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DevOps Black 383259211 500

Neue Technologien haben es zu Beginn oft schwer. Frühen Anwendern stehen wie immer eine Vielzahl Zweifler entgegen. Fast vergessen sind heute die Schwierigkeiten die VMware mit der Akzeptanz seines Virtualisierungskonzepts in den frühen Jahren hatte, das erst nach einigen Jahren an Wichtigkeit zunahm und heute eine zentrale Bedeutung in der IT spielt. 

Eine ähnliche Entwicklung scheint momentan DevOps zu widerfahren. Seit einigen Jahren spricht man über die Technologie, doch sie ist längst noch nicht überall angekommen. Aber die Bereitschaft DevOps einzusetzen steigt kontinuierlich und lässt sich den Markt eindeutig nach oben entwickeln.

Auch der „State of DevOps Report 2017“, den Puppet jährlich veröffentlicht, spiegelt dies wieder: Die Anzahl der Beschäftigten in DevOps-Positionen hat sich demnach seit 2014 verdoppelt.
Sicher, es gibt Branchen, die DevOps-affiner sind. Unternehmen, etwa, die in Sachen Digitaler Transformation schon erste Schritte unternommen haben und eigene Applikationen und Software entwickeln. Unternehmen, die noch am Anfang ihrer Digitalen Transformation stehen und bisher noch kein DevOps betreiben, fragen sich indes: Was ist DevOps überhaupt, was hat es mit Digitaler Transformation zu tun und warum brauchen wir das?

Die Digitale Transformation deckt unternehmensinterne Problem bei ihrer Umsetzung auf

Der Bedarf für DevOps an sich entsteht erst durch den Einsatz neuer IT-Technologien. Diese zwingen Teile des Unternehmens, die bisher vollkommen unabhängig voneinander waren, zusammenzuarbeiten. Diese Zusammenarbeit zum Vorteil des Unternehmens zu optimieren ist der Grundgedanke. Die IT ist hierfür das ideale Beispiel. Traditionell war sie immer eine eigenständige Einheit, die dem Rest des Unternehmens letzten Endes nur IT-Dienste bereitstellte aber sonst geringe Schnittmengen mit anderen Abteilungen hatte. Chronisch überlastet, hatte sich die IT vieler Unternehmen gar selbst isoliert und entwickelte eine regelrechte Antipathie gegenüber vielen neuen IT-affinen Anforderungen der Anwender, die nicht als Kernaufgabe der IT gesehen wurde. Alles was nicht Teil der Aufgabe IT-Dienste anzubieten war, wurde regelrecht abgebügelt, aus welchem Grund auch immer.

Gleichzeitig stieg der Wert von digitalen Anwendungen. Das Internet generell, Cloud-Computing, eCommerce, mobile Apps, Social Media – Unternehmen bieten Unternehmen heute zahleiche neue Möglichkeiten ihr Geschäft auszubauen. Federführend für die Entwicklung dieser Möglichkeiten ist jedoch selten die hauseigene IT, sondern sind meist Softwareentwickler, die in neuen eigenen Entwicklungsabteilungen eingesetzt sind und eher mit dem Marketing zusammenarbeiten als mit der IT. Diese offensichtlich klaffende Lücke der Zusammenarbeit zwischen den Teams für Softwareentwicklung und des IT-Betriebs zwingt nun die Geschäftsführung vieler Unternehmen diese Abteilungen besser zu integrieren, um innovative Ideen besser umsetzen zu können.

Nötig ist dies, da die bisherige Struktur der Zusammenarbeit zwischen Entwicklung und der IT ein echter Hemmschuh ist: Entwickler sind motiviert, neue Anwendungen und Funktionen bereitzustellen, aber ihre Verantwortung endet, sobald die Software an den IT-Betrieb übergeben wird. Und das Operations-Teams spielt bei der Software-Entwicklung bislang ohnehin keine Rolle, sondern nur noch in der Bereitstellung. Somit sind die Ziele für Entwickler und Betrieb in vielen Fällen völlig gegensätzlich und die fehlende Zusammenarbeit zwischen den beiden wirkt sich stark negativ auf die Entwicklung und Umsetzung von IT-Projekten aus, bei denen ja beide Seiten beteiligt sind.

Das Ziel von DevOps-Praktiken ist es, diese Probleme zu beseitigen, damit Unternehmen neue, digitale Projekte schneller und besser umsetzen können. Somit kann jedes Unternehmen, das solche Projekte im Rahmen seiner digitalen Transformation umzusetzen sucht, von DevOps profitieren.

Wie wird DevOps in der Praxis umgesetzt?

DevOps in der Praxis erfolgreich umzusetzen ist natürlich einfacher gesagt als getan. Die Umsetzung von DevOps ist weitaus komplizierter als nur die Anfangssilben zweier Wörter zusammenzufügen. Auch reicht es nicht aus, nur eine neue Technologie oder Plattform anzuschaffen um das Problem zu beseitigen. Die Umsetzung geschieht vielmehr auf zwei Ebenen, der organisatorischen und der technologischen Ebene. Beide Ebenen müssen im Rahmen einer für das Unternehmen spezifischen DevOps-Integration geplant werden, damit sie nahtlos ineinandergreifen.

Die Integration von Development und Operations gelingt auf organisatorischer Ebene, wenn ein Unternehmen Prozesse und Praktiken festlegt, die die Teams effektiver zusammenarbeiten lässt. Auf technologischer Ebene strebt DevOps danach, den Prozess der Softwarebereitstellung und der Infrastrukturänderungen zu automatisieren. Einmal automatisiert, nehmen Prozesse viel weniger Zeit der IT-Abteilung in Anspruch und beschleunigen die Bereitstellung neuer Software um ein Vielfaches. Mit der zusätzlichen Zeit können sich IT-Teams aktiver auf neue Projekte konzentrieren und die Entwicklungsteams können ihre Entwicklungszyklen massiv verkürzen. Um Prozesse zu automatisieren und die Entwicklung zu verbessern, gibt es verschiedene DevOps-Plattformen deren Implementierung Sinn machen kann.

DevOps ist Folge und Teil der digitalen Transformation

Die IT eines Unternehmens kann einen wichtigen Beitrag zum Erfolg oder Misserfolg einer Organisation beitragen. Eine wichtige Rolle für die Zukunft einer Organisation spielt in dieser Hinsicht die Digitale Transformation, die zwar federführend oft von der IT vorangetrieben wird, aber auch andere Teile des Unternehmens einbeziehen muss. DevOps ist eines der Mittel um die Digitale Transformation intern erfolgreich umzusetzen, denn es bietet einen Weg alle Teile der IT-Umgebung nahtlos in einem Projekt zu vereinen. Dabei geht es jedoch nicht nur um Technologie, sondern auch um Unternehmenskultur und interne Prozesse. Organisationen müssen diese drei Bereiche für sich in Einklang bringen um in Sachen Digitale Transformation auf der Überholspur zu sein.

Alberta Bosco

 

 

Autorin: Alberta Bosco, Senior Product Marketing Managerin bei Puppet
 

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