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Business MeetingBei Unternehmensfusionen steht die Integration der IT-Systeme selten oben auf der Prioritätenliste. Doch gerade in Zeiten der Digitalisierung ist das ein schwerer Fehler. Was Unternehmen dadurch entgeht und wie sie gegensteuern können, erläutert Ian Currie, Director EMEA Business Development bei Dell Boomi.

Die Harvard Business Review wollte wissen, wie erfolgreich Akquisen in der Regel sind und kam zu einem ernüchternden Ergebnis: 70 bis 90 Prozent der Übernahmen schlagen fehl. Das hielt ausländische Unternehmen in UK im letzten Jahr nicht davon ab, die Rekordsumme von 187,4 Milliarden Pfund für Fusionen und Akquisitionen auszugeben, wie das Nationale Statistikamt von Großbritannien mitteilte. Dafür kauften britische Unternehmen im Ausland im Vergleich zum Vorjahr 35 Prozent weniger auf – für gerade einmal 16,7 Milliarden Pfund.

Die Statistik der Briten zeigt noch etwas anderes: viele Unternehmen sind hinsichtlich ihrer Zukunfts- und Übernahmepläne immer noch optimistisch gestimmt, auch wenn politisch und wirtschaftlich derzeit die Lage alles andere als stabil ist. Strategische Weiterentwicklung lautet nach wie vor der Marschbefehl. Diese Entwicklung besteht meist aus Zukäufen oder Übernahmen und erfordert jahrelange Planung und akribische Vorbereitungen – keine Entscheidung, die auf die leichte Schulter genommen werden sollte.

Das ganze Schiff kapern

Fusionen und Akquisen sind ein Handwerk für sich. Agenturen, Anwaltskanzleien und Projektmanager sind darauf spezialisiert, die Buchhaltung des Zielunternehmens zu prüfen, Verträge auf Fallstricke zu durchsuchen und Unternehmenswerte einzuschätzen. Mit anderen Worten: Was untersucht wird, ist der Laderaum des zu kapernden Schiffes, seine Crew, seine Seekarten. Doch der Maschinenraum bleibt weitgehend unbeachtet. Die IT soll nach einer Übernahme einfach weiterlaufen.

Heute ist es jedoch wichtig, dass die IT nicht nur läuft, sondern die Business Performance aktiv unterstützt und selbst vorantreibt. In der Digitalisierung ist es gerade die IT, die neue Geschäftsmodelle entwickeln und neue Services schaffen soll. Hinzu kommt die wachsende Anzahl von Apps, Daten und Systemen, die jede Fusion noch komplexer werden lässt. In Zukunft werden also Strategien für Übernahmen und Akquisen unbedingt die Frage der IT berücksichtigen müssen, wenn sie nicht zu den 70 bis 90 Prozent der Fehlschläge zählen wollen.

In den nächsten zehn Jahren werden 200 der heutigen Fortune-500-Unternehmen durch die digitale Transformation verschwinden. Ein weiterer Grund für Unternehmen, der IT endlich die hohe Priorität einzuräumen, die sie verdient hat. Auch bei Fusionen. Es geht nicht mehr darum, die IT nahtlos ins neue Unternehmen zu retten, sondern der neu gewonnenen Infrastruktur den Raum und die Möglichkeiten zu geben, das ganze neue Business voranzubringen.

Was können Unternehmen beitragen?

Unternehmen konzentrieren sich häufig nur darauf, was ihnen eine Akquisition einbringt. Damit sinkt ihre Erfolgswahrscheinlichkeit im Vergleich zu den Unternehmen, die sich darauf fokussieren, was sie selbst einbringen können. Aktuelle Umsätze lassen sich vielleicht kurzfristig übernehmen. Bestehende Kundenbeziehungen können jedoch keinesfalls ohne leistungsfähige, intuitive BI-Systeme aufrechterhalten und gestärkt werden. Denn nur so lässt sich sicherstellen, dass in der Kommunikation mit Kunden und Interessenten die richtige Zielgruppe in der angemessenen Form angesprochen wird.

