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Programmiererin

Die Pix Software GmbH, die Pixelconcept GmbH, die SpaceNet AG und die SPI GmbH arbeiten nicht nur mit digitalen Lösungen für morgen, sie haben sich auch intern neu aufgestellt und damit einen Startvorteil im Wettbewerb um IT-Fachkräfte.

Dafür wurden sie nun vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit dem Audit „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ ausgezeichnet.

Die IT-Branche boomt, damit verschärft sich die Suche nach qualifiziertem Personal – in einem hart umkämpften Arbeitnehmermarkt. Laut DIHK-Arbeits­marktreport ist jeder zweite IT-Dienstleister von Fachkräfteengpässen betroffen. Dabei reicht vielen ein gut bezahlter, sicherer Job nicht. Zwar geben laut Stepstone-Arbeitsreport acht von zehn Fachkräften an, dass Gehalt und eine sichere Anstellung ausschlaggebend sind; doch wollen 97 Prozent mehr Zeit für Familie und Freunde haben, 92 Prozent freie Entscheidungen treffen können, 40 Prozent vor allem einen Job, der Spaß macht.

Mehr als Kicker und Bier

Dabei es ist mit Kicker und Bier am Freitag noch lange nicht getan. Viele Beschäftigte, gerade der Generation Y, wünschen sich individuelle Förderung, Wertschätzung, Perspektiven und eine offene Unternehmenskultur, in die sie sich einbringen können. Das Stichwort lautet: Employer Branding. Der Schlüssel dabei: Kommunikation. Durch den offenen Austausch mit den Beschäftigten erfahren Betriebe, was diese sich wünschen. Die Kommunikation untereinander ist wichtig und kommt oft zu kurz.

Tenor auch der vier IT-Betriebe, als sie am 4. Oktober 2018 im Bundesministerium für Arbeit und Soziales für ihre „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ zusammen mit 20 weiteren Betrieben von Staatssekretärin Leonie Gebers und Lutz Stratmann, Chef der Demografieagentur, ausgezeichnet wurden. Zwei Jahre zuvor hatten sie sich auf den Weg gemacht, ihre Beschäftigten befragt, ein Projektteam gegründet, Maßnahmen entlang der Themenfelder Führung, Gesundheit, Kompetenz und Chancengleichheit umgesetzt. Ein Weg, der noch lange nicht zu Ende ist, sich aber bereits auszahlt.

SPI: über den Tellerrand hinaus

Das bestätigen auch Jeanette Rouvel und Dirk Vollmer, die beiden Geschäftsführer der SPI GmbH aus Ahrensburg. „Wir wünschten uns eine gelebte Unternehmenskultur, in der die Mitarbeiter einen fairen Interessenausgleich erfahren. Sie sollen Freiräume und Strukturen für kreatives Arbeiten mitbestimmen. Einzelne Beteiligte lernten vielleicht zum ersten Mal, was es bedeutet, unternehmerisch zu denken und Verantwortung über den eigenen Arbeitsbereich hinaus zu übernehmen.“ So arbeitete das Team an der Modernisierung des Arbeitsumfeldes, definierte Bedingungen für Homeoffice-Arbeitsplätze, sorgte für eine Verbesserung des Informationsflusses, erfasste den Weiterbildungsbedarf, optimierte den Rekrutierungsprozess, förderte die Transparenz im Unternehmen und das Miteinander.

Pix Software: Feedbackkultur neu belebt

„Das Audit ist die Chance gesehen, Strukturen zu verbessern und unseren Mitarbeitern mehr Sicherheit und Zufriedenheit zu schenken. Wir wollten echte Veränderungen anstoßen und haben unser bisheriges Denken in Frage gestellt“, skizzieren die Geschäftsführer Arne Schirmacher und David-Andreas Bergens von Pix Software in Niederkrüchten ihren Change-Prozess. Der Fokus lag auf den Themen Führung, Informationsweitergabe, Arbeitssicherheit und Mitarbeitergesundheit. Neben der Einführung von regelmäßigen Gesprächen und Abteilungsmeetings wurde erfolgreich ein Kommunikationsworkshop durchgeführt. „Mitarbeitergespräche haben jetzt einen ganz anderen Stellenwert und bieten Angestellten wie auch Geschäftsführung gleichermaßen neue Perspektiven“, erklärt Simone Bergens, Head of Human Resources bei Pix Software GmbH, begeistert. Darüber hinaus wurden unter anderem eine neue Führungsebene etabliert und ein ganzheitliches Gesundheitssystem eingeführt.

