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Die Stadt Hattingen zentralisiert ihre 450 Computerarbeitsplätze mit Lösungen von VMware und IGEL. Die Desktop-Kosten sinken um 16 Prozent.

Angesichts hoher Managementkosten und dem über Jahre gewachsenen Anwendungswildwuchs wendete sich die Verwaltung der zweitgrößten Stadt im Ennepe-Ruhr-Kreis vom klassischen Arbeitsplatz-PC ab und realisiert eine virtuelle Desktopinfrastruktur (VDI).Die Motivation: weniger Anwendungswildwuchs und Managementaufwand.
 
Ein zentrales Desktop-Image
 
Als Voraussetzung für die VDI hatte die Stadt Hattingen bereits 2009 ihr Rechenzentrum modernisiert. Dabei wurde ein Speichernetzwerk (SAN) und der Einsatz von virtuellen Servern auf Basis von VMware ESX eingeführt. Heute gibt es bei der Stadt Hattingen grundsätzlich nur ein einheitliches Desktop-Image, das mithilfe von VMware ESX und der VDI-Software VMware View bereitgestellt wird. Jeder Anwender erhält nach der Anmeldung am System eine Kopie des schlanken Master-Images, das lediglich Microsoft Office, Adobe Reader und Treiber für Peripheriegeräte enthält. Alle weiteren Programme und Fachanwendungen sind mittels VMware ThinApp virtualisiert und als Verknüpfung auf den Desktop verfügbar. Darüber hinaus können die Mitarbeiter entweder temporär nachinstallieren oder eine dauerhafte Bereitstellung beantragen. Auch die Benutzerprofile sind zentral auf einem File Server gespeichert. So können sich die Anwender an einem beliebigen Endgerät anmelden und von dort aus ihre jeweilige Arbeitsumgebung mit den gewohnten Programmen und Druckern nutzen.
 
Thin Clients begründen Endgerätestandard
 
Weil die virtuelle Desktop-Infrastruktur der Stadt Hattingen letztendlich die Betriebssysteme und Anwendungen vom Endgerät entkoppelt, sind keine PCs mehr nötig. Platzsparender, robuster und konsequent fernadministrierbar kommen die sukzessive eingeführten Thin Clients des deutschen Marktführers IGEL daher. Das aktuell eingesetzte Modell ist der Allround-Thin Client IGEL UD3 LX, der wie alle anderen Universal Desktop-Geräte über die im Lieferumfang enthaltene Software IGEL Universal Management Suite (UMS) fernadministriert und verwaltet wird. 
 
Die Konfiguration erfolgt auf Basis bedarfsabhängig definierbarer Profile, die sich einzelnen Geräten oder Gerätegruppen mit wenigen Mausklicks zuweisen lassen. VDI-, VPN-, Dualview und weitere Einstellungen können so zu 100 Prozent remote erfolgen.
 
„Die guten Managementeigenschaften gaben letztendlich den Ausschlag für die Entscheidung für IGEL“, erinnert sich Daniel Sievert. „Die IGEL UMS ist grafisch intuitiv aufgebaut und bietet uns umfassende Einstellungsmöglichkeiten. Darüber hinaus lassen sich Firmware Updatesmit geringem Aufwand zentral und zeitgesteuert anstoßen.“
 
Benutzererfahrung und Wirtschaftlichkeit
 
Igel Heft7 8
Damit die Anwender nach dem Einschalten ohne Umwege über die lokale Benutzeroberfläche zur Anmeldemaske ihres virtuellen Windows-Desktops gelangen, verwendet die Stadt Hattingen den sogenannten VMware Appliance Modus von IGEL. Insofern unterscheidet sich die Benutzererfahrung überhaupt nicht von der eines lokalen PCs. Auch die Grafikperformance der IGEL Thin Clients stimmt, meint Daniel Sievert. Zusammen mit dem integrierten Lautsprecher gestatten die Geräte eine gute Multimediawiedergabe. Und auch die wirtschaftliche Seite kann überzeugen. Konservativ gerechnet, mit 48 Anwendern je Server und n+1 Redundanz im Cluster, lohnt sich das Desktop-Konzept der Stadt Hattingen schon ab drei Servern, so die Kostenanalyse. Werden langfristig 90 Prozent der Arbeitsplätze mit zehn Servern via Thin Client bereitgestellt, beläuft sich die Ersparnis gegenüber dem früheren PC-Szenario auf 16 Prozent bzw. 123.000 Euro.
 
Die ersten Erfahrungen aus der Praxis haben gezeigt, dass pro Server sogar 60 Anwender bedient werden können. „Insofern werden wir vermutlich noch höhere Einsparungen erzielen als geplant“, resümiert der IT-Leiter der Stadt Hattingen Peter Fischer. „Die Lösungen von VMware und IGEL haben sich aus unserer Sicht bewährt. Wir haben bislang alle gesteckten Etappenziele erreicht.“
 
Hans-Peter Bayerl
 
Diesen Artikel lesen Sie auch in der it management , Ausgabe 7-8 2012.
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