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VPS

Der Ausbruch der Corona-Pandemie und die damit verbundenen Kontaktbeschränkungen haben auch in Deutschland zu einem radikalen Umdenken geführt. Nicht nur in gesellschaftlicher Hinsicht, sondern gerade auch im wirtschaftlichen Bereich.

Mehrere Wochen im Homeoffice und ohne physische Meetings in München, Hamburg oder Düsseldorf haben zudem ganz klar gezeigt: Es geht auch so!

Allerdings förderten die „neuen“ Arbeits- und Freizeitbedingungen auch einige der größten infrastrukturellen Defizite unserer (doch noch nicht so digitalisierten) Welt deutlich zutage. Eines der vielleicht auffälligsten Probleme, weil überall und immer wieder spürbare: Lange Lade- und Wartezeiten im Internet. Und das nicht nur bei überdimensionierten Video-Calls, sondern auch bei alltäglichen Anwendungen, Sessions oder Kaufabschlüssen. Irgendwie schien das gesamte digitale Netz mal langsamer und mal schneller zu laufen. Erinnern Sie sich?

Eigentlich kein Wunder. Denn wenn ganz Deutschland im Homeoffice arbeitet, sind auch deutlich mehr Menschen gleichzeitig im Internet – nicht nur zum Arbeiten, sondern auch zum „zwischendrin mal nur kurz rumsurfen“. Neben veralteten, wenig leistungsfähigen Leitungen und nur lückenhafter Abdeckung mit High Speed-Internet waren es deshalb vielfach auch schlicht und einfach serverseitige Kapazitätsprobleme, die zu stockenden Internetpräsenzen, ruckeligen Newsfeeds oder gähnend langsamen Kaufprozessen in Webshops führten.

Was lohnt sich mehr: VPS oder Dedicated Server?

Um der gesteigerten Online-Nachfrage angemessen zu begegnen, reagierten viele kleine und mittelständische Unternehmen deshalb schon in den Monaten April und Mai mit überarbeiteten Webangeboten, zusätzlichen Website-Features oder komplett neuen Onlineshops. Das Problem dabei: leistungsfähigere Anwendungen benötigen meist auch leistungsfähigere Serverumgebungen. Vor einem Wechsel vom bisherigen „Billig-Webhosting“ hin zu einer professionelleren Lösung schrecken viele Websitebetreiber, Webadministratoren oder Shopbetreiber aber noch immer zurück. Zu hoch sind die Kosten für einen eigenen Server – zumindest im klassischen Sinne.

Denn was sich bisher nur mit einem kostenintensiven, eigenen Server lösen ließ – und damit oft nicht im Verhältnis zur benötigten Performancesteigerung stand – lässt sich heute meist auch mit modernen VPS-Containern bewältigen. Und das nicht nur deutlich schneller, sondern auch wesentlich einfacher und zu einem Bruchteil der vermuteten Kosten. Ein leistungsfähiger Virtual Private Server (VPS) vereint nämlich das Beste aus beiden Server-Welten, ohne die oft ärgerlichen Nachteile!

 

 

Virtual Private Server (VPS): Die Vorteile überwiegen!

Einfach ausgedrückt verhält es sich so: Ein VPS kann im Grunde alles, was man sich auch von einem klassischen Dedicated Server wünscht. Mit dem Unterschied, dass man sich nicht mit den Problemen eines physischen Servers herumärgern muss.

  • hohe Flexibilität und Freiheit bei der Einrichtung des Servers
  • eine eigene IP-Adresse, die nicht mit anderen Nutzern geteilt wird.
  • gesamte Kapazität des Servers steht „exklusiv“ zur Verfügung, nicht nur ein kleiner Teil der Festplatte, des Arbeitsspeichers oder der CPU (wie es beim „einfachen“ Webhosting)

Das wiederum bedeutet kurze Ladezeiten, zufriedene Kunden und überschaubare Kosten – bei relativ wenig Betriebs- und Wartungsaufwand. Zudem entfallen die übermäßig hohen Anschaffungskosten für einen physischen Server sowie die üblichen Aufwendungen für Verschleiß und Austausch einzelner Hardware-Komponenten. Und da man bei einem VPS an keine spezielle Hardware-Komponente gebunden ist, droht auch kein Totalausfall durch physische Probleme am einzelnen Gerät.