Pixelconcept: Intranet stärkt Kommunikation

Auch bei Pixelconcept in Kassel wurde das Audit von allen getragen. Viele Ideen kamen aus unterschiedlichen Abteilungen. Neben Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und zu einer Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf wurde abteilungsübergreifend ein Ablaufplan erarbeitet, der die Einarbeitung und Integration von neuen Kollegen vereinfacht. In Workshops wurden diese Maßnahmen und Ideen entwickelt. Für die interne Kommunikation ist eine digitale Plattform entstanden, die Themen von und für Mitarbeiter aufgreift.

SpaceNet: Wohlfülfaktor entscheidet

Simone Horra, Personalreferentin und Mitverantwortliche für das Audit bei SpaceNet in München ist besonders stolz auf ihre Mitarbeiter: „Im Audit haben Mitarbeiter, die im normalen Unternehmensalltag wenig miteinander zu tun haben, abteilungsübergreifend an Projekten gearbeitet. Das hat den Zusammenhalt gestärkt und den Wohlfühlfaktor im Unternehmen gesteigert. In unserem technischen Umfeld ist es nicht einfach, Fachkräfte zu finden. Qualifizierten Mitarbeitern möchten wir daher ein optimales Arbeitsumfeld bieten, auch um sie langfristig zu halten. Durch neu gewonnene Erkenntnisse im Verlauf des Audits haben wir weitere Maßnahmen entwickelt, die den Zusammenhalt stärken, die Motivation fördern und dafür sorgen, dass es unseren Mitarbeitern bei uns gefällt.“

Immer neu dazu lernen, Freiräume bieten, um eigene Lösungen zu finden

Gerade die Erfahrungen der IT-Branche zeigen: Digitalisierung ist nicht nur ein wachsendes Geschäftsfeld, sie verändert auch Arbeitsstrukturen und die Unternehmenskultur. Gerade in der IT ist zudem Wissen schnell überholt. Die Halbwertzeit des betrieblichen Wissens beträgt vier Jahre (im IT-Bereich 1,5 Jahre). Dabei braucht es also einen kontinuierlichen Lernprozess, um stetig am Ball zu bleiben. Entscheidend ist dabei auch der interne Wissenstransfer zwischen den Abteilungen und den Generationen. In der IT gilt es auch jeden Tag komplexe Probleme zu lösen. Das gilt am besten eigenständig, mit maximalem Spielraum und in flachen Hierarchien – Führung muss also neu gedacht werden. Und schließlich spielt auch Gesundheit eine Rolle, da sich das viele Sitzen nachteilig auswirken kann.

Umfassend und mitarbeiterorientiert

All diese Themen deckt das ab. Es adressiert die vier zentralen personalpolitischen Handlungsfelder der Initiative Neue Qualität der Arbeit: Führung, Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit sowie Wissen & Kompetenz.

Es holt die beteiligten Organisationen dort ab wo sie stehen, es aktiviert deren eigene Kräfte und unterstützt diese Entwicklung durch professionelle ProzessbegleiterInnen. Ein Online-Tool unterstützt bei der Durchführung der Befragungen der Beschäftigten und Geschäftsleitung, es reduziert den Organisationsaufwand, steuert durch den Prozess und fasst die Arbeitsergebnisse anschaulich zusammen.

Der Erfolg gibt dem Audit Recht: Wer das Audit beginnt, schließt den Prozess auch erfolgreich ab. Schließlich sind die Maßnahmen durch die Beschäftigten selbst konzipiert und mit Unterstützung eines externen Prozessbegleiters eingeführt worden.

Mit der Durchführung des Audits ist die Demografieagentur für die Wirtschaft beauftragt. Weitere Informationen finden Sie auf der Website www.inqa-audit.de.
 

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