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Oliver BendigSmartphones, Tablets und Convertibles finden auch im Unternehmensumfeld immer größere Verbreitung. Außerdem sind da noch die guten alten Windows Clients. Mit den bekannten Lösungen lässt sich der wachsenden Vielfalt nicht mehr effizient Herr werden. 

Ein neuer, einheitlicher Ansatz ist gefragt, daher stehen die Zeichen der Zeit auf Unified Endpoint Management. Warum ist UEM jetzt notwendig? Was sagt der Markt? Was ist wirklich neu daran? Worauf sollten Unternehmen achten? Oliver Bendig, CEO von Matrix42, gibt Antworten.

Die Bedeutung von Unified Endpoint Management (UEM) nimmt zu. Wie kommt es zu dieser Entwicklung?

Wir haben beim Gerätemanagement den Höhepunkt einer Entwicklung erreicht, die mit der wachsenden Verbreitung von Smartphone und Tablets im Unternehmen vor einigen Jahren ihren Anfang genommen hat. Bisher hat man diese neue Endpoint-Vielfalt ganz gut mit Hilfe bekannter Lösungen in den Griff bekommen: Mit dem Client Lifecycle Management für die traditionellen Endgeräte wie PC’s und Laptops und dem Enterprise Mobility Management für mobile Geräte wie Smartphones und Tablets. Doch geraten heute die Grenzen zwischen diesen beiden Welten ins Fließen: Hybrid-Geräte, also Convertibles, wie zum Beispiel Microsoft Surface Pro, lassen sich weder der einen noch der anderen Welt klar zuordnen. Und mit Windows 10, welches nun auf allen Gerätetypen lauffähig ist und zum Einsatz kommt, hat sich die Problematik auch auf Betriebssystem-Ebene klar manifestiert. Um die immer bunter werdende Gerätelandschaft sicher, effizient und vor allem ganzheitlich im Griff zu behalten, ist also ein neuer Ansatz gefragt – und den stellt UEM dar.

Welche konkreten Probleme können für die Unternehmen durch die Verwischung der Grenzen entstehen?

Es gibt eine Reihe von Anforderungen, die sich durch die Einzellösungen nur unzureichend bewältigen lassen. Dazu gehört eben die Verwaltung von Hybrid-Geräten – mit welchem Tool soll der Admin sie verwalten? Im CLM oder im MDM/EMM? Oder in beiden? Die Zwei-Wege-Geräteverwaltung – also ein EMM/MDM separat zum CLM – macht den Admins die Arbeit unnötig schwer, müssen sie sich doch in zwei unterschiedliche Produkte einarbeiten. Warum sollte ein Admin zwei unterschiedliche Lösungen und zwei unterschiedliche Prozesse verwenden, um das nahezu identische Problem zu lösen? Einfach ausgedrückt geht es unabhängig vom Gerät weiterhin um die automatisierte Bereitstellung von Arbeitsplätzen. Nur die letzte Meile – das Gerät - ist unterschiedlich ausgeprägt und bietet häufig unterschiedliche Managementmöglichkeiten. Diese Unterschiede sollte der Admin aber idealerweise gar nicht kennen müssen. Es ist daher an der Zeit, hier einen grundsätzlich neuen Ansatz zu finden. Und den verspricht ein einheitliches Management über UEM.

Ist es tatsächlich ein neuer Ansatz, oder einfach nur die Kombination zweier Produkte, die es vorher nur separat gab?

Manche Anbieter werden sicherlich das Management von Windows 10 basierten Laptops über eine Enterprise Mobility Management (EMM) Lösung als UEM verkaufen – unserer Ansicht nach reicht das aber nicht aus. Wir glauben, dass es für eine erfolgreiche Arbeitsplatz Strategie zum einen die Einfachheit und Leichtgewichtigkeit einer EMM Lösung braucht, je nach Konfigurationsaufgabe des Arbeitsplatzes aber auch den Tiefgang einer agentenbasierten Client Management Lösung benötigt. Welche Management-Technologie zum Einsatz kommt, entscheidet somit nicht mehr das zu verwaltende Endgerät, sondern die Aufgabe die der Admin auf dem Gerät erledigen möchte. Aus diesem Grund haben wir schon vor längerer Zeit die Entwicklung bei unseren Kunden zum Anlass genommen, die etablierten IT-Arbeitsplatzmanagement Prinzipien und Paradigmen grundlegend anzupassen und eine neue Lösung vorzudenken. Kern unserer Überlegungen war: Bislang standen bei allen Lösungen – sei es CLM, MDM, oder EMM – immer die Geräte im Mittelpunkt. Sämtliche Prozesse hatten ihren Ausgangspunkt an einem Device.