Doch damit nicht genug. Denn ein Virtual Private Server bietet trotz aller „virtuellen“ Vorteile vollständigen Root-Zugriff. So lassen sich auch hier eigene Serveranwendungen wie Apache, MySQL oder PHP einfach selbst installieren und individuell konfigurieren. Sogar ein Neustart des VPS ist möglich. Zudem ist auch ein kompletter Clone in kürzester Zeit erstellt und einsatzbereit.

Kommt es darüber hinaus einmal zu deutlichen Leistungsspitzen, brilliert der VPS mit einer ganz speziellen Besonderheit – dem „Hypervisor“. Dabei handelt es sich um das Programm, das im Normalbetrieb dafür sorgt, dass der virtuelle Server über eine eigene, klar von anderen VPS getrennte Prozessorleistung und einen eigenen Arbeitsspeicher verfügt. Im Bedarfsfall kann der stark beanspruchte VPS damit nämlich auf die ungenutzte Leistung anderer VPS zugreifen und  die eigene Leistung kurzfristig nach oben skalieren. Das ist übrigens genau der Punkt, an dem ein herkömmlicher Dedicated Server für gewöhnlich „in die Knie“ geht.

Zudem bieten erfahrene Hostingprovider wie Host Europe eine große Anzahl verschiedener Control-Panels für den VPS an. Damit können auch Nutzer mit rudimentären Kenntnissen die Serververwaltung übernehmen und Software wie Wordpress, Joomla, Magento oder Shopware schnell und einfach installieren. Selbst das Einbinden und die Verwaltung von SSL-Zertifikaten ist mit Programmen wie Confixx, Plesk, cPanel normalerweise kinderleicht.

Doch auch in Sachen „Sicherheit“ können Virtual Private Server gegenüber der physischen Konkurrenz punkten: Anders als beim klassischen Webhosting teilt man sich beim VPS schließlich nicht ein und denselben Server mit anderen Websites – und ist damit schon grundsätzlich deutlich besser vor typischen Gefahren wie Data Fishing geschützt.

 

 

Probleme mit VPS: (Fast) immer Fehlanzeige!

Man mag es kaum glauben: Der größte Nachteil eines Virtual Privat Servers ist gleichzeitig einer seiner größten Vorteile. Denn wie bereits erwähnt, ist ein VPS-Container nicht an einen einzigen, physischen Server gebunden. Das reduziert die Wahrscheinlichkeit eines Totalausfalls durch schadhafte Hardwarekomponenten oder notwendige Wartungsarbeiten – macht den VPS aber auch abhängig vom übergeordneten „Wirtssystem“. Denn fällt dieses einmal aus, muss abgeschaltet oder neu gestartet werden, sind zwangsläufig auch alle virtuellen Server betroffen. Ein Szenario, das glücklicherweise sehr, sehr selten ist.

Zudem benötigt der bereits erwähnte „Hypervisor“ selbst ein gewisses Maß an Ressourcen, was theoretisch (!) dazu führen könnte, dass die betreuten Gastsysteme in Sonderfällen womöglich kurzzeitig etwas langsamer laufen. Das war es dann aber auch schon mit den Nachteilen.

Virtuelle Private Server eigenen sich damit vor allem für Anwender mit hohen Performanceansprüchen und dem Wunsch nach einem Höchstmaß an Sicherheit, gepaart mit der Möglichkeit, schnell auf sich verändernde Anforderungen reagieren zu können.

Mathias Brasche, Head of Cloud Hosting
Mathias Brasche
Head of Cloud Hosting, Host Europe

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