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Grob rechtswidriges Scannen aller KFZs in Bayern und Brandenburg. Wieder einmal werden Bürgerrechte vorsätzlich in Namen angeblicher "innerer Sicherheit" mit Füßen getreten.

Die Piratenpartei hat in ihrer heutigen Aussendung Unglaubliches publiziert.

"Brandenburgs Polizei speichert mithilfe von Kennzeichenscannern seit über zwei Jahren flächendeckend auf Vorrat, wann welcher Autofahrer wo unterwegs war - dauerhaft und auf unbestimmte Zeit. Dies ergibt sich aus einem von netzpolitik.org veröffentlichten polizeiinternen Arbeitspapier. Die Piratenpartei, die gegen die Praxis klagt und im Internet Scannerstandorte enttarnt, fordert die Politik zum Einschreiten auf.

Dass ein deutsches Bundesland völlig wahllos alle Autofahrer verfolgt und auf Vorrat speichert, hätte ich nicht für möglich gehalten", zeigt sich der Datenschutzexperte und Europaabgeordnete der Piratenpartei Deutschland Dr. Patrick Breyer entsetzt. "Brandenburgs Strafverfolger sind außer Rand und Band. Die Opposition im Landtag sollte schleunigst den Wissenschaftlichen Dienst mit einer unabhängigen Prüfung der Praxis beauftragen. 

Als "größten Skandal im Verantwortungsbereich der Polizei" sieht Breyer die Passage in dem Papier an, der zufolge Brandenburgs Ermittler eine Kfz-Massenspeicherung selbst dann vornehmen, wenn die Staatsanwaltschaft nur eine gezielte Observation anordnet. Der Prüfbericht der Polizei, der für all das einen Persilschein ausstellt, ist ein Abnickpapier. Er geht an der eigentlichen Frage der Unzulässigkeit einer Kfz-Massenspeicherung vorbei. Ich kenne keinen Rechtswissenschaftler, der die Brandenburg'sche Kfz-Massenspeicherung jedes Autofahrers für zulässig hält. Eine polizeiinterne Arbeitsgruppe ist kein Ersatz für eine unabhängige juristische Bewertung. Deswegen klagen wir. 

Die Piratenpartei enttarnt im Internet die offiziell geheim gehaltenen Standorte der Kennzeichenscanner, damit betroffene Autofahrer klagen können."

Schaut man sich die Standorte der KFZ Scanner an, so zeigt sich das auch in Bayern an vielen Stellen die Bürger durch die Überwachungswut der Behörden verfolgt werden. Es wird Zeit, dem einen Riegel vorzuschieben. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass das Bundesverfassungsgericht der Sammelwut des Staates mit seiner Überwachungsparanoia eine rote Karte zeigt, meint Publisher Ulrich Parthier vom IT Verlag. Täglich werden gerade in Bayern die Bürger systematisch verarscht. Während sich Autofahrer am Grenzübergang Salzburg zu Stoßzeiten auf Wartezeiten einstellen müssen, die auch mal über einer Stunde liegen, kann man zehn Kilometer weiter auf den Bundes- und Landstraßen ohne Kontrollen , nach Belieben nach Bayern ein- und ausreisen.  

Ulrich ParthierUlrich Parthier, Publisher it management 

 

 


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