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ChangeInnerhalb von neun Monaten hat Sycor gemeinsam mit der sfm medical devices GmbH aus dem hessischen Wächtersbach eine SAP ERP-Lösung eingeführt und das bestehende Alt-System abgelöst. Der Übergang erfolgte im laufenden Geschäftsbetrieb – ohne Produktionsausfälle.

„Unser damals im Einsatz befindliches ERP-System hatte einen sehr alten Release-Stand und wurde deshalb vom Hersteller nicht mehr mit Support unterstützt. Wir mussten die Entscheidung treffen, ob wir eine neue Version unseres Altsystems oder eine andere Lösung einführen wollten“, blickt Dr. Alexander Dziengel, der Geschäftsführer der sfm medical devices GmbH auf die Zeit vor der Neueinführung zurück. In einem systematischen Auswahlprozess habe sich schnell SAP als beste Option herauskristallisiert: Neben der sehr guten Integration der QM-Funktionalitäten, sprach auch die weite Verbreitung bei Kunden und Lieferanten für die ERP-Lösung aus Walldorf.

„Eine Verzahnung der Prozesse und eine hohe Integration der IT erleichtern unseren integrierten Lösungsansatz. Wir liefern unseren Kunden qualitativ hochwertige medizinische Einmalprodukte und übernehmen die Entwicklung, die Produktion sowie die Verpackung bis hin zur Logistik und stellen die Einhaltung regulatorischer Anforderungen sicher“, erklärt Dziengel. „Die Branchendurchdringung hat also auch dazu geführt, dass wir uns letztlich entschieden haben, die SAP Business All-in-One Lösung einzuführen.“

Da die Qualitätseigenschaften der sfm-Produkte sowohl aus der Beherrschung unterschiedlicher Fertigungstechniken aus der Metall- und Kunststoffverarbeitung, als auch aus dem interdisziplinären Zusammenspiel aller Unternehmens-Abteilungen resultieren, sollte die gesamte Prozesskette im neuen ERP-System umgesetzt werden – für das Stammhaus im hessischen Wächtersbach und die produzierende Tochtergesellschaft SaFeMed im tschechischen Prag. Eine Analyse der Prozesse und, wenn notwendig, deren Anpassung an den Best-Practice-Standard sollte parallel erfolgen. Den Auftrag für das Gesamtprojekt erteilte der Medizinprodukte-Hersteller dem Göttinger SAP-Partner und IT-Gesamtdienstleister Sycor.

Intercompany-Business mit Tochtergesellschaft in Prag

Als eine der Herausforderungen im Projekt stellte sich heraus, dass sfm für jeden der zwei Standorte, im hessischen Wächtersbach und im tschechischen Prag, einen separaten Mandanten aufgebaut hatte. „Damit sfm von den Vorteilen einer integrierten, unternehmensweit einheitlichen ERP-Lösung profitieren kann, haben wir die beiden Mandanten im SAP Business All-in-One zusammengeführt. Dazu mussten wir eine harmonisierte Datenmigration sicherstellen“, betont Sycor-Projektleiter Oliver Mittermeier. „Mit der Daten-Harmonisierung haben wir für sfm Prozessoptimierungen mit schnelleren Durchlaufzeiten und geringeren Datenpflegeaufwänden in der Intercompany-Abwicklung realisiert. Auch die komplexe, stufige Fertigung ist im neuen SAP-System abgebildet.“

Alle Produktionsprozesse finden sich in der von Sycor angepassten Lösung wieder: Die Kunststofffertigung mit Spritzguss- und Umspritzungsanlagen, Metallbearbeitungsprozesse wie Schleifen, Biegen, Kaltverformen, Elysieren und Strahlen sowie die Produktmontage unter Reinraumbedingungen und der Produkt-Sterilisationsprozess. Die von Sycor entwickelte Zusatzlösung Sycor.ProductionCockpit zur Produktionsplanung und -steuerung haben die Göttinger Experten ebenfalls in die Prozesswelt der sfm medical devices GmbH integriert. „Das alte System wurde vollständig abgelöst. Wir haben, neben der Produktion und der Arbeitsvorbereitung, auch Materialwirtschaft, Einkauf, Lagerverwaltung und in Teilen das Qualitätsmanagement umgesetzt. Auch die Vertriebs- und Versandabwicklung sowie die Finanzbuchhaltung und das Controlling werden durchgehend unterstützt“, zählt Sycor- Projektleiter Mittermeier auf.

Für Dr. Alexander Dziengel, den Geschäftsführer der sfm medical devices GmbH, ist die SAP-Einführung ein voller Erfolg: „Wir haben mehr Transparenz und Effizienz in unseren Prozessen, das Intercompany-Business mit unserem Tochterunternehmen funktioniert reibungslos.“ Besonders betont er: „Obwohl das Projekt mit Konzeptphase nur neun Monate gedauert hat, hat Sycor einen weichen Übergang bei der Ablösung ermöglicht. Wir hatten keinerlei Ausfälle in der Produktion und Logistik zu vermelden. Das war wichtig für uns. Unsere Entscheidung für Sycor und SAP hat sich voll bestätigt.“

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