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Gefährliche Computerschädlinge wie Uroburos, Spionageprogramme auf Android-Smartphones und eine stetig steigende Anzahl von Schaddateien, die mobile Geräte angreifen - das Jahr 2014 war geprägt von Cyberspionage, Hackerangriffen und eCrime-Kampagnen. 

Erstmalig wurde die Marke von 3,5 Millionen neuen Computerschädlingen übertroffen. Dieser Trend wird sich nach Ansicht der G DATA Sicherheitsexperten auch 2015 fortsetzen. Erwartet wird außerdem ein Anstieg von Multi-Target Malware, die sowohl Mobilgeräte als auch Desktop-PCs ins Fadenkreuz nimmt. Ein weiteres Hoch wird es bei Banking-Trojanern geben, auf die Cyberkriminelle weiterhin bei Online-Banking-Betrug setzen. Gadgets der „Quantified Self“-Bewegung sieht G DATA aus Datenschutzgründen kritisch. Die Bochumer Sicherheitsexperten geben sechs Prognosen für das nächste Jahr ab.

„Bewährte eCrime-Maschen wie manipulierte E-Mails oder das Ausnutzen von Sicherheitslücken werden sich auch 2015 wieder großer Beliebtheit bei Cyberkriminellen erfreuen. Banking-Trojaner haben 2014 bereits ein Allzeithoch erreicht und werden auch im kommenden Jahr weiter steigen“, erklärt Ralf Benzmüller, Leiter der G DATA SecurityLabs. „Malware, die sowohl Mobilgeräte als auch Desktop-PCs attackieren, wird deutlich präsenter.“

Anzahl von Android-Schadcode wächst

Über eine Milliarde Android-Smartphones werden laut einer Marktstudie von IDC im Jahr 2014 verkauft. Im zweiten Quartal waren 84,7 Prozent aller weltweit verkauften Smartphones mit dem Betriebssystem Android ausgestattet. Das wissen auch Schadcode-Entwickler, die in dieser Sparte kontinuierlich an neuen Malwaretypen arbeitet. Allein im ersten Halbjahr zählten die Sicherheitsexperten bei G DATA 751.136 neue Android-Schaddateien. Für das Gesamtjahr 2014 rechnen die Analysten sogar mit 1,2 Millionen neuen Malware-Samples. Der G DATA Mobile Malware Report für das erste Halbjahr 2014 ist online erhältlich unter: www.gdata.de/rdk/dl-de-mmwr_2014_01

Sechs IT-Sicherheits-Prognosen für 2015

„Quantified Self“-Daten sind nur unzureichend geschützt

Das Aufzeichnen, Analysieren und Auswerten von personenbezogenen Daten nimmt immer mehr zu. Auch Versicherungen setzen auf diesen Trend, um über gesundheitliche Daten den Versicherungstarif berechnen zu können. Es ist zu befürchten, dass der Datendiebstahl in diesem Bereich zunehmen wird.

Multi-Target-Malware: Türöffner zu Unternehmensrechnern

Im kommenden Jahr könnte sogenannte Multi-Target-Malware, d.h. Malware die sowohl auf PCs als auch auf Smartphones einsetzbar ist, Cyberkriminellen häufiger die Tür zu Firmennetzwerken öffnen. Cross-Plattform-Infektionen zwischen Mobilgeräten und PCs werden nach Einschätzung von G DATA im kommenden Jahr deutlich zunehmen.

Mehr Mobilgeräte mit vorinstallierter Spyware

Mit dem Star N9500 analysierte G DATA in diesem Jahr ein Smartphone, das bereits von Werk aus mit einem Spionageprogramm ausgestattet war. Nach Ansicht der G DATA Experten wird es in Zukunft weitere Fälle geben. Bei diesem Konzept zahlen Nutzer den günstigen Gerätepreis ungewollt mit ihren persönlichen Daten.

Neuer Rekord bei Banking-Trojanern

Banking-Trojaner sind ein sehr lukratives Geschäft für Cyberkriminelle. Mehrfaktor-Authentisierung und moderne Chip-Technologien sind bei Banken noch immer eine Ausnahme - das ruft Angreifer auf den Plan.

Adware bleibt weiter auf dem Vormarsch

Viel Geld mit wenig Aufwand: Mit der Anzeige unerwünschter Werbung machen Online-Kriminelle ihr Geschäft. Dieser Bereich hat sich bei Angreifern etabliert. So rechnen die G DATA SecurityLabs im Jahr 2015 mit einem weiteren Anstieg dieser aufgezwungenen Einblendungen.

Spionageprogramme nehmen zu

Jüngst wurde Regin, eine neue Spionagewaffe, enttarnt. Regin wurde für gezielte Angriffe gegen High-Potential-Netzwerke wie staatliche Einrichtungen oder Großunternehmen genutzt. Es ist zu erwarten, dass in Zukunft weitere hochkomplexe Spionageprogramme enttarnt werden.

www.gdata.de

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