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Schleswig-Holsteiner haben durch kriminelle Finanzgeschäfte im Internet im vergangenen Jahr mindestens mehrere Millionen Euro verloren. «Bei dem Kriminalitätsphänomen des Betruges durch Geldanlagen auf Onlineplattformen gibt es leider immer noch zu viele Fälle mit sehr großen Schadenssummen zum Nachteil Geschädigter in Schleswig-Holstein», sagt der zuständige Dezernatsleiter des Landeskriminalamts (LKA), Volker Willert, am Freitag in Kiel.

Allein 2020 ermittelten Beamte im Norden in 35 Fällen. In 17 dieser Fälle betrug der Schaden mindestens 100 000 Euro. Einzelne haben bis zu 300 000 Euro verloren.

Beim sogenannten Cybertrading agieren die Täter laut LKA häufig arbeitsteilig aus dem nichteuropäischen Ausland und locken ihre Opfer auf hochprofessionell gestalteten Internetseiten mit vielversprechenden Geldanlagen. Ersteinlagen betragen um die 250 Euro. In der Folge spielen die Täter steigende Aktienkurse oder Kapitalanlagenzuwächse auf virtuellen Konten vor, um die Anleger zu höheren Geldanlagen zu verleiten. Selbst bei Verdacht der Opfer versuchen die Täter mit Tricks an weitere Mittel zur Rettung zumindest eines Teils des vorher angelegten Geldes zu gelangen.

Nach Einschätzung der Ermittler werden nur bis zu zehn Prozent der Fälle Polizei oder Justiz bekannt. Häufig aus Scham zeigten viele Opfer die Taten nicht an. Die meisten Geschädigten sind älter als 60 Jahre. «In Fällen, in denen der Verdacht besteht, dass man offensichtlich Kriminellen auf den Leim gegangen ist, sollte sofort Kontakt mit der Polizei und dem eigenen Kreditinstitut aufgenommen werden, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, das eingezahlte Geld zurückzuerhalten», riet Willert.

dpa


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