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Datenschutz

Hassbotschaften, Drohungen, intime Daten kursieren ungefiltert und ungeschützt im Netz: Hierbei kann jede Person ungewollt zum Opfer werden. Welche Vorkehrungen helfen, um sich vor einem Missbrauch eigener Daten zu schützen und was zu tun ist, wenn es dennoch passiert – darum dreht sich der diesjährige Safer Internet Day der Europäischen Union.

„Jeder Nutzer sollte sich unbehelligt online bewegen können und sich nicht mit unliebsamen Infos über sich selbst auf Internetseiten, Suchmaschinen und in sozialen Netzwerken herumschlagen müssen“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Anlässlich des Schutztages rund ums Surfen im Netz gibt sie passende Tipps für mehr persönliche Sicherheit im Internet:

Nicht alles online stellen

Was einmal im Internet das Licht der Welt erblickt, bleibt dort meist dauerhaft und verschwindet nicht von selbst. Denn veröffentlichte Fotos, Videos und Texte können nicht nur betrachtet, sondern auch gespeichert, weitergeleitet oder unter anderem Namen und Titel wieder veröffentlicht oder Gegenstand eines Hackerangriffs werden.

So musste etwa Facebook Ende vergangenen Jahres einräumen, dass Programme für ihr soziales Netzwerk sich einen unbefugten Zugriff auf mehrere Millionen privater User-Fotos verschaffen konnten. Wer sich bei Online-Diensten anmeldet, sollte deshalb möglichst nicht alle abgefragten Daten preisgeben, insbesondere nicht sensible Daten wie Geburtsdatum oder Job.

Veröffentlichtes regelmäßig prüfen 

Persönliche Daten durch die Eingabe des eigenen Namens ab und an zu überprüfen, macht Sinn. Wer bei seiner Suche unliebsame Behauptungen auf anderen Internetseiten entdeckt, kann die Seitenbetreiber auffordern, diese Daten umgehend zu löschen. Diese müssen entfernt werden, falls das Interesse an einer Datenlöschung von Betroffenen höher zu bewerten ist als etwa das Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit.

In die Jahre Gekommenes löschen

Ein Mannschaftsfoto vom örtlichen Fußballverein aus dem Jahr 2006 – auch bei alten Veröffentlichungen ist die Frage angebracht, wie lange die Sichtbarkeit vergangener Anlässe und Ereignisse im Internet gerechtfertigt ist. Denn so bleiben persönliche Daten (Fotos, Namen und womöglich private Kontaktadresse) stets verfügbar. Wer Unseriöses im Sinn hat, kann online aufgespürte Persönlichkeitsdaten für eine anonyme und bloßstellende Veröffentlichung noch Jahre später nutzen.

Hass-Beiträge in sozialen Netzwerken melden

Wer in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, YouTube und Co. gemobbt oder mit Hassbotschaften verfolgt wird, sollte solche Beiträge den Betreibern des jeweiligen Netzwerkes melden. Diese müssen den „Shit“-Meldungen nachgehen und offensichtlich rechtswidrige Einträge grundsätzlich innerhalb von 24 Stunden entfernen.

Persönlichen Zugang sichern

Unerlässlich für den Schutz eigener Daten sind schwer zu knackende Passwörter. Wie jedes Türschloss seinen eigenen Schlüssel hat, so sollte auch jeder Zugang zu Internetdiensten über ein eigenes Passwort verfügen. Wem bei zu vielen Passwörtern der Kopf schwirrt, kann seine Zugang-Codes einem digitalen Passwort-Manager anvertrauen. Diese Programme speichern verschiedene Passworte. Vorteil: Nutzer müssen sich nur ein Haupt-Passwort merken.

Das ist sicherer, als bei allen Diensten dieselbe Zugangskennung zu verwenden. Je mehr Zeichen ein Passwort hat, desto sicherer ist es. Mindestens zehn Zeichen, Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen erhöhen den Schutz. Namen, Geburtsdaten, Telefonnummern oder gängige Begriffe sollten nicht benutzt werden.

Apps in Schranken weisen

Die nützlichen oder spielerischen Anwendungen auf Smartphones und Tablets möchten manchmal auf Dinge zugreifen, die deren Anbieter nichts angehen. So sollten Nutzer vor dem Start festlegen, ob eine App wirklich die gespeicherten Kontakte auslesen darf. Bei einer Taschenlampen-App etwa gibt’s dafür keinen Grund.

App-Entwickler könnten jedoch ein Programm mit entsprechendem Zugriff auf Kontaktdaten dazu nutzen, die gespeicherten Daten zu sammeln, diese zu verkaufen oder illegal zu veröffentlichen. Die Betriebssysteme iOS von Apple und Android (ab Version 6.0) bieten die Möglichkeit, Berechtigungen für jede App auch nach der Installation einzeln zu sperren.

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