SAMS 2018
26.02.18 - 27.02.18
In Berlin, Maritim proArte

EuroCIS 2018
27.02.18 - 01.03.18
In Düsseldorf, Messe Halle 9 und 10

BIG DATA Marketing Day
27.02.18 - 27.02.18
In Wien

AUTOMATE IT 2018
01.03.18 - 01.03.18
In Hamburg, Schwanenwik 38

DIGITAL FUTUREcongress
01.03.18 - 01.03.18
In Frankfurt, Messe

Phishing ScamPhishing ist weiter auf dem Vormarsch: Die global tätige Anti-Phishing Working Group (APWG) hat für 2014 etwa 248.000 Phishing-Angriffe verzeichnet – ein neuer Rekordwert.

Im Zeitraum von Oktober 2014 bis März 2015 wurden zudem 21 Milliarden E-Mails identifiziert, die nicht, wie vorgetäuscht, von namhaften Firmen versendet wurden. Als Bollwerk gegen die Phishing-Flut hat sich der immer häufiger genutzte internationale Authentifizierungsstandard DMARC (Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance) etabliert. Die eco Kompetenzgruppe E-Mail im eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V. hat in ihrem aktuellen Gutachten die rechtlichen Bedenken aufgezeigt und gleichzeitig herausgearbeitet, wie der Anti-Phishing Standard unter Beachtung bestimmter Implementierungsvorgaben mit deutschem Recht vereinbar ist. Da die sogenannten Failure Reports eine Vielzahl personenbezogener Daten wie Kreditkartennummer, Adresse oder Geburtsdatum enthalten können, spricht das Gutachten hier von „erheblichen datenschutzrechtlichen Bedenken“. 

Wie DMARC mit deutschem Recht vereinbar ist

Das eco Gutachten zeigt laut André Görmer, einem der Leiter der eco Kompetenzgruppe E-Mail, auf, dass DMARC mit deutschem Recht vereinbar ist. Hierzu gilt es jedoch, einige Maßnahmen zu ergreifen. Um zu vermeiden, dass personenbezogene Daten des Empfängers einer betrügerischen Mail mit einem Failure Report an den Domaininhaber, wie beispielsweise Facebook, Paypal, oder den Internet Service Provider (ISP) weitergegeben werden, empfiehlt Görmer daher das sogenannte Redacting: „Durch dieses ‚Schwärzen‘ werden erfasste sensible Daten unkenntlich gemacht.“ Die Failure Reports beziehen sich auf E-Mails, die die DMARC-Prüfung nicht bestanden haben. Hierbei werden unter anderem die IP-Adresse, der Betreff der E-Mail, der E-Mail-Body und sowohl die Ausgangs- als auch die Empfänger-E-Mail-Adresse übermittelt. Neben den Failure Reports sieht DMARC auch Aggregated Reports vor, welche bei verifizierten E-Mails erstellt werden. „Die hier übermittelten Versand-IPs sind zwar auch personenbezogene Daten, können aber zur Erkennung und Eingrenzung von Spam und Phishing übermittelt werden. Wo immer möglich und zumutbar sollte hier jedoch eine Anonymisierung erfolgen“, betont Sven Krohlas, ebenfalls Leiter der eco Kompetenzgruppe E-Mail.

Ferner erinnern die E-Mail-Experten daran, auch ein Authentifizierungs- und Verifizierungssystem zu implementieren, das gewährleistet, dass der konkrete Reportempfänger tatsächlich befugt und gewillt ist, die Daten zu erhalten – so wie dies im DMARC-Standard vorgeschlagen wird. Ohne ein derartiges System kann DMARC zu Angriffen missbraucht werden. Darüber hinaus sollte der Empfänger in Kenntnis über die alternative Verfahrensweise von E-Mails gesetzt werden. Dies kann in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des ISPs oder in den DMARC-Richtlinien erfolgen.

