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Facebook mag betonen, dass es kein Medien-Unternehmen sei - doch Nutzern ist das oft nicht klar. Denn jeder zehnte US-Amerikaner hält Facebook auch für die Quelle von News-Links, die er dort findet. Das hat eine Umfrage des Pew Research Center ergeben. 

Gerade junge Nutzer kommen demnach bevorzugt über soziale Medien an News. Unerfreulich für tatsächliche Medien ist auch, dass diese User meist nicht einmal glauben, sich überhaupt an die Quelle eine Nachricht erinnern zu können.

Soziale Nachrichten

Soziale Medien sind für die Verbreitung von News enorm wichtig, wie die in Zusammenarbeit mit der Knight Foundation http://knightfoundation.org durchgeführte Studie belegt. Zwar beziehen User demnach in 36 Prozent der Fälle ihre Nachrichten von Webseiten oder der App eines Mediums, womit diese soziale Medien (35 Prozent) noch knapp ausstechen. Zu verdanken ist das jedoch allein der Generation 50 plus. Denn die 30- bis 49-jährigen US-Nutzer kommen bereits in 42 Prozent der Fälle über Facebook und Co an ihre Online-Nachrichten, die 18- bis 29-Jährigen fast die Hälfte der Zeit.

Dementsprechend schwer fällt es den Nutzern, sich daran zu erinnern, woher die News tatsächlich stammen. Obwohl Facebook keinerlei redaktionelle Inhalte anbietet, haben zehn Prozent der Befragten das soziale Netzwerk selbst als Quelle besuchter Links identifiziert. Es wurde damit fast so oft wie "CNN" und "Fox News" genannt, also fälschlich als einer der wichtigsten Nachrichten-Produzenten gesehen. Dabei meinen sich Nutzer ohnehin nur in 56 Prozent der Fälle zu erinnern, woher News stammen. Die 18- bis 29-Jährigen haben sogar in mehr als der Hälfte der Fälle keine Ahnung.

Schwierige News-Situation

Für Medienunternehmen, die auch von Markenbewusstsein leben, werfen die Ergebnisse die Frage auf, wie gut sich soziale Medien als Nachrichten-Vertriebskanal machen. Denn wenn sich Nutzer oft nicht oder nur falsch erinnern, woher sie eine tolle Story hatten, bringt das dem Quellmedium wenig. Zugleich ist die Tatsache, dass so viele User Facebook selbst für einen Nachrichtendienst halten, ein weiteres Indiz dafür, dass das soziale Netzwerk wohl mehr Verantwortung im Kampf gegen die Verbreitung "alternativer Fakten" und anderer Fake News übernehmen sollte. Gerade Propagandisten dürfte egal sein, ob Menschen wissen, wer wirklich hinter ihren Lügen steckt.

pte

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