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Fragezeichen MannGründen liegt nach wie vor im Trend: Rund 770.000 Start-ups entstanden laut Statistik allein im zurückliegenden Jahr. Etwa ein Fünftel davon setzt auf ein digitales Geschäftsmodell.

„Entscheidend für den Erfolg einer solchen Geschäftsidee sind kompetente, strategische Partner“, so die Erfahrung von Florian Birnkammer, Jörg Hermsdorf und Tobias Kopp, die sich 2015 mit einem digitalen Sport- und Freizeitangebot selbstständig machten. Die Professionalität ihrer Partner ermöglichte ihnen damals nicht nur einen reibungslosen Start – sie verschaffte ihrem jungen Unternehmen letztlich den entscheidenden Vorsprung am Markt.

Entstanden war die Gründungsidee aus einer privaten Leidenschaft: Die begeisterten Tourengeher und Skifahrer Birnkammer, Hermsdorf und Kopp verbrachten immer schon viel Zeit in den Bergen – am liebsten abseits der Standardrouten. „Ab 30 wurde es aber immer schwieriger, Bergpartner mit dem gleichen Anspruch zu finden“, erinnert sich Birnkammer. „In dem Alter haben die meisten Familie und Karriere, da verändern sich die Prioritäten.“ Wer trotzdem noch Zeit findet, möchte sich lieber einer fertig geplanten Tour anschließen, als selbst etwas zu organisieren. So kam Birnkammer die Idee zum Guidefinder: Eine Plattform, die Outdoor-Aktivisten, Bergführer und Tourenanbieter sogar über Ländergrenzen hinweg zusammenbringt.

Keine studentische „Luftnummer“

Der Herr seiner Ziele zu sein – das habe ihn gereizt, erzählt der Gründer heute. Seine Geschäftsidee finanzierte er deshalb zusammen mit seinen Geschäftspartnern zunächst aus privaten Mitteln. Umso wichtiger war den Gründern, für jeden investierten Euro Qualität zu bekommen. Make or Buy, das Dilemma vieler Start-ups, war somit gar keines: „Gerade für die Entwicklung unserer App, der wichtigsten Schnittstelle zu unseren Nutzern, wollten wir keine Luftnummer mit ein paar Werkstudenten riskieren.”

Viele Start-ups gehen einen anderen Weg: Eine nicht repräsentative Umfrage unter über 500 Gründern ergab Ende Juli, dass praktisch alle einer Entwicklung im eigenen Haus den Vorzug geben würden. Viele unterschätzen dabei die praktischen Probleme: Eine unabhängige US-Studie belegt, dass auch im Land der großen Internetkonzerne nur sechs Prozent der Unternehmen über ausreichende personelle Ressourcen verfügen, um mobile Anwendungen in akzeptabler Zeit und Qualität selbst zu programmieren. Sogar Unternehmen, die auf eigene Entwickler, Projektmanager und Testingenieure zurückgreifen können, würden in aller Regel den Aufwand unterschätzen, so das Ergebnis der Studie.

Professionelle Sparringspartner

Zwar hatte das Gründertrio aufgrund früherer Rollen in Führungsfunktionen bei IT- und Marketingberatungen die passende Expertise im Haus. Ein eigenes Team aufzubauen und die Kräfte mit der App-Entwicklung zu binden, fanden sie jedoch strategisch nicht sinnvoll. In Jens Wehrmann, CEO der Mobile Software AG, und seinem Team fanden die Unternehmer geeignete Sparringspartner für ihr Projekt. “Viele Details haben sich erst in der Zusammenarbeit entwickelt: Wir haben gemeinsam über Ideen diskutiert, Lösungen prototypisch entwickelt, getestet und vieles auch wieder verworfen. Diese kontinuierliche Herausforderung durch die Agentur hat uns geholfen, unsere Lösungsansätze zu schärfen und Alternativen zu entwickeln, wenn wir einmal in einer Sackgasse gelandet sind“, lobt Birnkammer rückblickend. Beide Seiten betonen: Die Zusammenarbeit war von Fairness und Partnerschaftlichkeit geprägt, der Prozess offen genug, dass auch Guidefinder-Mitgründer Hermsdorf zeitweise eng mit dem Entwicklungsteam zusammenarbeiten konnte. „Wir hätten in dieser frühen Phase nicht besser fahren können“, betont Birnkammer. Auch Jens Wehrmann erinnert sich gern an die Zusammenarbeit: „Wir mochten das Projekt sofort und konnten aus unserer Erfahrung heraus auch viel Wertvolles beitragen. Auf der anderen Seite hatten wir einen sehr kompetenten Kunden, der uns konstruktiv gefordert hat. Die Guidefinder App gehört zu unseren Best Practices.“

Abgerechnet wird zum Schluss

Das könnte auch daran liegen, dass das Ergebnis schlagende Argumente für eine App-Entwicklung mit spezialisierten Partnern liefert: Noch während der Konzeption und Entwicklung des ersten Prototypen wurden am Markt Ankündigungen zu ähnlichen Lösungen laut. Aufgrund des agilen und flexiblen Entwicklungsmodells konnte Guidefinder trotz der üblichen technischen Herausforderungen in nur gut drei Monaten in einen Beta-Test gehen und nach weniger als sechs Monaten als marktreifes Produkt gelauncht werden. Die angekündigten Wettbewerbslösungen waren zu dieser Zeit noch in der Entwicklung.

Die Investition in die professionelle Entwicklung mit einer Agentur hat sich für Birnkammer und seine Partner damit gleich mehrfach gelohnt: Sie stärkte die Positionierung am Markt und schonte am Ende auch die Ressourcen. Bei einer Inhouse-Entwicklung mit Freunden und Werkstudenten wäre das nicht möglich gewesen, da ist sich der Gründer sicher: „Ein Zeitrahmen, den man sich selbst steckt, ist weniger strikt. Die Verbindlichkeit einer offiziellen Geschäftsbeziehung hat uns gut getan.“ Hätte es Probleme gegeben, wogegen auch eine Inhouse-Entwicklung niemals immun ist, wären zudem Pflichten und Aufgaben klar gewesen, ergänzt Jens Wehrmann. Das sei gerade für Gründer ein wichtiger Schutz für ihre Investition. „Hat man dagegen mit Freunden zusammengearbeitet, hat man am Ende womöglich weder ein Produkt noch Freunde“, so Wehrmann.

Neues in Planung

Und die Kosten? Die seien im Großen und Ganzen im geplanten Rahmen geblieben, beruhigt Birnkammer. Und verrät: „Wenn sich die Dinge weiterhin so gut entwickeln, werden wir das Geld für die Entwicklung in absehbarer Zeit wieder drin haben.“ Auch für die Mobile Software AG ist das durchaus Grund zur Freude: Denn Wehrmanns Erfolgsteam arbeitet mit den Guidefindern bereits am nächsten Projekt.

www.mobile-software.de
 

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