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Outsourcing 3 KleinIT-Organisationen suchen ständig das Gleichgewicht zwischen Servicequalität und Kosteneffizienz. Zusätzlich nimmt der Druck, stets auf dem aktuellsten Stand der Technik zu sein, rasant zu. Bei der Betrachtung aktueller IT-Budgets wird schnell deutlich, dass dem IT-Sourcing bei der Bewältigung dieser Herausforderungen eine Schlüsselrolle zukommt.

Schlüsselkompetenz Sourcing

IT-Sourcing besitzt nicht nur strategische Relevanz, sondern ist gleichermaßen auch ein geschäftskritisches Element, das die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen nachhaltig beeinflusst. Eine vor kurzem von der Münchner Unternehmensberatung goetzpartners durchgeführte Studie hat aktuelle Trends mit Blick auf das IT-Sourcing analysiert. Hierfür wurden Entscheidungsträger verschiedener Branchen und Unternehmensgrößen zur Entwicklung ihrer IT-Budgets, der Nutzung von Outsourcing-Services, zu potenziellen Limitationen beim Sourcing sowie zu ihrer Einstellung, was die Veränderung der Fertigungstiefe im Sinne von Back- und Insourcing betrifft, befragt. Die Ergebnisse ermöglichen einen Ausblick auf die maßgeblichen Entwicklungspfade in diesem Themenfeld.

Budgets in der IT

Die Betrachtung der aktuellen Situation in IT-Organisationen zeigt, dass die IT-Budgets insgesamt stagnieren. Allerdings sind die damit verbundenen strukturellen Veränderungen in den IT-Abteilungen weitaus signifikanter.

Die Befragten gehen davon aus, dass besonders ihre IT-Budgets für Hardware in den nächsten Jahren weiterhin um schätzungsweise fünf Prozent pro Jahr sinken werden – eine Tendenz die nicht zuletzt auf neue Service- und Finanzierungsmodelle zurückzuführen ist. Bei den Software-Kosten ist hingegen  mit einer Stagnation zu rechnen, was sich aus der zunehmenden Standardisierung von IT-Lösungen ableiten lässt.  

Wurden 2012 noch durchschnittlich 41 Prozent des kompletten IT-Budgets für Hardware und Software ausgegeben, ist bis 2016 von einer anteiligen Verminderung in Höhe von fünf Prozent auszugehen. Da die absolute Höhe der Budgets sich gleichzeitig nur marginal verändern wird, ist hier eine strukturelle Veränderung deutlich erkennbar. Diese ist im Wesentlichen auf die Verschiebung der personenbezogenen IT-Kosten zurückzuführen, welche sowohl die internen Personalkosten als auch Kosten für externe Dienstleisterumfassen.

Ihre Personalkosten werden IT-Organisationen gemäß den Erkenntnissen der aktuellen Trendstudie nicht in gleichem Umfang anpassen wie die übrigen Budgetposten. Im Vergleich zu allen anderen Bereichen ist davon auszugehen, dass die personenbezogenen IT-Kosten ansteigen werden. Diese Erhöhung  lässt sich beispielsweise durch den drohenden und teilweise bestehenden Fachkräftemangel in der IT sowie durch Gehaltssteigerungen oder Restriktionen in der Personalfreisetzung begründen. Was die Inanspruchnahme externer IT-Dienstleistungen betrifft, legen IT-Organisationen den Schwerpunkt typischerweise auf konkrete Projekte und Betriebsleistungen, beispielswiese auf die klassischen Outsourcing-Felder wie den Betrieb von externen Rechenzentren oder Applikationen.

Optimierungspotenziale

Das Einkaufsvolumen macht in etwa die Hälfte des gesamten IT-Budgets aus. Nur ein Viertel des Budgets entfällt dabei auf den bedeutendsten Lieferanten. Eine klare strategische Steuerung ist daher häufig nicht zu erkennen. Vielmehr werden gerade externe Dienstleistungen oft aus rein situativem Bedarf und aus der bisherigen Nutzung heraus in Auftrag gegeben. Eine strukturierte Verknüpfung zwischen strategischer Planung, strategischer Personalplanung und der Auslagerung von IT-Services fehlt in den meisten Fällen. Vielfach werden die externen Services dann in Anspruch genommen, wenn es um die Überbrückung von Skill- oder Kapazitätsengpässen geht. Mit Blick auf die künftige Entwicklung von IT-Organisationen zeigen die Befragungsergebnisse insgesamt ein Umdenken in Bezug auf den Technologieeinsatz, das jeweilige Operating Model sowie die Steuerung interner und externer „personenbezogener“ Leistungen.

Fazit

Der Druck auf IT-Organisationen wird auch in Zukunft nicht nachlassen. Immer schwierigere Rahmenbedingungen wie durch Investitionsstopps sind Realität. Unabhängig vom Startpunkt stehen alle Organisationen vor der Frage, wie sie sich bezüglich ihres Operating-Models, ihrer eigenen Fertigungstiefe und letztlich auch in Sachen Sourcing weiterentwickeln wollen.

Es besteht mittlerweile ein Trend,  den Zielkonflikt zwischen Kostendruck und Flexibilität durch intelligente und unternehmensspezifische Konzepte aufzulösen. Diese beinhalten Aspekte wie selektives Sourcing, Konsolidierung der Lieferanten, Einsatz von Cloud-Lösungen und schrittweise technologische Erneuerung. Der Unterschied zu früheren Projekten ist jedoch offensichtlich: Wechselwirkungen, Effekte und Risiken müssen zunehmend integriert betrachtet werden – mit massiven Auswirkungen auf das IT-Management und die IT-Organisation sowie den Markt für IT-Dienstleistungen.

Hendrik Haas„IT-Sourcing besitzt nicht nur strategische Relevanz, sondern ist gleichermaßen auch ein erfolgskritisches Element, das die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen nachhaltig beeinflusst.“

Hendrik Haas, Partner und Leiter der Praxisgruppe „Business Information Strategies“ bei goetzpartners

www.goetzpartners.com

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