Das wirft Probleme auf: Wie lassen sich moderne Anwender mit einem Multi-Geräte-Arbeitsplatz, bestehend aus Laptop, Smartphone und Tablet effizient verwalten? Wie können für diese Anwender einfach, automatisiert und sicher Apps, Daten und IT-Services bereitgestellt werden? Wie kann vermieden werden, dass der Admin die Bereitstellung einer Applikation für einen Anwender mehrfach durchführen muss, nur weil dieser mehrere Geräte zum Arbeiten verwendet? Wie kann sich ein Mitarbeiter selbständig die Dinge für seinen Arbeitsplatz besorgen die er benötigt? Daher haben wir die Denkrichtung umgedreht und den Menschen – den Nutzer – in den Mittelpunkt gestellt und uns gefragt: Wie benutzt er die Geräte heute und was braucht er, um effizient arbeiten zu können, egal mit welchem Gerät? Diese neue Denkrichtung – der Nutzer im Mittelpunkt – ist der Kern unserer UEM-Lösung. 

Es ist damit zu rechnen, dass die Hersteller nun mit verschiedenen UEM-Konzepten auf den Markt kommen. Woran können sich Unternehmen orientieren? Was macht eine „runde“ UEM-Lösung aus?

Richtig; es ist zu erwarten, dass sich die Lösungen technisch stark unterscheiden werden. Daher sollten die Einkäufer unbedingt darauf achten, dass die Lösung ihrer Wahl die wesentlichen Punkte abdeckt. Dazu zählt grundsätzlich eine zentrale Management-Umgebung mit einer Unterstützung für alle wichtigen Geräte- und Anwendungs-Arten, also von Windows und Windows Mobile über Android hin zu iOS und Mac OS, von Mobile über Desktop bis Hybrid und andere Peripherie-Geräte einschließlich der damit verbunden Apps und Services. Neben der Automation der Technik sollte auch das IT-Service- und Lizenz-Management integriert sein. Nur so kann gewährleistet werden, dass es keine Prozessbrüche bei der Verwaltung gibt und Arbeitsplatzmanagement auch sicher und kosteneffizient stattfindet.

Wichtig ist auch, dass sich die Nutzer-Identitäten separieren lassen und die Privatsphäre gesichert ist, ohne Abstriche bei der Security allgemein machen zu müssen. Sicherer Netzwerkzugang für alle Geräte versteht sich von selbst, zudem sollte die Lösung flexible Bereitstellungsmethoden unterstützen, on-premise, hybrid oder via Cloud. Und last but not least sollte die Lösung eine nutzerbezogene Lizenzierung bieten, anstatt einer gerätebezogenen. Das ist für uns ein ganz wesentliches Unterscheidungsmerkmal, das hilft, die Kosten angesichts der wuchernden Gerätevielfalt unter Kontrolle zu halten. Dieses Konzept macht es für die IT sehr viel leichter, den Nutzern alles zur Hand zu geben, was sie brauchen, um produktiv sein zu können.

Über Oliver Bendig

Oliver Bendig trägt als Chief Executive Officer (CEO) die Gesamtverantwortung für die Matrix42 AG. In seine Zuständigkeit fallen die Bereiche Product Management, Entwicklung, Marketing, Sales-, Pre-Sales-, Channel-Aktivitäten und Customer Success. Er besitzt mehr als 15 Jahre Erfahrung im Arbeitsplatzmanagement und gilt als Vorausdenker in der Branche.

Oliver Bendig ist bereits seit 2009 im Unternehmen und verantwortete als Vice President Product Management zunächst die Bereiche Produkt-Management, Produkt-Marketing und Pre-Sales. 2014 übernahm Oliver Bendig als CTO die globale Verantwortung für die Entwicklungsteams mit den Schwerpunkten Produktstrategie und Weiterentwicklung des Matrix42 Produktportfolios. Mit seinem Team konnte er dabei zahlreiche Produktinnovationen vorantreiben und neue Kundenlösungen einführen, die maßgeblich zum Erfolg von Matrix42 in den vergangenen Jahren beigetragen haben. Seit 2016 ist er CEO der Matrix42.

Bevor Oliver Bendig zu Matrix42 kam, war er mehrere Jahre für das Produkt-Management bei Enteo Software und FrontRange Solutions verantwortlich. Nach seinem Studium der Wirtschaftsinformatik (BA) und des Bachelor of Arts (B.A.) absolvierte Herr Bendig den Master of Science in Computer Science (M.Sc) an der Fachhochschule Karlsruhe.

www.matrix42.com

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