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Helpful TipsUm ein Monitoring für IT-Umgebungen effizient aufzusetzen, ist es zunächst wichtig zu wissen, welche Parameter rund um die IT-Umgebung überhaupt zu überwachen sind.

Schließlich müssen sich Kosten und Nutzen die Waage halten, das Ausfallrisiko muss aber trotzdem minimiert werden. Rittal gibt Technikern und IT-Experten die notwendigen Tipps bei der Auswahl und Inbetriebnahme von Überwachungslösungen in kleinen IT-Umgebungen.

IT-Systeme sind zu einem unverzichtbaren Werkzeug geworden, um damit die komplexen Prozesse innerhalb eines Unternehmens zu steuern. Gleichzeitig müssen Anwendungen wie Online-Shops rund um die Uhr funktionieren, denn bei einem Ausfall drohen Umsatzverluste und unzufriedene Kunden. Während große Organisationen ihre IT-Umgebung mit einer ganzen Abteilung voller Experten am Laufen halten, können sich kleinere Betriebe eine solche Mannschaft nicht leisten. Für diese Unternehmen ist es umso wichtiger, mit cleveren Überwachungssystemen das Monitoring ihrer IT- und Netzwerkkomponenten zu automatisieren. Deren Aufgabe ist es dann, die Serverschränke im eigenen Haus kontinuierlich auf eventuelle Probleme zu überwachen und frühzeitig den IT-Administrator oder das Facility Management zu informieren.

Eine Bestandsaufnahme hilft, den Sicherheitsbedarf für die IT im eigenen Haus oder bei Kundenprojekten zu ermitteln. Zentrale Fragen sind beispielsweise: Welche IT-Systeme sind geschäftskritisch und daher besonders wichtig? Welche administrativen Aufgaben müssen an den IT-Systemen permanent ausgeführt werden? Steht ständig IT-Fachpersonal zur Verfügung? Gibt es nur einen einzelnen IT-Standort oder existieren mehrere? Anhand dieser und weiterer Fragen können Techniker im ersten Schritt den Sicherheitsbedarf einschätzen. Generell sollten die Systeme hinsichtlich Temperatur, Energieversorgung, Zugangssicherheit und Brandschutz überwacht werden.

Wenn’s heiß hergeht

Einer der kritischsten Faktoren beim IT-Betrieb ist die Temperaturüberwachung. Gerade bei kleineren Betrieben stehen Serverschränke oftmals in normalen Büroumgebungen oder in Räumen, die nur mit herkömmlichen Raumklimageräten gekühlt werden. Daher ist hier ein automatisches Monitoring rund um die Uhr notwendig. Auch am Wochenende muss die Lösung sicherstellen, dass Techniker im Fehlerfall rechtzeitig über ihr Smartphone informiert werden. Idealerweise sollte das Monitoring um eine Shut-Down-Funktion ergänzt werden, bei der Server automatisch heruntergefahren werden, bevor die Hitze dazu führt, dass die Hardware beschädigt wird und Daten verloren gehen. Auch kann es sinnvoll sein, den Serverschrank mit einer automatischen Türöffnung zu versehen, um durch diese „Notkühlung“ einen sofortigen Hitzestau zu vermeiden. Eine Lösung zur Temperaturüberwachung stellt eine Minimalanforderung für den sicheren IT-Betrieb dar und ist für wenige Hundert Euro realisierbar.

Trau, schau, wem!

Vorschriften wie Basel II verpflichten Unternehmen, bestimmte Standards rund um die IT-Sicherheit einzuhalten. Dazu gehört es auch, zu protokollieren, welche Personen zu welchem Zeitpunkt Zugriff auf die IT-Systeme hatten. Dazu muss die Monitoring-Lösung erfassen, ob und wann die Tür zu einem Serverschrank geöffnet wurde. Dies ist besonders dann wichtig, wenn die IT-Racks nicht in einem speziell gesicherten Rechenzentrum stehen. Für mehr Sicherheit sorgt ein elektrischer Griff in Kombination mit einem Lesegerät: Damit lässt sich auch der Zugriff mehrerer Personen detailliert protokollieren.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Brand, Wasser und Vandalismus sind weitere Gefahren, die eine Monitoring-Software zu überwachen hilft. Laufen beispielsweise bei einem älteren Gebäude Wasser- und Heizungsrohre durch den selben Raum, in dem Serverschränke stehen, sollte ein Feuchtigkeitsmelder installiert werden. Kommt es zu einem Brand im Rack – etwa durch einen Kurzschluss – erfasst ein Brandmeldelöschsystem die Rauchentwicklung und löst automatisch eine Löschung aus. Das Löschsystem beansprucht im Rack nur eine Höheneinheit und entzieht dem entstehenden Brand die Wärmeenergie. Da das Gas sich jedoch mit der Zeit verflüchtigt, müssen die elektrischen Komponenten zeitnah von der Energieversorgung getrennt werden, zum Beispiel mit schaltbaren Power Distribution Units (PDUs).

