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Brian LavalléeÜber 95% des interkontinentalen Datenverkehrs wird heute über Seekabel übertragen. Mit der neuen Netzwerklösung GeoMesh Extreme von Ciena richten Betreiber skalierbare und flexible Netzwerke auf dem Meeresgrund ein. Brian Lavallée ist Senior Director of Portfolio Marketing bei Ciena und gibt Einblicke in die submarine Netzwerktechnik.

Was ist GeoMesh Extreme?

Brian Lavallée: Hierbei handelt es sich um eine neue und offene submarine Netzwerklösung. Sie ermöglicht es Betreibern, verschiedenste Komponenten individuell aufeinander abzustimmen, um transozeanische Netzwerke aufzubauen und nachzurüsten. 99 Prozent des interkontinentalen Datenverkehrs laufen über diese Verbindungen. Bereits 2013 brachten wir eine erweiterte Version von GeoMesh auf den Markt. Damit konnten wir submarine Netze auf eine neue Art entwerfen, konstruieren und steuern. Seit Juni diesen Jahres ist GeoMesh Extreme erhältlich. Die Lösung kommt innerhalb unserer Partnerschaft mit TE SubCom zum Einsatz. Das Unternehmen zählt zu den Pionieren der Branche und bietet submarine Kommunikationstechnologie sowie marine Dienste an.

Was ist neu an GeoMesh Extreme im Vergleich zu Geomesh?

Brian Lavallée: Die meisten modernen Tiefseekabel basieren auf kohärenter, also zusammenhängender, optischer Übertragungstechnologie. Sie ermöglicht enorme Verbesserungen bei der Kapazität im Vergleich zu altgedienten Telegrafenkabeln und kann mehrere Terabit an Daten pro Sekunde verlässlich übertragen. Die Datenmengen, die sich über Glasfaser transportieren lassen, sind stetig gewachsen. Jede einzelne Glasfaser ist so dünn wie ein menschliches Haar und wird in Kabeln gebündelt, die etwa so dick wie ein Gartenschlauch sind. Die Kabel erstrecken sich über tausende Kilometer auf dem Meeresboden.

Mit GeoMesh führten wir als einer der ersten die Point-of-Presence-Vernetzung ein. Dabei haben wir uns die Datenpfade aus einer holistischen Perspektive angeschaut. Wir integrierten die submarine Kabelstation und die terrestrischen Backhaul-Links auf jeder Seite als eine nahtlose End-to-End-Verbindung. Zu dieser Zeit waren die Endpunkte typischerweise noch die Vermittlungsstellen der Telefongesellschaften. Heute handelt es sich eher um Rechenzentren. Tiefseekabel konnten nun im Grunde genau so wie terrestrische Netzwerke behandelt werden, nur dass sie eben auf dem Meeresgrund verlegt sind. Folglich können Betreiber heute ihre End-to-End-Netzwerke viel einfacher und kosteneffizienter entwerfen, konstruieren und steuern.

Die Anforderungen an die Netzwerke ändern sich jedoch ständig. Auch die Lösungsanbieter müssen deshalb kontinuierlich neue Innovationen hervorbringen. Im Vergleich zu seinem Vorgänger hat GeoMesh Extreme wichtige Erweiterungen erhalten. Dazu zählen die kohärenten, optischen WaveLogic-Ai-Prozessoren, das Netzwerk-Management „Blue Planet Manage, Control and Plan“ sowie „Blue Planet Analytics“, Packet Switching, intelligentes Protection Switching und eine Reihe an professionellen Netzwerkdiensten.

Worin liegt die Notwendigkeit für die Lösung?

Brian Lavallée: Das liegt klar auf der Hand: Die Bandbreitennachfrage für submarine Netzwerke verzeichnete weltweit eine jährliche Wachstumsrate von 45 Prozent. Es gibt einfach keine Alternative zu submariner Kabelinfrastruktur. Entgegen der allgemeinen Auffassung sind Satelliten nicht konkurrenzfähig. Das zeigt sich in den Bereichen Kapazität, Leistung, Verfügbarkeit, Sicherheit und Kosten, wenn wir Satellitenverbindungen mit optischen Hochgeschwindigkeits-Netzwerken zu Land und unter Wasser vergleichen. Die meisten Nutzer haben von Tiefseekabeln noch nie etwas gehört. Doch still und ungesehen transportieren diese Leitungen Informationen entlang des größten Bauprojekts der Menschheit – dem Internet.

Wie können Betreiber von GeoMesh Extreme profitieren?

Brian Lavallée: GeoMesh Extreme ermöglicht es Betreibern, die Profitabilität von neuen und bereits bestehenden submarinen Netzwerken zu optimieren. Dabei können sie die riesige Nachfrage nach Bandbreite adressieren sowie dem andauernden Preisverfall begegnen. Die neue Lösung ermöglicht es Betreibern außerdem, sowohl proaktiv als auch reaktiv unvermeidliche Netzwerkfehler zu beheben. Zum Einsatz kommen dabei intelligente Software, Automation, Big-Data-Analysen und intelligente Mesh-Netzwerke. Sie ermöglichen einen fortlaufenden Schutz der kritischen submarinen Netzwerkinfrastruktur.

Welche Ratschläge haben Sie für Betreiber in Hinsicht auf die Zukunft von submarinen Netzwerken?

Brian Lavallée: Einfach gesagt gibt es keine Alternative zu Tiefseekabeln. Das bedeutet, wir müssen fortwährend innovativ bleiben um die Informations-Kapazität dieser interkontinentalen Verbindungspunkte zu erhöhen. Außerdem geht es darum, sie stärker vor Störungen zu schützen und eine kontinuierliche Verfügbarkeit zu sichern. Ferner gilt es, die Gesamtbetriebskosten zu optimieren, denn so lässt sich der voranschreitenden Preiserosion entgegenwirken. Diese scheinbar widersprüchlichen Ziele dürfen wir nicht aus den Augen verlieren.

www.ciena.de
 

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