DMARC – eine internationale Erfolgsgeschichte

Die DMARC Allianz, die 2012 von 15 führenden Internetkonzernen wie Google, Microsoft und Facebook geschmiedet wurde, hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Laut aktuellem DMARC Report 2015 waren im Dezember 2014 schon 142 ISPs angebunden und damit 2,43 Milliarden Postfächer weltweit geschützt. Mittlerweile werden bereits 35 Prozent der Nachrichten weltweit, die von großen ISPs empfangen werden, mittels DMARC geschützt. Mehrere hundert Millionen Nachrichten wurden dabei nicht versendet, weil sie die DMARC-Authentifizierungsprüfung nicht bestehen. „DMARC wurde eingeführt, um den Missbrauch von E-Mails zu reduzieren und dadurch die Spam- und Phishing-Flut einzudämmen. Laut Expertenmeinung ist dieses Verfahren zur Domain-basierten Authentifizierung von Absender-Adressen in puncto E-Mail der effektivste Schutz gegen cyberkriminelle Aktivitäten“, fügt Krohlas hinzu.

Anhand der genutzten Domain einer Adresse wird überprüft, ob der Versender legitimiert ist oder nicht. Dabei wurde laut Krohlas das Rad nicht neu erfunden: „DMARC setzt auf zwei etablierte Technologien: SPF (Sender Policy Framework) und DKIM (Domain Keys Identified Mail). Gegenüber diesen hat DMARC jedoch wesentliche Vorteile: Der Versender erfährt mit Hilfe einer integrierten Feedback-Funktion in Form der Failure Reports vom Missbrauch seiner Domain und kann entscheiden, wie mit verdächtigen Mails umgegangen wird.“ E-Mail Empfänger können so vor schadhaften E-Mails bewahrt werden, während die Versender von legitimen Marketing-Mailings ihre Marke besser schützen. Mit Hilfe der Reports dokumentiert das Verfahren die Quellen und Absender einer Nachricht. Gefälschte Adressen lassen sich so identifizieren und abblocken.

Weitere Informationen:

Das eco Gutachten soll kostenfrei unter https://e-mail.eco.de/wp-content/blogs.dir/26/files/dmarc_rechtsgutachten.pdf heruntergeladen werden können.

www.eco.de

GRID LIST
Tb W190 H80 Crop Int 55506f221ab84cba05d05865a12ffc34

Sicherheit in der „Smart City“ – worauf es ankommt

Technologien verändern unseren Alltag, das zeigt ein kurzer Blick auf die Kommunikation:…
Tb W190 H80 Crop Int 30fc4f90cd196143425331ec53049b63

Cyberkriminalität: "Den Menschen in den Mittelpunkt stellen"

Gemeinsam gegen Cyberkriminelle: Das Land Nordrhein-Westfalen intensiviert die…
Tb W190 H80 Crop Int 06f6eb4c29171a4441de1ba66103d83b

Cryptomining-Kampagne mit Jenkins Server entdeckt

Check Point Software Technologies Ltd. (NASDAQ: CHKP), entdeckt riesige…
Cyber Attack

Wenn Angreifer Admin-Tools für Cyberattacken missbrauchen

Eine der schwierigsten Aufgaben bei der Suche nach versteckten Angreifern im Netzwerk…
Tb W190 H80 Crop Int 7c77460484978a4728239d15bea143e1

Malware über Zero-Day-Schwachstelle in Telegram

Die Sicherheitsexperten von Kaspersky Lab haben Angriffe aufgedeckt, die mittels einer…
Tb W190 H80 Crop Int 18b7ca49e8f858989fae8325fe356d18

PZChao: Spionage-Infrastruktur mit Cryptominer

Der Malware-Werkzeugkasten „PZChao“, verfügt über eine umfassende Infrastruktur zur…
Smarte News aus der IT-Welt

IT Newsletter


Hier unsere Newsletter bestellen:

 IT-Management

 IT-Security