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Digitale GluehbirneUm die Herausforderungen der Digitalen Transformation zu bewältigen, müssen Unternehmen Digitalisierungsstrategien entwickeln und traditionelle Strukturen überdenken – allen voran die der unternehmensinternen IT und IT-Abteilung.

Den Anforderungen, die technologische Veränderungen wie etwa Big Data, Cloud, Industrie 4.0 und Mobile Enterprise mit sich bringen, kann die klassische Unternehmens-IT meist nicht mehr gerecht werden. Hinzu kommen neue Geschäftsmodelle und Unternehmenskonzepte, schnellere Markt- und Technologiezyklen sowie ein verändertes Kunden- und Nutzerverhalten: allesamt Herausforderungen, die neue Denkweisen und veränderte Strukturen im Unternehmen und in der IT-Abteilung erfordern.

Geschäftsführer und IT-Verantwortliche müssen sich deshalb fragen, ob die interne Unternehmens-IT so gestaltet ist, dass sie den aktuellen Anforderungen an digitale Transformationsprozesse gerecht werden kann – oder ob eine Umstrukturierung erforderlich ist. Die folgenden drei Empfehlungen geben eine Orientierung:

1. Gliedern Sie Ihre IT-Abteilung in zwei Bereiche

Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen sowie die steigende Anzahl an Fachanwendungen und Prozessen aus der Cloud haben dazu geführt, dass das Datenvolumen in den Unternehmen massiv zugenommen hat. Zudem haben sich in den vergangenen Jahren sowohl die Softwareanwendungen in den unterschiedlichen Fachabteilungen als auch die Zahl der Anwender verdoppelt. Die Folge: Insellösungen, die die Komplexität der gesamten IT-Infrastruktur steigern – und damit auch den Aufwand für die IT-Verantwortlichen.

Hinzu kommt, dass Fachbereiche häufig Public Clouds und eigene mobile Endgeräte einsetzen, die ebenfalls in die vorhandene IT-Infrastruktur zu integrieren sind. Um all diese Herausforderungen zu meistern, sollten Sie Ihre unternehmensinterne IT-Abteilung folgendermaßen strukturieren: Ein Teil der IT-Verantwortlichen stellt den täglichen Betrieb sicher, während der andere Teil die Fachbereiche und die Geschäftsführung im Hinblick auf die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle und -prozesse berät.

2. Machen Sie Ihren CIO zum strategischen Partner

Wenn die IT-Infrastruktur eines Unternehmens komplexer wird und sich die IT-Abteilung teilen muss, um den Herausforderungen der Digitalen Transformation gerecht zu werden, muss sich auch die Rolle der CIOs ändern: vom klassischen IT-Support hin zum Unterstützer und Impulsgeber für die Fachbereiche bei digitalen Veränderungs- und Anpassungsprojekten.

Schon heute unterstützen CIOs laut einer aktuellen Studie zum Markt für IT-Beratung und IT-Service in Deutschland ihre Unternehmen maßgeblich bei der Erreichung folgender Ziele: Prozessoptimierung, Wachstum und Expansion, Orientierung am Kunden/Kundenbindung und -Gewinnung sowie Kostenreduktion/-optimierung. Machen Sie Ihre CIOs zu wichtigen Beratern der Fachbereiche, die die Umsetzung digitaler Strategien unterstützen und die Integration neuer Anwendungen in die bestehenden IT-Systeme verantworten. Das bietet dem CIO auch die Möglichkeit, seine Position als Experte für Themen wie Datenschutz, Technologieauswahl, Anwendungs-Integration und Sourcing-Strategien im Unternehmen weiter zu stärken und auszubauen. So kann er das Unternehmen mit modernen IT-Sourcing-Konzepten unterstützen und bei der Auswahl neuer IT-Dienstleister beraten, die Fach- und Branchenkenntnisse ebenso mitbringen sollten wie hohe IT-Umsetzungskompetenz.

3. Lassen Sie sich auf neue Formen der Zusammenarbeit ein

Durch die Digitale Transformation entstehen innerhalb von Unternehmen neue Formen der Zusammenarbeit – mit externen Partnern wie Lieferanten, Beratungs- und IT-Dienstleistern sowie mit Kooperationspartnern für die Entwicklung und Vermarktung von Produkten und Services. Ebenso gestaltet sich die interne Zusammenarbeit neu. Davon betroffen ist vor allem das Verhältnis zwischen den Fachabteilungen und der IT.

Dabei ergeben sich auf beiden Seiten neue Herausforderungen: Fachbereiche müssen lernen, ganzheitlich zu denken und angrenzende Abteilungen sowie die IT frühzeitig in ihre Planung miteinzubeziehen. Nur dadurch lassen sich Insellösungen vermeiden und gemeinsame Lösungen im Sinne eines End-to-End-Konzepts finden. Auf Seiten der IT-Abteilung gilt es, agiler zu werden – sie muss heterogene Strukturen akzeptieren und agile Projektmethoden, wie zum Beispiel Scrum, einführen. Nur so kann die IT-Abteilung als strategischer Partner an der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle und -prozesse mitwirken und die Anforderungen aus den Fachabteilungen schnell umsetzen.

Autor: Matthias Moeller, CEO von arvato Systems

 

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