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Passiert es Ihnen auch ab und wann? Sie kommen in den firmeneigenen Besprechungsraum oder unterhalten sich mit Fachkollegen und dann fällt er wieder, der Begriff: „Container“. Und dabei geht es weniger um eine neue Verpackungsmethode oder einen Schiffscontainer – es geht um Software.

Wer nicht gerade unmittelbar damit zu hat, der wird sich vermutlich fragen was genau Container eigentlich sind und wozu man sie in einem Unternehmen einsetzt. Container-Systeme waren und sind in den letzten beiden Jahren sicherlich eine der am meisten diskutierten Entwicklungen. Zeit also, sich genauer anzusehen, was hinter dem Begriff steckt.

Wie so vieles in der digitalen Welt hat der Begriff seinen Ursprung in der analogen. Standardisierte Schiffscontainer wurden erfunden um Produkte und Waren weltweit möglichst effizient zu transportieren und zwar sowohl zu Wasser als auch zu Lande und über die Schiene. Software-Container versprechen IT-Abteilungen etwas ganz ähnliches. Sie stellen einen virtualisierten und ebenfalls standardisierten Container zur Verfügung, der Entwicklung, Lieferung und die Bereitstellung einer Anwendung umfasst. Und nicht nur das. Software-Container laufen verlässlich unter praktisch jedem Betriebssystem, unabhängig davon ob es sich um virtualisierte oder physische Systeme handelt, ob sich die Anwendungen in der Cloud oder On-Premises befindet.

Vier Gründe sich für Container zu entscheiden

Gerade in jüngster Zeit setzen IT-Abteilungen vermehrt Container ein, weil sie die Entwicklung von Applikationen spürbar erleichtern. Der Markt wächst rasant. Die Übernahmerate beim Einsatz von Software-Containern stieg 2017 um 18,8 % verglichen mit 13,6 % im Vorjahreszeitraum. Das sind beinahe 40 % Wachstum. Auch das ist wichtig zu wissen, wenn man sich ernsthaft mit dem Gedanken trägt, Container zu integrieren und sich fragt wie man sie am besten im eigenen Unternehmen einsetzt. Im Wesentlichen sind es vier verschiedene Bereiche in denen Firmen von Containern profitieren:

Kosten

Beim Einsetzen von Containern braucht man deutlich weniger Hardware-Ressourcen als sonst. Container enthalten nur die Anwendung selbst und die nötigen Bibliotheken und Frameworks. So lassen sich viele Container auf einem einzigen Host-Betriebssystem betreiben. Das spart Energie, schaufelt Speicherplatz frei und reduziert den Overhead.

Skalierbarkeit

Container brauchen nur sehr wenig Platz und sind hoch spezialisiert. Dadurch kann man sie problemlos vertikal oder horizontal skalieren.

DevOps

Container gestatten es, eine Software in einer standardisierten Einheit von ihrer Umgebung zu isolieren. Die Software kann dann beispielsweise auch auf einem Laptop laufen und lässt sich ohne Schwierigkeiten in eine QA-Umgebung transportieren. So kann man sie für die Produktion replizieren. Entwickler müssen dazu nicht mehr ununterbrochen mit der virtuellen Infrastruktur verbunden sein.

Speicher

Alternativen zu Containern wie etwa virtualisierte Maschinen (VMs) zwingen Unternehmen ein vollständiges Betriebssystem einzusetzen. Und es gibt keinen Weg die Größe dieses Betriebssystems zu reduzieren oder für eine einzige hoch spezialisierte Anwendung zu optimieren. VM einzusetzen verbraucht ein bestimmtes Maß an Festplattenkapazität, RAM und CPU. Auch dann, wenn diese eigentlich nicht gebraucht wird. Das führt zu höheren Infrastrukturkosten, die wiederum dem IT-Budget aufgebürdet werden.

Probieren geht über Studieren

Wir haben bei One Identity einen Selbstversuch gewagt und erst kürzlich Container in unseren Systemen eingeführt. Die bisherigen Resultate sind mehr als überzeugend. Es ist uns beispielsweise rasch gelungen Entwicklungszeiten zu senken und die dazugehörigen Prozesse zu verschlanken. Dafür sorgt eine stabile Container-basierte Umgebung. Unsere Entwickler konnten den API-Stack der Lösung (Safeguard) nutzen, um ein Kit für die Verknüpfung von Kommandoverbindungen in Bash zu veröffentlichen und in einem dazu äquivalenten Modul für PowerShell. Durch den Einsatz von Containern haben sich dieser Prozesse auf einige wenige Schritte reduziert.

Es ist uns zusätzlich gelungen während der Entwicklung des One Identity Manager Job Servers Kosten zu sparen. Container haben es uns an dieser Stelle ermöglicht aus, Job Server einfach auf einen leistungsstärkeren Host zu verschieben um für höhere Auslastungen zu skalieren. Als die Datenlast sich dann gegen einen Wert nahe Null bewegte, haben wir wieder herunter skaliert und die Daten wieder auf einen nicht so leistungsstarken Server verschoben. Unsere Entwickler haben jeweils nur so viel RAM- oder CPU-Platz für sich beansprucht wie im Bedarfsfall nötig. Das spiegelt sich in niedrigeren Kosten.

Wollen Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben, müssen sie unserer Meinung nach begreifen, wie Container funktionieren und wie man sie man besten in eine bestehende Technologieumgebung integriert. Container haben viele Vorteile: Sie bieten IT-Abteilungen eine zuverlässige strategische Grundlage, sie verkürzen Produktionszeiträume, sie erlauben es Probleme schon in der Entwicklung zu identifizieren und zu beseitigen und nicht zuletzt gestatten sie es einem Unternehmen, mehr Zeit und Geld auf künftige Innovationen zu verwenden.

Autor: Susanne Haase, One Identity

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