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B2B

Heute breiten sich B2B-Marktplätze in Beschaffungsorganisationen immer rasanter aus. Laut Handelsblatt entstehen in immer mehr Branchen spezialisierte Onlinehändler und digitale Marktplätze, die das Geschäft mit der Beschaffung entdecken.

Darüber hinaus wird geschätzt, dass bis 2022 50 Prozent aller Legacy-Software zur Ausgabenanalyse ausgemustert und durch Künstliche Intelligenz-gestützte Tools ersetzt werden. Was bedeutet das für Unternehmen und deren IT? 

Der B2B-Einkauf ist noch nicht ganz auf dem Niveau des B2C-Einkaufs, aber er wird jeden Tag besser

Marktplatzlösungen müssen die internen Prozesse von Unternehmen "durchgängig" integrieren, um einen Mehrwert zu bieten und den Wachstumstrends im B2C-Umfeld gerecht zu werden. Leider gibt es immer noch eine Lücke zwischen B2B- und B2C-Fähigkeiten, die auf vier kritische Funktionalitäten hinausläuft. 

Die Fähigkeit:

  • zu kontrollieren, welche Lieferanten in einen Marktplatz aufgenommen werden und welche Artikel an ein Unternehmen verkauft werden können.
  • Beziehungen, Preise und Konditionen mit Lieferanten kundenindividuell einzurichten.
  • Kaufoptionen für bestimmte Käufer festzulegen und ihnen mehr oder weniger Optionen zu geben.
  • eine wettbewerbsfähige Umgebung zum Zeitpunkt des Kaufs zu schaffen.

Der Marktplatzansatz ist deutlich besser als der traditionelle Einkauf

Marktplatzlösungen stören traditionelle Einkaufsprozesse, indem sie Big Data, Künstliche Intelligenz (KI) und neue Technologien wie IoT (Internet of Things) mit einbeziehen. Und sie fügen dem elektronischen Beschaffungsprozess drei wichtige Schritte hinzu. Erstens wird die Umstellung auf einen Marktplatz-Ansatz den Einkäufern die Möglichkeit geben, direkt von einer kuratierten Lieferantenbasis zu kaufen. Zweitens können sich die Beschaffungsmitarbeiter auf mehr wertschöpfende Tätigkeiten konzentrieren. Drittens werden sie kleine und mittlere Lieferanten in die Lage versetzen, ihre Produkte und Dienstleistungen besser zu digitalisieren, um mit großen, globalen Anbietern konkurrieren zu können.

B2B-Einkauf auf einer ganzheitlichen Plattform 

Unternehmen wünschen sich von der genutzten Plattform mehr ein "Netflix"-Erlebnis. Das bedeutet, eine ganzheitliche Plattform, auf der sie Transaktionen durchführen und aus einer Vielzahl von Inhalten auswählen können. 

Es gibt dabei einige kritische Aspekte, die bei der Auswahl einer Lösung berücksichtigt werden müssen. Die Einkäufer müssen eine persönliche Beziehung zu ihren bevorzugten Lieferanten beibehalten, aber ihren Lieferanten auch die Möglichkeit geben, die Vielfalt eines größeren Netzwerks zu nutzen. Darüber hinaus kann eine digitale Anfrage die Zusammenarbeit zwischen dem Prozessbeteiligten und dem Lieferanten verbessern und beide Parteien profitieren von einer nahtlosen Interaktion. Und schließlich machen verbesserte Käufer- und Verkäufer-Analysen beide Parteien befähigter bessere Entscheidungen zu treffen.

Die Chance, mit Marktplätzen echten Wert zu schaffen, ist da

Marktplatzlösungen verbessern das Einkaufserlebnis, steigern die Effizienz und beeinflussen die Kommunikation zwischen Lieferanten und Käufer positiv. Das Potenzial von Marktplätzen liegt in der deutlichen Verbesserung des gesamten Beschaffungsprozesses. 

Erweiterte Analysefunktionen helfen direkte Ausgaben flexibler zu steuern. Transaktionshistorien und Dashboards mit zentralisierten Daten können denjenigen zugänglich gemacht werden, die für die Beschaffung oder Budgetverantwortung verantwortlich sind. Schwellenwerte für Ausgaben lassen sich leichter festlegen und durchsetzen.

Marktplätze eröffnen Unternehmen die Möglichkeit, ihre Einkäufe unter einem Dach zu konsolidieren. Die größere Transparenz, die sie bieten, resultiert in besserer Kontrolle über Ausgaben, um so Risiken zu reduzieren und die Compliance zu verbessern. Durch Kombination aus Preistransparenz und Produktdetails können Unternehmen fundierte Entscheidungen treffen und Vergleiche anstellen, ohne im gesamten Internet suchen zu müssen.

Lars Krüger, Director Alliance Management, EMEA
Lars Krüger
Director Alliance Management, EMEA, Tradeshift

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