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Juilan Totzek-HallhuberVor kurzem wurde eine äußerst kritische Sicherheitslücke in der Säuberungssoftware CCleaner bekannt. Analysen zufolge verbarg sich der verschlüsselte Schadcode in der Initialisierungsroutine des CCleaners. Julian Totzek-Hallhuber, Solutions Architect bei Veracode, erklärt warum Drittanbieter-Code immer häufiger zum Einfallstor für Cyber-Kriminelle wird:

“Viele Cyberattacken verwenden Drittanbieter-Software um Unternehmen zu infiltrieren. Diese sind nur schwer als Malware zu identifizieren, da diese Anwendungen als vertrauenswürdig gelten und jegliche Netzwerkparameter, Next Generation Firewalls und Steuerelemente zu umgehen wissen. 90 Prozent dieser Drittanbieter-Codes entsprechen nicht den Sicherheitsstandards von Unternehmen, wie zum Beipiel dem OWASP Top 10-Standard. Softwarehersteller, die solchen Drittanbieter-Code nutzen, setzen ihre Kunden wissentlich der Gefahr aus, dass ihre Anwendung zur Verbreitung von Malware genutzt werden kann.

Während unklar ist, wie der schadhafte Code in CCleaner integriert wurde, ist es trotz allem essentiell, dass Softwareanbieter ihre Anwendungen kontinuierlich scannen, damit sie nicht als Einfallstor für Cyberkriminelle dienen. Wie Veracode in einer eigenen Analyse herausgefunden hat, ist Sicherheitssoftware am zweitanfälligsten – vermutlich, da sie typischerweise in C/C++ geschrieben wird und deshalb im Gegensatz zu moderneren Coding-Sprachen wie Java, C# oder Javascript kritische Sicherheitslücken wie Pufferüberläufe oder Ganzzahlüberläufe enthalten kann. Das haben im letzten Jahr mehrere Sicherheitslücken in Symantec-Produkten demonstriert.

Wenn Security-Software-Anbieter ihre Nutzer bitten, ihnen höhere Privileg-Level zur Analyse des Datenflusses zwischen Anwendungen anzuvertrauen, ist es entscheidend, dass der Fokus auf Sicherheit liegt und insbesondere Anwendungssicherheit an Bedeutung gewinnt.“

www.veracode.com

 


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