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Deutsche Finanz-Start-ups haben zum Jahresauftakt eine Rekordsumme von Investoren eingesammelt. Das ergibt eine Studie von Barkow Consulting. Demnach erhielten die sogenannten Fintechs im ersten Quartal dieses Jahres 686 Mio. Euro, was doppelt so viel ist wie im ersten Quartal 2018 mit 325 Mio. Euro.

"Das ist ein Fall dafür, was die digitale Entwicklung mit einer Industrie macht", kommentiert Start-up-Experte Johannes Ellenberg die Situation im Gespräch mit pressetext. Ellenberg zufolge wird man bei klassischen Banken vor Ort beraten, Fintechs hingegen schalten die Mittelsmänner aus. "Es ist nicht mehr nötig, zur Bank zu gehen, denn jeder von uns hat sie heute in der Tasche."

Konkurrenz zu Banken

Laut Barkow-Consulting-Chef Peter Barkow liegt die Investitionssumme des ersten Quartals 2019 über der Hälfte der Anlagen aus dem gesamten Jahr 2018. Das vierte Quartal 2018 war der bisherige Rekordzeitraum für Investitionen, wurde im ersten Quartal 2019 aber um rund 77 Prozent übertroffen. Fintechs bieten verschiedene Services an, unter anderem Banking, Zinsvergleiche oder Autoversicherungen per Smartphone.

Sie stehen teilweise in Konkurrenz zu Banken, machen aber auch Kooperationen mit ihnen. Ein großer und erfolgreicher Player ist die Online-Bank N26, die im Januar 260 Mio. Euro generierte. Damit wurde sie zum wertvollsten Finanz-Start-up in Europa. Auch in die Online-Autoversicherung FRIDAY, die Sparplattform Raisin und den Versicherungsberater wefox wurden Summen ab 100 Mio. Euro investiert.

Laut Ellenberg sind klassische Banken ein perfektes Angriffsziel für digitale Player. Deswegen stehe die Finanzwirtschaft mittlerweile in einem Überlebenskampf. In Finanz-Start-ups investieren unterschiedliche Marktteilnehmer, die sich ausbreiten wollen. Auch klassische Banken investieren in Fintechs, um mithalten zu können.

Luft nach oben durch Blockchain

Für Ellenberg braucht jedes Portfolio von größeren Fonds eine Investition in Fintechs. Hier sei aber Vorsicht geboten, es müsse diversifiziert werden. Dieser Boom werde früher oder später in einer Konsolidierung enden, dann würden große Player wie die Deutsche Bank übernehmen. Aber momentan stehen noch große Entwicklungen bevor, vor allem durch Blockchain. "Diese Technologie steckt noch in den Kinderschuhen, da passiert noch wirklich viel", so Ellenberg.

www.pressetext.com


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