Microsofts Januar-Updatezyklus sorgt weiterhin für Probleme: Nach einem ersten Notfall-Update muss der Konzern nun erneut nachbessern. Diesmal stehen Probleme mit Outlook und Cloud-Speicherdiensten im Fokus.
Der Patch Tuesday im Januar 2026 entwickelt sich für Microsoft zu einer anhaltenden Belastung. Nachdem das Unternehmen bereits am 17. Januar ein außerplanmäßiges Update zur Behebung kritischer Fehler bereitstellen musste, folgt nun ein weiteres Out-of-Band-Update. Mit KB5078127 sollen Probleme behoben werden, die Anwendungen wie Outlook, OneDrive und Dropbox betreffen.
Fehlerhafte Cloud-Integration
Das Problem zeigte sich nach Installation der regulären Sicherheitsupdates vom 13. Januar: Anwendungen, die auf Cloud-Speicher zugreifen, reagierten nicht mehr oder stürzten mit Fehlermeldungen ab. Besonders betroffen war Outlook in Konfigurationen, bei denen PST-Dateien auf OneDrive liegen. PST-Dateien (Personal Storage Table) sind Datendateien, die Microsoft Outlook verwendet, um E-Mails, Kontakte, Kalendereinträge, Aufgaben und andere Daten lokal auf dem Computer zu speichern.
In diesen Fällen mussten Anwender entweder den Prozess manuell beenden oder das System neu starten. Zusätzlich verschwanden gesendete E-Mails oder bereits heruntergeladene Nachrichten wurden erneut geladen. Als Notlösung empfahl Microsoft zunächst die Deinstallation der Sicherheitsupdates. Mit dem nun veröffentlichten KB5078127 für die Windows-11-Versionen 24H2 und 25H2 soll diese Notwendigkeit entfallen.
Kumulative Korrekturen
Das neue Update bündelt sämtliche Schutzmaßnahmen und Verbesserungen der ursprünglichen Januar-Aktualisierung vom 13. Januar sowie des ersten Notfall-Updates vom 17. Januar. Letzteres hatte bereits zwei schwerwiegende Fehler adressiert: Probleme beim Herunterfahren und Wechsel in den Ruhezustand bei Version 23H2 sowie Schwierigkeiten bei Remote-Desktop-Verbindungen.
Neben den Windows-11-Versionen 24H2 und 25H2 werden entsprechende Korrekturen auch für Version 23H2 sowie verschiedene Windows-Server-Editionen ausgerollt. Details zu betroffenen Versionen stellt Microsoft im Windows Release Health Dashboard bereit.
Qualitätssicherung in der Kritik
Zwei Notfall-Updates innerhalb einer Woche sind ein ungewöhnlicher Vorgang, der sicherlich auch Fragen zur Qualitätssicherung bei Microsoft aufwirft. Das erste Notfall-Update vom 17. Januar behob zwar die ursprünglichen Fehler, führte jedoch gleichzeitig zu den nun adressierten Cloud-Problemen. Diese Kette von Fehlerbehebungen, die neue Fehler verursachen, belastet nicht nur Administratoren, sondern auch reguläre Nutzer erheblich. Ob der kommende Patch Tuesday im Februar reibungsloser verläuft, bleibt abzuwarten. Man kann es nur hoffen.