Proaktive Schutzmaßnahmen umsetzen

Private AI: Fortschritt ohne Kontrollverlust

KI-Security

Deutsche Unternehmen stehen vor einem Dilemma: Sie wollen künstliche Intelligenz (KI) nutzen, müssen aber gleichzeitig sensible Daten schützen.

Private AI verspricht einen verantwortungsvollen Umgang mit dieser Technologie und verbindet Innovation mit voller Kontrolle über geschäftskritische Informationen. 

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In Deutschland verschärfen die DSGVO und der EU AI Act die Anforderungen an den Umgang mit KI-Systemen deutlich. Gleichzeitig versuchen Unternehmen mit dem Fortschritt der KI mitzuhalten. Daten bilden dabei die Grundlage der KI-Nutzung und so wollen Unternehmen verstärkt auch datengetrieben agieren – besonders wenn sie über große Mengen an Verbraucherinformationen verfügen. Das spiegelt sich laut einer Cloudera-Umfrage in der Datenkultur wider: In Deutschland stieg der Anteil der Befragten, die ihre Unternehmenskultur als „extrem datengetrieben“ einordnen, von acht Prozent (2024) auf 30 Prozent (2025). 

KI im Spannungsfeld zwischen Security, Kundenvertrauen und Wertschöpfung

Die Dringlichkeit des Datenschutzes als Teil von KI-Strategien mitzudenken, ergibt sich aus einer volatilen Bedrohungslage und geopolitischen Spannungen. Die zunehmende Nutzung von KI in verschiedenen Unternehmensbereichen erhöht die Angriffsfläche für Cyberbedrohungen. Der Stanford AI Index Report 2025 dokumentiert einen Anstieg der Sicherheits- und Datenschutzvorfälle im KI-Umfeld um mehr als 56 Prozent innerhalb eines Jahres.

Besonders im Fokus der Cyberkriminellen stehen weiterhin Verbraucherdaten: Im Bericht „Cost of a Data Breach“ von IBM waren sie weltweit der am häufigsten kompromittierte Datentyp und tauchten in 53 Prozent aller Datenschutzverletzungen im Einzelhandel auf. Die gehäuften Cyberbedrohungen richten sich auf die großen Transaktionsvolumina und die sensiblen persönlichen Daten, die Einzelhändler und Finanzinstitute verwalten.

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Zudem ist das Bewusstsein der Verbraucher für den Wert ihrer Daten gestiegen, wie die Cisco 2026 Data Privacy Benchmark Studie zeigt. Demnach geben 46 Prozent der globalen Unternehmen an, dass eine klare Kommunikation darüber, wie die KI mit Verbraucherdaten trainiert wird, essenziell ist. Nur so bleibt das Vertrauen der Nutzer in eine Organisation bestehen. Aus diesem Grund müssen Unternehmen die Daten, die ihr Wachstum vorantreiben, verantwortungsbewusst verwalten und schützen, um das Risiko von Datenlecks und unbefugtem Zugriff zu reduzieren. Unter diesen Umständen führt ein einziger Verstoß nicht nur zu Geldstrafen, sondern kann die Reputation und den Markenwert langfristig schädigen. Gleichzeitig gilt es, die Grenzen von KI auszuloten, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

Private AI überwindet das Datenschutzdilemma

Hier hat sich Private AI als entscheidendes Framework für moderne Unternehmen herauskristallisiert. Dahinter verbirgt sich ein strategischer Ansatz, der festlegt, wie Unternehmen KI-Systeme entwickeln, betreiben und verwalten. Private AI stellt sicher, dass die Input- und Output-Daten von Modellen niemals die Unternehmensumgebung verlassen. Sämtliche Informationen verbleiben innerhalb der eigenen Infrastruktur. So können Unternehmen das „Datenschutzdilemma“ überwinden. Private AI widerlegt die Annahme, dass Unternehmen sich zwischen der Nutzung von Daten für Innovationen und deren Sperrung für KI aus Compliance-Gründen entscheiden müssen.

Eine effektive, private KI erfordert jedoch absolute Sichtbarkeit der Daten. Laut dem Metadatenmanagement-Bericht von Gartner geben fast 60 Prozent der Unternehmen zu, dass sie nicht wissen, wo sich ihre kritischen Daten befinden. Und was man nicht sehen kann, kann man auch nicht kontrollieren. Um dem entgegenzuwirken, nutzen erfolgreiche Unternehmen heute einheitliche Datenplattformen wie die von Cloudera, die eine lückenlose Data-Lineage bieten. Sie verfolgen genau, woher die Daten stammen, wie sie transformiert wurden und wer darauf zugegriffen hat. 

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Fazit

Da generative KI-Agenten zunehmend zu einem festen Bestandteil in Arbeitsabläufen werden, muss eine sorgfältige Prüfung der Daten erfolgen, mit denen sie gefüttert werden. Die wertvollsten Daten für die Feinabstimmung der KI – Support-Transkripte und Transaktionshistorien – gehören häufig auch zu den sensibelsten Informationen. So kann Datenschutz und -Sicherheit zum entscheidender Werttreiber werden. In einer Zeit verschärfter Regulierung und wachsender geopolitischer Unsicherheit werden diejenigen Unternehmen erfolgreich sein, die proaktive Schutzmaßnahmen umsetzen und gewährleisten, dass ihre KI privat, kontrolliert und von Grund auf sicher ist.

Mateo-Sidron

Francisco

Mateo-Sidrón

Senior Vice President (SVP) und Head of EMEA

Cloudera

Seit 2024 ist er SVP & Head of EMEA bei Cloudera. Er verfügt über 25 Jahre Erfahrung in Vertriebs- und Führungspositionen im Bereich Cloud-Softwareanwendungen. Seine internationale Erfahrung erstreckt sich über EMEA, Lateinamerika und die USA und verschafft ihm eine globale Perspektive, um auf die Dynamik lokaler Märkte einzugehen.
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