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BusinessmanDie Anzahl und Komplexität an gleichzeitig in Unternehmen durchgeführten Projekten wächst ständig. Die Steuerung der Multiprojektlandschaft eines Unternehmens ist aktive Aufgabe des Topmanagements.

Denn Projekte folgen der Unternehmensstrategie und die Abhängigkeiten zwischen Projekten erfordern eine ständige Priorisierung und Justierung der Projekte von oben. Standards und Normen unterstützen Unternehmen, auf einer sicheren und erprobten Basis erfolgreich Projekte umzusetzen.

Was ist Multiprojektmanagement?

Multiprojektmanagement (MPM) bezeichnet das Managen mehrerer Projekte in einer Organisation. Da Innovationen in Unternehmen über Projekte erzielt werden, kommt dem Projektmanagement eine originär strategische Rolle zu. Aufgrund von Abhängigkeiten zwischen Projekten, beispielsweise im Bereich Ressourcen, technischer, zeitlicher oder inhaltlicher Abhängigkeiten, ist die Steuerung der unternehmensweiten Projektlandschaft eine zentrale Managementaufgabe. Laut einer Studie der GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement aus dem letzten Jahr wird 30 % der Wirtschaftskraft in Deutschland über Projekte erbracht. D.h. konkret: Projekte werden für den Unternehmenserfolg wichtiger.

Was sind Projektmanagement-Standards und Normen?

Es gibt eine Vielzahl von Projektmanagement Standards und Normen. Projektmanagement-Standards (z.B. die ICB der GPM/IPMA, PMBOK des PMI, Scrum der Scrum Alliance) vereinheitlichen Begriffe. Sie dienen als Grundlage für die Entwicklung von Projektmanagement-Normen, die Verfahren und Vorgehen festlegen. Beispiele für PM-Standards im deutschsprachigen Raum sind die DIN 69901 für Einzelprojekte oder die DIN 69909 für Multiprojektmanagement. Auf internationaler Ebene existieren beispielsweise die ISO 21500 für Einzelprojekte oder die ISO 21504 für das Projektportfoliomanagement.

Wie unterstützen PM-Standards und Normen Unternehmen?

Entgegen der verbreiteten Ansicht, dass PM-Normen und Standards in Unternehmen zu mehr Bürokratie führen, zeigt sich in der Realität, dass sie eine entlastende Funktion haben und Aufwände nach der Einführung reduzieren: Die organisationsübergreifende Sprache bei Begriffen und Methoden reduziert Missverständnisse und die damit verbundenen hohen Aufwände, sie zu klären. PM Normen verkörpern praxiserprobte Prozessabläufe, die auf spezifische Unternehmensanforderungen angepasst werden. Da PM-Normen einem maximal 5-jährigen Wartungszyklus unterliegen, haben Unternehmen die Gewissheit, dass das System stetig weiterentwickelt wird und dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Individuell konfiguriert werden die unternehmensspezifischen Teile des Projektmanagement-Systems. Durch die Einführung von PM-Standards und -Normen in Unternehmen entstehen neue Rollenmodelle bzw. Gremien, wie die des Projektleiters, Kernteam-Mitglied, Steuerkreise etc., die mehr Verantwortung für die Mitarbeiter nach sich ziehen und deren Motivation und Engagement erhöhen. In vielen Unternehmen entwickeln sich hybride Formen des Projektmanagements: Auf dem Framework klassischen Projektmanagements werden agile Ansätze eingesetzt, mit offeneren Ziel- und Zeitvorgaben.

Multiprojektmanagement mit Standards und Normen in der Praxis:

Ralf Roeschlein, Vorstand der Shift Consulting AG: „ In meiner Beratungspraxis in Unternehmen zeigt sich deutlich der Trend, dass die Zunahme an Projekten zu einer aktiveren Rolle des Topmanagements bei der Steuerung der Projektlandschaft führt. Die Anwendung von PM-Standards sorgt für mehr Sicherheit, Qualität und geringeren Aufwänden. Selbst in der öffentlichen Verwaltung gibt es eine Vereinheitlichung von Begriffen und Konzepten, beispielsweise beim Bundesministerium des Inneren. Das Thema der Prozess-Sicherheit ist in vielen Branchen, wie der Luft- und Raumfahrtbranche, im Pharmabereich oder in der Automobilbranche essentiell. Generell gilt: Die aktive Rolle des Topmanagements in der Multiprojektsteuerung nimmt zu.“

Weitere Informationen:

www.shift-ag.com

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