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KugeldrohneDer japanische Mobilfunkanbieter Docomo hat eine unbemannte, kugelförmige Drohne entwickelt. Das Gerät spielt über einen allumfassenden sphärischen Bildschirm aus aneinandergereihten, gebogenen LED-Screens während des Fluges Bilder und Videoclips ab. 

Damit beim Betrachter die Illusion entsteht, auf eine einzige kugelrunde Bildschirmfläche zu schauen, auf der das angezeigte Bild stillsteht, rotiert ein innerer Rahmen aus LEDs permanent in horizontaler Richtung um die äußere Konstruktion.

"Das Ausstatten einer Drohne mit einem sphärischen Display ist bislang aufgrund verschiedener Probleme und Herausforderungen nicht möglich gewesen", stellt Docomo klar. Oft seien entsprechende Versuche etwa an einer mangelhaften Konstruktion gescheitert. So konnte es beispielsweise zu Störungen der LED-Bildschirmflächen durch die Luftströme der verbauten Drohen-Propeller kommen. Auch das zusätzliche Gewicht der Bildschirme sei manchmal ein Problem gewesen. "Unsere Lösung setzt auf ein größtenteils hohles Display, das nur äußerst wenig wiegt und es der Luft erlaubt, ganz leicht hindurchzuströmen", erklärt der Hersteller.

Den Japanern geht es mit ihrem Drohnenprojekt anscheinend um mehr als eine bloße Machbarkeitsstudie: "Wir wollen neue Wege eröffnen, wie sich die Mobilität in der Luft mit jener der neuen Kommunikationstechnologien verschmelzen lässt, um innovative Konzepte für die verschiedensten Anwendungsbereiche zu erschaffen", betont Docomo. Die neue "Kugeldrohne" sei enorm wendig und könne deshalb beinahe überall eingesetzt werden. "Zum Beispiel bei Veranstaltungen in Konzertsälen oder großen Freiluftarenen, wo sie als Teil der Bühnenshow herumfliegt oder Werbebotschaften und aktuelle Event-Infos verbreitet", heißt es.

Ausgeklügelte Konstruktion

Die Konstruktion der Drohne besteht aus einem äußeren kugelförmigen Rahmen und einem inneren LED-Rahmen, der sich aus insgesamt acht gebogenen Bildschirmteilen zusammensetzt. Im Inneren ist eine Drohne verbaut, deren Propeller sich in einem sicheren Abstand zur Rahmenkonstruktion bewegen. "Während des Fluges dreht sich der LED-Rahmen schnell in horizontaler Richtung. Dadurch entsteht ein Afterimage-Effekt, der den Eindruck erweckt, eine einzige Kugel aus einem bewegungslosen Bildschirm vor sich zu haben."

Der maximale Durchmesser der Kugeldrohne, die erstmals am 29. April auf der "Niconico Chokaigi Conference" öffentlich demonstriert werden soll, beträgt rund 88 Zentimeter. Der produzierte Prototyp wiegt gerade einmal 3,4 Kilogramm. Die Bildschirmgröße wird vom Hersteller mit 144 Pixeln in der Höhe und 136 Pixeln in der Breite angegeben. "Wir wollen mit der Kommerzialisierung dieser kugelförmigen Drohne spätestens bis Ende März 2019 starten", lässt Docomo zu seinen Zukunftsplänen wissen.

pte

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