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Thorsten-PiontekZwei SIM-Karten, ein Smartphone – ein Tipp für alle Handy-Intensivnutzer, die kräftig sparen wollen. Thorsten Piontek von 7mobile erklärt, was hinter der Idee einer geteilten Handy-Identität steckt und warum die großen Netzbetreiber die Geräte am liebsten verhindern würden.

Viele neue Smartphones bieten optional Platz für zwei SIM-Karten in einem Gerät, die simultan laufen, also gleichzeitig empfangen und versenden. Nur bei wenigen muss man aktiv zwischen den verschiedenen SIMs hin- und herschalten. Doch was ist der Vorteil? „Viele Menschen haben zwei verschiedene Handys, eines für die Arbeit und ein weiteres privates Telefon. Andere pendeln oft zwischen verschiedenen Ländern und haben dann für jedes Land eine SIM in einem Telefon. Hier schafft ein Handy mit Dual-SIM-Abhilfe“, erklärt Thorsten Piontek, Gründer des unabhängigen Handyportals 7mobile.

Günstige Daten-Tarife nutzen

Doch Dual-SIM-Handys sind längst nicht mehr nur die Wahl von Business-Kunden. Richtig sparen kann, wer eine Karte für Gespräche und eine für Daten zu nutzt. „Wer zum Beispiel Filme schaut, hat schnell einen deutlich erhöhten Datenverbrauch und reine Daten-Tarife sind deutlich günstiger“, so Piontek. Eine Erhöhung des Datenvolumens zur HighspeedGeschwindigkeit kostet in vielen Tarifen der Deutschen Telekom z.B. 4,95 Euro für 250 MB, also 20 Euro bei 1 GB. Für diesen Preis bekommt man als Datentarif in der Regel 3-6 GB Datenvolumen mit meist sogar deutlich höherer maximaler LTE Geschwindigkeit, als bei Voice-Tarifen. Die Ersparnis ist vor allem bei höherem Datenverbrauch immens, vor allem wenn ein Voice-Tarif mit Allnet-Flat eines Discount-Anbieters mit einem Datentarif kombiniert wird.

Für Netzbetreiber ist der aufgeklärte Verbraucher allerdings wenig erstrebenswert, denn sie subventionieren durch den Tarif die Hardware und müssen an der SIM-Karte verdienen. Das geht aber nicht, wenn Sparfüchse nach Belieben zur Discount-SIM wechseln. Zwischen fünf und 20 Prozent des Umsatzes machen Anbieter mit den teuren Roaming-Gebühren. Diese entfallen aber, wenn im Urlaub eine ausländische Prepaid-SIM-Karte eingesetzt wird.

RoamingGebühren umgehen

„Gerade im Urlaub kann ein Dual-SIM-Phone das Sparen erleichtern. Wer RoamingGebühren umgehen will, kauft vor Ort einfach eine Prepaid-Karte“, so Piontek. Vor diesem Hintergrund über die Netzbetreiber Druck auf die Hardware-Hersteller aus um zu verhindern, dass in Deutschland Dual-SIM-Geräte angeboten werden. „Nur unabhängige Handy-Online-Shops wie 7mobile können eigene Hardware anbieten, welche die Netzbetreiber nicht selbst im Sortiment haben.“

Trotz der Vorteile, ist die Nachfrage nach Dual-SIM-Geräten noch gering. „Viele Kunden wissen gar nicht, dass es auch aktuelle Top-Modelle wie das Galaxy S6 auch in einer DualSIM-Variante gibt, weil die Anbieter es lieber verschweigen“, so Thorsten Piontek. Die Zusatzkosten für die Dual-SIM-Variante schwanken deutlich. Sie schwanken zwischen 50 und 100 EUR gegenüber der Single-SIM-Variante. „Es gibt aber auch Hersteller, wie Microsoft, HTC und Wiko, die Dual-SIM-Geräte ohne nennenswerte Aufpreise anbieten können“, so Piontek.  

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