Die Führungsebene sollte daher bereits in einem frühen Stadium eng mit dem CIO, den IT-Führungskräften und natürlich auch Integrationsexperten zusammenarbeiten. Nur so wird sie in der Lage sein, die digitale Landschaft innerhalb der Organisation zu beurteilen und Bereiche vorzuschlagen, in denen neue Modelle definiert werden können – damit die IT am Ende für statt gegen das Unternehmen arbeitet.

Erfolgreiche Rezepte behalten

Nach Abschluss einer Fusion fordert der CEO des neuen Unternehmens in der Regel den CIO auf, die IT-Systeme „einfach zu kombinieren“. Dabei lässt er die Komplexität und die Hürden außer Acht, die es zu überwinden gilt. Dieser Prozess artet daher oft zu einem schmerzhaften zwei- oder dreijährigen Verfahren aus, bei dem alle Daten, Anwendungen und Systeme in ein etabliertes System gezwängt werden. Die Folgen sind verschwendete Zeit, verlorene Effizienz und reduzierte Leistung.

Darüber hinaus zwingen diese Anpassungen das erworbene Unternehmen meist dazu, sein Geschäftsmodell anzupassen – und damit genau die Kultur, die Philosophie und die internen Praktiken aufzugeben, die es zu einem so attraktiven Angebot gemacht haben. Das muss nicht sein. Es wäre beiden beteiligten Unternehmen und dem neu entstehenden Business zuträglicher, die besten Teile gewinnbringend zu vereinen. Doch wie soll das möglich sein? Durch eine intelligente Integration der IT.

Integration reduziert Verzögerungen

Nun nehmen wir an, die Führungsebene hat die Wichtigkeit der strategischen IT-Integration verstanden. Es gilt nun, diese gewünschte intelligente Integration tatsächlich umzusetzen. Bei der erwähnten Komplexität und Masse an Geräten, Apps und Prozessen ist eine manuelle Integration längst nicht mehr denkbar. Die Zukunft liegt dagegen in der IT selbst – in Form von speziellen Integrationslösungen.

Solche modernen Integrationslösungen sind wahre Kraftpakete, die genau für einen Zweck geschaffen wurden – unterschiedliche IT-Infrastrukturen einfach zusammenzubringen. Dazu müssen sie verschiedene Faktoren vereinen: die Nutzererfahrung sollte enorm einfach und schnell sein, denn verschiedene Nutzer werden eine solche Lösung in Anspruch nehmen. Wenn jeder Nutzer extra geschult werden muss, um eine arkane Software bedienen zu können, läuft eine solche Integrationslösung ihrem Anspruch zuwider, die Fusion einfacher zu gestalten.

Weiterhin sollte sie Integrationen der Systeme zentralisieren; das heißt, aus der Lösung heraus sollten Integrationen erstellt, gewartet und aktualisiert werden können – am besten über einfach Drag-and-Drop-Schnittstellen. Wenn eigens neu programmiert werden muss, steigt der Aufwand und die Lösung erfüllt wiederum nicht ihr Versprechen. Nur eine einfach zu nutzende, übersichtlich und leistungsstarke Lösung hilft dabei, Datensätze, Anwendungen und Systeme schnell und problemlos zu vereinigen.

Erfolgreiche Fusionen dank Integrationslösungen

Eine Akquise sollte einem Unternehmen die Möglichkeit bieten, unmittelbar Umsatz und neue Kundenchancen zu realisieren. Es wird jedoch kaum gelingen, Wachstum zu verwirklichen und Kundenbeziehungen aufrechtzuerhalten, wenn die Unterstützung durch ein passendes BI-System fehlt. Der Einsatz einer intelligenten Integrationsplattform kann hier dazu beitragen, Verzögerungen und Ausfallzeiten nach einer Akquise zu reduzieren und sicherzustellen, dass das neue Unternehmen früher wieder auf Erfolgskurs ist. Nicht zuletzt wird es so möglich, die Beziehungen zu wichtigen Kunden zu stärken und neue Chancen zu nutzen.

Ian Currie

 

 

Autor: Ian Currie, Director EMEA Business Development bei Dell Boomi

 

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