Server, deren Leistungsparameter seit dem 15. Juni 2026 verändert wurden. Wer vorher bestellt hat und nichts ändert, zahlt zunächst weiter nach dem alten Tarif.

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Bereits im Februar hatte Hetzner die Preise für ab April angehoben, ebenfalls mit Verweis auf gestiegene Hardwarekosten. Das Unternehmen räumt in seiner Mitteilung ein: „Uns ist bewusst, dass wiederholte Preisanpassungen eine Herausforderung darstellen können.“ Der Anspruch bleibe es dennoch, „Kunden langfristig stabile und faire Preise zu bieten.“

Die Unterschiede zwischen den Standorten sind erheblich. In Deutschland und Finnland verteuert sich etwa der CPX42 von 30,33 auf 82,69 Euro im Monat, der CCX23 springt von 37,47 auf 102,33 Euro. Besonders drastisch fällt die Anpassung in den US-Rechenzentren aus: Der CPX41 kostet dort künftig 143,38 statt bisher 46,40 Euro, beim CPX51 steigt der Preis von 92,81 auf 283,21 Euro pro Monat. Am glimpflichsten kommen Kunden in Singapur davon: Dort steigt der CPX42 von 66,63 auf 111,25 Euro, der CCX23 von 61,27 auf 129,10 Euro.

Standardisierung als zweites Ziel

Neben den Preisen ändert sich auch die Produktstruktur bei Dedicated Servern grundlegend. Hetzner schreibt dazu in seiner offiziellen Mitteilung: „Künftig setzen wir bei allen Modellen auf klar definierte Servertypen mit den ergänzenden Produktbezeichnungen ‚-1‘, ‚-2‘ und ‚-3‘. Individuelle Konfigurationen von RAM und Speicher entfallen dadurch.“ Ziel sei eine „deutlich transparentere und vergleichbarere Produktstruktur sowie eine effizientere Bereitstellung“.

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Neu eingeführt wird außerdem ein „Limited“-Typ mit der Bezeichnung „-1-Ltd“, der in begrenzter Stückzahl zu günstigeren Konditionen angeboten wird, wenn die verbaute Hardware zu niedrigeren Einkaufspreisen verfügbar war. Die Verfügbarkeit hängt laut Hetzner von Kündigungen und Nachschub ab und kann mehrere Wochen auf sich warten lassen.

Was ausgenommen ist

Nicht alle Produkte sind betroffen. Webhosting-Tarife, Managed-Server und die Serverbörse bleiben preislich unverändert. Auch Load Balancer, Storage-Lösungen, Volumes, Snapshots, Object Storage und IPv4-Adressen kosten weiterhin dasselbe. Wer über die Serverbörse bucht, kann zudem von Auktionspreisen profitieren, die je nach Angebot und Nachfrage deutlich unter den regulären Tarifen liegen.

Bei Neubestellungen regulärer Dedicated Server sinken die einmaligen Einrichtungsgebühren bei den meisten Modellen spürbar, was den Preisanstieg beim monatlichen Tarif zumindest teilweise abfedert.

(red)

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