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3D

Zu den faszinierendsten Technologien des 21. Jahrhunderts gehört mit Sicherheit der 3D Druck. In nahezu jedem Industriezweig hat er Arbeitsabläufe teilweise erheblich vereinfacht und so dazu beigetragen, dass Unternehmen Zeit und Kosten sparen. Die Fertigungsmethode wird sogar in Bereichen eingesetzt, von denen man es zunächst nicht vermutet.

Brücke aus Stahl

Dass der dreidimensionale Druck bevorzugt für die Herstellung von Prototypen genutzt wird, liegt auf der Hand. Schließlich ermöglicht es das Verfahren, schnell und verhältnismäßig kostengünstig beliebige Gegenstände zu fertigen. Die Vorgehensweise, Schicht um Schicht ein Objekt entstehen zu lassen, lässt sich aber auch in vielen anderen Bereichen nutzen. So hat etwa die Baubranche den 3D Druck für sich entdeckt. Mittlerweile gibt es einige Häuser und Brücken in aller Welt, die mit den Prinzipien des dreidimensionalen Drucks errichtet wurden. In Amsterdam wird eine Gracht sogar von einer Brücke aus Stahl überspannt, die von vier Robotern ausgedruckt wurde. Die Arbeiten sollten eigentlich am finalen Standort durchgeführt werden, fanden letztlich aber in einer Lagerhalle statt. Dort waren die Maschinen sechs Monate lang damit beschäftigt, die 12,5 Meter lange und 4,5 Tonnen schwere Brücke zu fertigen. Danach wurde das ungewöhnliche Bauwerk an seinen Bestimmungsort transportiert.

Autoprojekt liegt auf Eis

Auch Autos aus dem 3D Drucker sind längst keine Utopie mehr – auch wenn es noch lange dauern wird, bis derartige Modelle serienmäßig zu kaufen sind. Die Firma LSEV hatte eigentlich geplant, im Jahr 2020 das Elektroauto Yoyo auf den Markt zu bringen, das mehrheitlich gedruckt ist. Allerdings scheiterte eine Kickstarter-Kampagne, mit der das Unternehmen eine halbe Million Euro einnehmen wollte, deutlich. So kam lediglich ein Fünftel der Summe zusammen. Seitdem liegt das Projekt auf Eis, und es ist unklar, wie es mit dem Yoyo weitergehen wird.

Grenzenlose Gestaltungsmöglichkeiten

Im Hausgebrauch lässt ein 3D Drucker die Fantasie seines Besitzers sprießen. Das Gerät lässt sich etwa dafür nutzen, individuelle Schlüsselanhänger, Handyhüllen oder Flaschenöffner herzustellen. Selbst komplexere Projekte wie eine Computertastatur nach den eigenen Vorstellungen sind möglich. Weil der verwendete Kunststoff in zahlreichen Farben erhältlich ist, sind auch in dieser Hinsicht der Gestaltung keine Grenzen gesetzt. Zudem können mit geschickten Designs LED-Lampen eingebaut werden. Die Kontrolle des 3D Druckers übernimmt übrigens der Computer, der dafür eine CAD-Datei mit dem Bauplan des Objekts benötigt. 

3D Druck und andere Methoden

Sollte die Peripherie nicht vorhanden sein, um dreidimensionale Drucke anzufertigen, dann nehmen 3D Druck Dienstleister Aufträge in beliebigen Mengen entgegen. Die Dienstleister verwenden nicht nur Kunststoff für die Herstellung der gewünschten Objekte, sondern auch andere Materialien wie Aluminium oder Edelstahl. Viele davon betreiben Standorte für 3D Druck in Wien und vielen anderen Städten in Österreich und Deutschland. Zudem verfügen die meisten Firmen über ein breites Netzwerk an Kollaborationspartnern und sind daher in der Lage, auch andere Fertigungsarten wie Spritzguss oder Blechbearbeitung einzusetzen.

 


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