Geld sparen beim Energieverbrauch

Wer die IT-Betriebskosten optimieren möchte, muss dafür zunächst den exakten Stromverbrauch bestimmen. Grundlage für ein effektives Energiemanagement sind Werte dazu, wie viel Strom die Server und Netzwerkkomponenten verbrauchen. Power Distribution Units (PDUs) mit Messfunktion geben detaillierten Aufschluss über den Stromverbrauch innerhalb der IT-Schränke. Wer nur wenige Serverschränke betreibt, kann diese Werte natürlich auch über das Facility Management ermitteln lassen, beispielsweise mit einem klassischen Stromzähler.

CMC III von Rittal: Beispiel für eine Lösung

Das Rittal Computer Multi Control (CMC) III ist modular aufgebautes System für die Überwachung von IT-Umgebungen. Die flexible Lösung kann bis zu 32 Sensoren oder 162 digitale Eingänge und 65 Relaisausgänge verknüpfen. Weiter können Rack-Zugangssysteme und ein RFID-Dokumentations-Management-System für die automatische Inventarisierung von IT-Umgebungen angebunden werden. Zur Produktpalette gehören unterschiedlichste Sensoren, beispielsweise für Feuchtigkeit, Temperatur, Türüberwachung, automatische Türöffnung, Differenzdruck, Erschütterung und Vandalismus.

Das System erfordert keine Programmierkenntnisse und ist über eine komfortable Web-Seite einzustellen. Es überwacht die Umgebung permanent und meldet automatisch die Überschreitung von Grenzwerten. Im Notfall reagiert das System automatisch und leitet direkt Gegenmaßnahmen ein. Das System lässt sich sowohl an IT- als auch an Gebäude- und Industrieleitstände anbinden und ist auch in kleinen Systemumgebungen ideal einsetzbar.

Anbindung an Facility Management

Komponenten zur Klimatisierung sowie zur Stromabsicherung und -verteilung kommunizieren über gängige Netzwerkprotokolle mit der Managementsoftware. Ergänzend lassen sich Sensoren für zahlreiche Betriebsparameter wie Feuchte, Stromaufnahme, Öffnungsstatus der Schranktüren und Temperatur an die Konsole anbinden. Über standardisierte Schnittstellen beispielsweise OPC-UA, ein Netzwerkprotokoll für die Gebäudetechnik, kann die Software auch das Facility Management mit anbinden. Aus dem Gesamtbild der Daten lässt sich ein sehr genaues Abbild zum aktuellen Status der IT-Systeme erstellen. Weichen einzelne Komponenten von dem Status ab, wird der Techniker informiert und kann rasch aktiv werden.

Genau hinschauen

Die Überwachung der IT-Infrastruktur erfolgt mit einer DCIM (Data Center Infrastructure Management)-Software. Der Vorteil: jede überwachte Komponente wird auf einer zentralen DCIM-Konsole auf einer eigenen Konfigurationswebsite angezeigt, denn die Überwachung der Einzelkomponenten wäre mit einem hohen Aufwand verbunden. DCIM-Lösungen überwachen alle Sensoren der Gebäude- und IT-Technik und stellen die wichtigsten Parameter klar auf einer Übersichtsseite dar – ähnlich wie einem Bordcomputer. So erkennen Techniker auf einen Blick, ob die Systeme ordnungsgemäß funktionieren. Allerdings: Häufig sind DCIM-Lösungen für das Monitoring kompletter Rechenzentren ausgelegt und dementsprechend komplex. Wer nur wenige Serverschränke nutzt, kommt oftmals auch mit der Software aus, die Lösungsanbieter für IT-Infrastruktur im Portfolio haben. Rittal liefert beispielsweise mit der Lösung RiZone eine modular aufgebaute und daher flexibel nutzbare DCIM-Anwendung, die auch in kleinen Umgebungen sinnvoll einsetzbar ist.

www.rittal.de

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