Mit den ersten Schneefällen und Kälteeinbrüchen in Deutschland greifen immer mehr Haushalte zu smarten Heizkörperthermostaten.
Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom nutzen bereits 35 Prozent der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger diese intelligenten Geräte. Besonders beliebt sind sie bei Jüngeren: Unter den 16- bis 49-Jährigen beträgt die Verbreitung 46 Prozent, bei den 50- bis 64-Jährigen 41 Prozent. Ältere Haushalte ab 65 Jahren setzen hingegen seltener auf smarte Steuerung, hier liegt der Anteil nur bei 13 Prozent.
Smarte Thermostate ersetzen klassische Heizkörper-Regler und passen die Temperatur automatisch an. Sie erkennen etwa, ob jemand zu Hause ist, folgen programmierten Zeitplänen oder lassen sich per App auch aus der Ferne steuern. Dadurch erhöhen sie den Komfort und helfen zugleich, Energie zu sparen.
Energieeinsparungen durch smarte Geräte
Die Mehrheit der Nutzerinnen und Nutzer bestätigt positive Effekte: 26 Prozent berichten von deutlich reduziertem Energieverbrauch, weitere 47 Prozent von eher gesunkenem Verbrauch. Nur neun Prozent geben an, dass sich ihr Verbrauch nicht verändert hat. Etwa 14 Prozent können noch keine Angaben machen, da sie die Geräte erst seit Kurzem einsetzen.
Viele Haushalte haben die Thermostate bereits länger im Einsatz: 22 Prozent nutzen sie seit über fünf Jahren, 45 Prozent seit zwei bis vier Jahren. Ein deutlicher Anstieg der Anschaffungen ist seit Beginn der Energiekrise zu beobachten. 17 Prozent haben die Geräte seit dem vergangenen Jahr und zehn Prozent erst seit diesem Jahr installiert.
Kosten und Empfehlung
Smarte Heizkörperthermostate sind mittlerweile zu erschwinglichen Preisen erhältlich. 59 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer würden die Geräte „auf jeden Fall“ weiterempfehlen, 34 Prozent „eher“. Besonders im Winter kann sich die Anschaffung laut Bitkom lohnen, da sie sowohl Komfort als auch Kosteneffizienz steigern.
Die Umfrage zeigt zudem, dass die Mehrheit der Deutschen ihre Heizkosten als zu hoch empfindet. 79 Prozent der Befragten geben an, dass die Ausgaben stark belasten. 62 Prozent wünschen sich zudem eine genauere Kontrolle ihres Verbrauchs über das Jahr hinweg, nicht erst am Jahresende. Rund ein Viertel der Haushalte (27 Prozent) heizt bewusst weniger, um Kosten zu sparen.
Smarte Heizkörperthermostate verbinden Komfort mit Energieeinsparung und können den Überblick über den Heizverbrauch verbessern. Vor allem in Zeiten steigender Energiepreise gewinnen solche digitalen Helfer an Bedeutung, sowohl für den Geldbeutel der Haushalte als auch für die Energiewende insgesamt.