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FirefoxModerne Browser haben viele praktische Funktionen, die das Leben für den Nutzer vereinfachen sollen. Dafür speichern sie allerdings allerhand Nutzerdaten – und das kann wiederum zu Datenschutzproblemen führen! So auch beim beliebten Browser Firefox, wie sich jetzt herausstellte. 

Die Chronik des Browsers kann nämlich nur über Umwege vollständig gelöscht werden, was zur Folge hat, dass Webseiten auf gespeicherte Daten weiterhin zugreifen können.

Firefox nutzt die Speichertechnologie IndexedDB, die im Gegensatz zu Cookies deutlich komplexere Informationen zu Webseiten speichern kann. Und hier liegt das erste Problem: Eigentlich sollte diese Technik vermutlich aktiv vom Nutzer in den Einstellungen aktiviert werden können. In der Realität sieht es jedoch anders aus, denn der Haken beim Feld „Standard verwenden“ lässt sich nicht einfach abwählen. So kommt IndexedDB automatisch zum Einsatz. Das zweite Problem besteht darin, dass sich die gespeicherten Daten nicht einfach über die Chronik löschen lassen. Nutzer müssen dafür einiges Wissen. heise online beschreibt drei Wege, die zum Ziel führen.

Der erste, sehr zeitaufwendige Weg besteht darin, sich die Seiteninformationen im Kontextmenü einer Webseite anzeigen zu lassen. Hier findet sich unter dem Reiter „Berechtigungen“ die Option „Offline-Speicher anlegen“ und darunter wiederum ein Menüpunkt, der die lokale Datenbank löscht. Dieses Spiel muss dann für jede einzelne Webseite wiederholt werden, denn es lassen sich immer nur die zur aktuell aufgerufenen Seite gehörenden Daten löschen. Die zweite Möglichkeit nutzt die Entwicklerwerkzeuge des Firefox. Hier kann man über den Menüpunkt „Storage“ die IndexedDB-Informationen ansehen und zurücksetzen. Zu guter Letzt können Dateien aber auch über den Datei-Manager gelöscht werden, da jede IndexedDB al SQLite-Datenbank gespeichert wird. Darüber hinaus sieht man so, welche Webseiten Informationen auf dem Rechner abgelegt haben.

Wer die IndexedDB-Datenbanken vermeiden will, kann in den privaten Modus des Browsers wechseln, denn dann verweigert dieser die Zusammenarbeit mit IndexedDB. Eine andere Möglichkeit ist, auf die Konfiguration des Firefox zuzugreifen und unter „about:config“ den Schlüssel „dom.indexedDB.enabled“ in „false“ abzuändern. Ansonsten bleibt der Umstieg auf einen anderen Browser, denn die machen zumindest an dieser Stelle weniger Fehler. Doch auch Mozilla entwickelt sich weiter und der Firefox 57 soll die Probleme mit IndexedDB beheben.

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