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Das Web-Hosting-Unternehmen DreamHost hatte am Donnerstag der letzten Woche mit einer groß angelegten DDoS-Attacke zu kämpfen. Sie führte dazu, dass praktisch alle der von DreamHost angebotenen Dienste lahm gelegt wurden.

Der Angriff begann gegen 09:20 PDT (Pacific Daylight Time) und breitete sich mit immenser Geschwindigkeit in den Systemen des Unternehmens aus – insbesondere waren die DNS-Server betroffen. Die Statusseite von Dreamhost vermeldet ernsthafte Unterbrechungen in den Bereichen Hosting, Webmail und den Virtual Private Servern sowie Leistungseinbußen bei der E-Mail-Übermittlung.

Auch die Spezialisten von Corero Network Security haben den Angriff beobachtet. Dazu ein Kommentar von Marcel Leitel, Security Sales Engineer bei Corero:

„Es gibt zahllose Gründe, warum Hosting Provider einen automatisierten Schutz vor DDoS-Angriffen implementieren sollten. Die hinter DDoS-Attacken liegenden Motive sind vielfältig, die Folgen weitreichend. Und Provider sind ein besonders lohnendes Ziel für Angreifer aufgrund ihrer vielen Kunden und der aggregierten Internetbandbreite, die sie zwangsläufig nutzen. SLAs liegen dem Geschäftsmodell zugrunde und sorgen dafür, dass es floriert. DDoS bedroht die dazu notwendige Verfügbarkeit der Dienste in ganz unterschiedlichem Ausmaß. Als Folge der jüngsten Attacke gegen DreamHost mussten die Kunden Ausfallzeiten von mehreren Stunden in dem meisten Bereichen und zusätzliche Leistungseinbußen in Kauf nehmen.

Solche Angriffe betreffen aber natürlich nicht nur den Provider selbst. Sie können bei Kunden regelrechte Kollateralschäden verursachen. Es reicht unter Umständen schon, wenn nur ein einziger Kunde wie beispielsweise ein Online-Spieleunternehmen oder eine renommierte politische Institution betroffen ist. Sie werden sozusagen Opfer eines „Second Hand“-Schadens aufgrund der gemeinsam genutzten Hosting-Infrastruktur mit dem ursprünglichen Opfer. 

Man braucht nicht viel Fantasie um sich die verheerenden Folgen für beide, Provider und Kunden, auszumalen.“ 

www.corero.com
 

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