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ASIMO

Quelle: DenisKlimov / Shutterstock.com

Der japanische Autobauer Honda stellt die Entwicklung seines humanoiden Roboters "ASIMO" ein. Damit endet eine Ära, war ASIMO doch seit 2000 ein Paradebeispiel für die Entwicklung menschenähnlicher, gehender Roboter. Doch zur kommerziellen Vermarktung ist es nie gekommen.

Technologien aus dem Roboter sollen aber in andere Produkte einfließen, darunter selbstfahrende Autos und Geräte zur Unterstützung von Physiotherapie.

Forschungs-Paradegerät

Bereits als ASIMO im November 2000 erstmals präsentiert wurde, war der Honda-Roboter ein Paradebeispiel der Entwicklung im Bereich Robotik. Denn wie kein Gerät zuvor war er zu einem menschenähnlichen zweibeinigen Gang in der Lage. Wenngleich ASIMO immer wieder mit Fortschritten, beispielsweise auch im Bereich Stimmerkennung, aufhorchen ließ, blieb das Gehen seine Paradedisziplin. Die aktuelle und somit letzte Version des 130 Zentimeter hohen und 48 Kilogramm schweren Roboters hält ihre Balance dabei dank verschiedener Sensoren, die die Umgebung analysieren.

Diese Technologien haben bereits in Form von Assistenzsystemen ihren Weg in Honda-Fahrzeuge gefunden. So hat das Unternehmen 2017 mit "Moto Riding Assist" ein auf ASIMO-Technologien basierendes System vorgestellt, das bei Motorrädern sichere Balance und damit ein umkippfreies Fahren garantiert. Der humanoide Roboter selbst aber wurde nie zum kommerziellen Produkt. Ein Verkaufserfolg sei weiterhin nicht in Sicht, daher werde die Entwicklung eingestellt, berichtet "Nikkei". Nun wird ein Teil der ASIMO-Ingenieure sein Wissen um Sensorsysteme und Künstliche Intelligenz einsetzen, um für Honda auch Selbstfahr-Technologien zu entwickeln.

Roboter-Gehtechniken

Ein anderer Bereich, in dem ASIMO indirekt fortleben soll, ist die Physiotherapie. Denn Honda entwickelt ein Gerät, das die Roboter-Gehtechniken zur Unterstützung von Patienten nutzt. Die Idee ist, die Beine von betagten oder behinderten Personen mit motorisierter Hilfe so zu bewegen, dass sie sich effizient vom Boden abstoßen. Das Unternehmen bemüht sich bereits rund um die Welt, Genehmigungen für das Therapiegerät zu erhalten.

Auch in diversen anderen Bereichen könnten letztlich Erkenntnisse aus der Arbeit an ASIMO einfließen. Denn das Kern-Entwickler-Team ist im 2017 gegründeten R&D Center X aufgegangen, das sich unter anderem mit Robotik, Mobilitätslösungen und Energiesystemen befasst.

www.pressetext.com
 

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