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Viele Web-Nutzer können sich mit Grafiken deutlich leichter orientieren. Grafiken haben auf Twitter eine besondere Wirkung. Das zeigt nicht zuletzt eine aktuelle Studie über grafische Anhänge wissenschaftlicher Arbeiten auf der Kurznachrichtenplattform. 

Forscher, die auf Twitter einen grafischen Abriss ihrer Studie posten, können dadurch die Zahl der Leser ihrer Arbeiten beinahe verdreifachen. Insgesamt wurden Tweets mit einem visuellen Abstract mehr als achtmal so häufig geteilt, wie Experten der University of Michigan ermittelt haben.

Tests mit 44 Expertenarbeiten

Für ihre Studie haben die Forscher 44 wichtige Arbeiten ausgewählt, die sie auf Twitter jeweils sowohl mit als auch ohne visuellen Abriss als Anhang des Tweets teilten. Eine Hälfte der Arbeiten wurde zuerst ohne grafischen Tweet versehen. Danach wurden sie mit einem grafischen Tweet ausgestattet. Bei der anderen Hälfte gingen die Forscher umgekehrt vor. Ergebnis: 2,7 Mal so viele Menschen klickten auf den Link der grafischen Kurzbeschreibung, um die gesamte Arbeit zu lesen. Achtmal so viele Menschen teilten den grafischen Tweet.

"Zuerst waren die Leute sehr besorgt darüber, dass die visuelle Kurzabhandlung eine sehr oberflächliche Methode ist, Menschen zum Klicken und Teilen zu bringen", erklärt Studienleiter Andrew Ibrahim. Aber die Tatsache, dass User fast dreimal so häufig die gesamte Studie, die mit einem grafischen Abriss versehen ist, lesen, habe die Skeptiker eines Besseren belehrt.

Kein Ersatz für komplette Studie

Der visuelle Abriss kann eine Forschungsarbeit jedoch keineswegs ersetzen. Sie hat die Funktion eines "Movie Trailers", heißt es. Grafiken gäben Wissenschaftlern leichter Orientierung, ob nun eine Studie für sie relevant sei oder eben nicht. Schon jetzt haben die Ergebnisse der Studie dazu geführt, dass die Forscher ihre visuellen Kurzabhandlungen in Präsentationen im Web oder auf anderen sozialen Medien wiederverwenden.

pte

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