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Brille

Studien zufolge leiden mehr und mehr Menschen unter Kurzsichtigkeit. Eine aktuelle Studie der Universität New South Wales in Australien beispielsweise liefert eine besorgniserregende Prognose: Bis 2050 soll die halbe Menschheit unter Kurzsichtigkeit leiden.

Laut Ergebnis der Studie werden die Betroffenen dabei immer jünger – oft sind schon Kinder von der Sehschwäche betroffen. Woran kann das liegen? Spielt unsere zunehmend digitalisierte Welt mit Smartphone, Tablet und Computer dabei eine Rolle?

Viele Studien verweisen darauf, dass neben genetischen Veranlagungen unter anderem die zunehmende Nutzung von Tablet, Smartphone und PCs durch die fortschreitende Digitalisierung ein Grund für die ansteigende Anzahl kurzsichtiger Menschen sein kann. Bei Kurzsichtigkeit (Myopie) können unsere Augen in der Ferne schlecht und in der Nähe gut sehen.

Digitalisierung: Kurzsichtigkeit durch Smartphones?

Die Vermutung, dass die Digitalisierung ein begünstigender Faktor für Kurzsichtigkeit ist, liegt also nahe: Wir verbringen weniger Zeit draußen bei hellem Tageslicht, üben stattdessen verstärkt Aktivitäten im sogenannten Nahsehmodus. Das Anschauen von digitalen Bildschirmen wie beispielsweise Tablet oder Smartphone hat in den letzten Jahren zugenommen. „Durch ständiges Sehen im Nahbereich, zum Beispiel durch das Schauen auf das Handy, passt sich das Auge an diese Sehsituation an und der Augapfel wächst in die Länge“, sagt Privatdozent Toam Katz M.D., Medizinischer Leiter bei CARE Vision. „So kann Kurzsichtigkeit entstehen. Die Augen passen sich dann an die geringe Entfernung an. Es wird schwerer, auch in der Ferne scharf zu sehen und man wird „kurzsichtig“ im wahrsten Sinne des Wortes.“ Frau Jungen war wegen ihrer starken Myopie in Behandlung bei CARE Vision und sagt zum Thema Smartphone-Nutzung: „Wenn ich überlege, wie oft ich tagtäglich mein Handy zur Hand nehme, darauf Texte lese, Videos schaue oder Nachrichten verschicke, wundert es mich eigentlich nicht, dass meine Augen mit diesem Fortschritt kaum mithalten konnten.“

Eine bestehende Kurzsichtigkeit ist im klassischen Sinne nicht heilbar. Sie kann nur korrigiert werden – mit einer Brille, Kontaktlinsen oder durch einen refraktiv-chirurgischen Eingriff, sprich einer Augenlaserbehandlung oder bei extrem starker Kurzsichtigkeit mit einer Linsenimplantation. Es gibt allerdings auch gute Nachrichten: Denn wie es Studien gibt, die eine extreme Ansteigung der Fehlsichtigkeit vorhersagen, so gibt es auch Indizien, die dagegensprechen: „Im Unternehmensverbund CARE Vision/Clinica Baviera haben wir in über 25 Jahren mehr als 1.000.000 Augen behandelt. Betrachtet man nun beispielsweise die Daten von 2015 bis heute, hat sich an der Verteilung der Fehlsichtigkeiten kaum etwas geändert“, erläutert Katz. „Die Myopien sind nicht häufiger und stärker geworden“.

Smartphone, Tablet und Co. sind also als neue Verursacher von Kurzsichtigkeit nicht auszuschließen. Die Häufigkeit der Fehlsichtigkeit an sich nimmt aber nicht zu. Das scheint nur logisch, denn unsere Gesellschaft befindet sich im ständigen Wandel – nicht nur durch Faktoren wie die Digitaliserung. Mit jeder Veränderung der Lebensumstände und -gewohnheiten verändert sich auch die Gesundheit im Allgemeinen und der Mensch und sein Körper passen sich den Gegebenheiten seit jeher an.

Wie kann man vorbeugen?

Um dem vorzubeugen ist vor allem die zeitweise Unterbrechung bei der Nutzung von Smartphones oder Computern besonders im Alter unter 18 Jahren wichtig: Ein regelmäßiger Blick aus dem Fenster oder zu einem anderen weiter entfernten Punkt beugt der Kurzsichtigkeit vor. So erfahren die Augen abwechslungsreiche Entfernungen und unterschiedliche Lichtbedingungen. So einfach wie effektiv sind auch regelmäßige Pausen vom Display und mehr Zeit an der frischen Luft.

www.care-vision.de
 

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