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Iran-Krieg: Amazons AWS-Rechenzentrum in Bahrain beschädigt

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Bildquelle: JHVEPhoto/Shutterstock.com

Bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Monats sind AWS-Dienste im Nahen Osten von den Kampfhandlungen betroffen.

Amazons Cloud-Sparte AWS hat bei einem iranischen Angriff auf Bahrain offenbar erheblichen Schaden genommen. Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Das bahrainische Innenministerium teilte am Mittwoch mit, dass Zivilschutzteams einen Brand in einer Unternehmenseinrichtung bekämpften, der durch einen iranischen Angriff ausgelöst worden sei. Welches Unternehmen betroffen war, ob es Verletzte gab und wie groß das Ausmaß der Schäden ist, sagte das Ministerium zunächst nicht.

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Der Angriff erfolgte nur einen Tag, nachdem Irans Revolutionsgarden damit gedroht hatten, US-Unternehmen im Nahen Osten ins Visier zu nehmen, darunter neben Amazon auch Microsoft, Google und Apple. Die Drohung war als Vergeltung für Angriffe auf iranisches Territorium formuliert worden.

Amazon selbst äußerte sich zunächst nicht zu dem Bericht der Financial Times. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Konzern eingeräumt, dass seine AWS-Region in Bahrain durch den Konflikt im Nahen Osten “beeinträchtigt” worden sei. Es war bereits das zweite Mal innerhalb eines Monats, dass der Betrieb dort gestört wurde.

AWS ist nicht nur Amazons wichtigster Gewinnbringer, sondern bildet auch die Infrastruktur für zahlreiche bekannte Websites und Behördensysteme weltweit. Ein längerer Ausfall hätte damit Auswirkungen weit über Amazon hinaus.

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Lars

Becker

Stellvertretender Chefredakteur

IT Verlag GmbH

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