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Simsen am Steuer gilt als gefährliche Ablenkung. Forscher der Texas A&M University haben nun untersucht, ob immer bessere Spracheingabe und Displays wie Google Glass, die den Blick wenigstens nicht völlig von der Straße lenken, das ändern. 

Tatsächlich scheint demnach das Risiko zu sinken - eine grundsätzlich schlechte Idee bleibt Simsen während der Fahrt aber trotzdem.

Ablenkung bleibt Ablenkung

Simsen und andere Formen der Handy-Nutzung zählen zu den heute gängigsten Formen der Ablenkung am Steuer. "Unabhängig von Eingabe- und Ausgabemethode ist es unsicher, solche Sekundäraufgaben während des Fahrens in Umgebungen auszuführen, in denen die Belastung durch das Fahren ohnehin hoch ist", betont nun Kathryn Tippey, die an der Studie als Texas-A&M-Doktorandin beteiligt war und mittlerweile am Vanderbilt University Medical Center tätig ist. Selbst mit Spracheingabe und Google Glass wäre das Schreiben von SMS im Berufsverkehr also ein unnötiges Risiko.

Allerdings bieten die neuen Technologien doch messbare Vorteile, so die in "Human Factors" erschienene Studie. Die Simulator-Tests mit 24 Probanden haben gezeigt, dass Nutzung von Spracheingabe statt Handy-Tastatur die Reaktionszeit der Lenker verbessert. Die Datenbrille Google Glass wiederum sorgt dafür, dass die Augen weitgehend auf der Straße bleiben - der Blick auf dieses Display ist nicht annähernd so störend wie der auf das des Smartphones. In vielen Fällen sei die Leistung von Fahrer, die unter Nutzung beider Technologien eine SMS eintippen, nur unwesentlich schlechter als jene von Fahrern, die auf Ablenkungen verzichten.

Design und Reglementierung

Für Tippey und Kollegen ist also klar, dass Spracheingabe und Google Glass Simsen am Steuer "weniger unsicher" machen - aber eben nicht sicher. Die Forscher gehen davon aus, dass ihre Ergebnisse Entwicklern helfen könnten, Designs zu verbessern. Für Gesetzgeber wiederum könnten sie eine Entscheidungshilfe bei der Reglementierung der neuen Technologien und deren Nutzung im Verkehr darstellen.

pte

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