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Fünf Betriebskrankenkassen aus der Region Ostwestfalen-Lippe arbeiten zusammen, um ihre IT-Dienstleistungen zu konsolidieren. Thin Client-Lösungen von IGEL senken die Desktop-Kosten nachhaltig. 

Die IT-Kosten dauerhaft senken – mit dieser Zielsetzung gründeten mehrere Betriebskrankenkassen in Nordrhein-Westfahlen 2011 die BKK IT-Arbeitsgemeinschaft OWL. Die einzelnen Organisationen, zu deren größeren die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER, die Heimat Krankenkasse und die Bertelsmann BKK zählen, teilen sich damit insbesondere den Einkauf und die Betreuung der im Verbund genutzten Soft- und Hardware. Um dabei auch die Desktop-Kosten je Arbeitsplatz nachhaltig zu senken, startete die IT-Arbeitsgemeinschaft ein umfassendes Standardisierungsprojekt.

Neue Private Cloud für alle BKKs

Alle fünf Mitglieder der BKK IT-Arbeitsgemeinschaft OWL wiesen zur Zeit der Gründung bereits zentralisierte und teils virtualisierte IT-Infrastrukturen auf, die es nun in eine gemeinsame Private Cloud zusammenzuführen galt. Vom eigenen Rechenzentrum aus sollten die dort laufenden Anwendungen der Betriebskrankenkassen über eine einheitlich fernadministrierbare Desktop-Umgebung bereitgestellt werden. Die effizientere und daher bevorzugte Lösung bestand aus Thin Clients, mit denen schon zu Beginn des Projektes rund 90 Prozent der Belegschaft arbeiteten.Allerdings setzten sich die bereits verwendeten Thin Clients aus einer Reihe unterschiedlicher Hersteller zusammen, darunter auch Thin Clients eines japanischen Technologiekonzerns, die eine Einzelgerätelizenz erforderten.

„Weil diese Lizenzen ausliefen und die Hardware nicht mehr den künftigen Anforderungen entsprach, suchten wir einen neuen Lösungsanbieter“, berichtet Sigismondo Bordino vom Team IT-Service der BKK IT-Arbeitsgemeinschaft OWL. Außerdem waren wir mit dem Support und der bisherigen Managementlösung unzufrieden.“

Lizenzfreie Thin Clients von IGEL

Nach einer ausführlichen Teststellung entschied sich die IT-Arbeitsgemeinschaft für eine Lösung des Thin Client-Spezialisten und deutschen Marktführers IGEL Technology. Dessen Geräte sind im Gegensatz zum vorherigen Anbieter ebenso wenig lizenzbehaftet, wie die im Lieferumfang enthaltene Remote-Managementsoftware IGEL Universal Management Suite (UMS). Ein weiteres Entscheidungskriterium erfüllten die IGEL-Modelle durch die Unterstützung der sogenannten trimodalen Tastatur von Siemens, die für den Zugriff auf das mittlerweile abgelöste ERP-System erforderlich war. „Das Gesamtpaket von IGEL war sehr überzeugend und passte hervorragend zu unserer Zielsetzung, die Client-Umgebung zu standardisieren und möglichst effizient zu managen“, erinnert sich Sigis-mondo Bordino. Ein weiteres Argument für IGEL als Lösungsanbieter bildete dessen Software Thin Client Universal Desktop Converter (UDC), mit dessen Hilfe sich PCs und ausgewählte Thin Clients anderer Hersteller auf Betriebssystemebene in IGEL Thin Clients umwandeln lassen. Dadurch gelang es dem IT-Team, rund 100 ältere Thin Clients und PCs kosteneffizient mit dem Betriebssystem IGEL Linux zu versehen und einheitlich über die UMS zu managen. 

Zukunftssichere Endgeräte

Insgesamt zählt die von der IT-Arbeitsgemeinschaft betreute Client-Umgebung etwa 900 Endgeräte, davon sind rund 700 Thin Clients. Zunächst entschied sich die BKK IT-Arbeitsgemeinschaft OWL für das Spitzenmodell IGEL UD5 LX, dessen großes Angebot an Hardware-Schnittstellen auch zwei DVI-Schnittstellen für die Einführung von Dual-View-Arbeitsplätzen bot. Von diesem Typ wurden bis Ende 2013 insgesamt 500 Geräte angeschafft. Den künftigen Standard bildet das Modell IGEL UD3 LX Dual-Core, das ebenfalls zwei DVI-Schnittstellen bietet und dank eines Dual-Core-Prozessors an die Leistungsfähigkeit der früheren IGEL UD5-Generation mit Single-Core-Prozessor heranreicht. „Wir gehen von einer langen Einsatzdauer beider IGEL-Modelle aus“, erklärt Sigismondo Bordino, „zumal unsere Anforderungen im Vergleich zur Leistungsfähigkeit der IGEL-Hardware relativ gering sind.“ Laut Bordino nutzen 85 Prozent der User ihre Anwendungen ausschließlich im Rahmen eines Published Desktop. Diese ressourcenschonende Art der Bereitstellung, bei der sich mehrere Anwender jeweils eine Instanz von Office-Programmen, PDF-Anwendungen oder des ERP-Systems teilen, wird den BKKs mittels Citrix XenApp bereitgestellt.

Software as a Service (SaaS)

Bevor die IT-Arbeitsgemeinschaft die Desktop-Landschaft homogenisierte, stand noch ein anderes Migrationsprojekt an: Das bisherige, hostbasierte ERP-Systems ISKV Basis sollte durch die Windows-basierte Anwendung ISKV 21c abgelöst werden, die im Gegensatz dazu über eine grafische Benutzeroberfläche (GUI) verfügte. „Zwar erfolgte die Bereitstellung der neuen Lösung auch wieder mittels Published Desktop, allerdings benötigten wir für das GUI mehr Performance auf den zentralen Servern“, berichtet Sigismondo Bordino. Um nachhaltig Kosten zu sparen und der benötigten Perfomance für ISKV 21c gerecht zu werden, wurde das Rechenzentrum modernisiert. Die Anwendung selbst wird bei einem externen Rechenzentrum gehostet und wird im Rahmen eines Software as a Service-Angebotes genutzt. Auf der eigenen Citrix-Farm läuft Citrix XenApp. Die Server sind mithilfe von Citrix XenServer virtualisiert ist. Um die Administration der rund 70 einzelnen Terminalserver bewerkstelligen zu können, nutzt das IT-Team die Citrix Provisioning Services. Auf diese Weise lassen sich Änderungen der Anwendungsumgebung einfach und äußerst effizient über ein Master-Image vornehmen.

Flexibel einsetzbar, einheitlich zu verwalten

Auf Anwenderseite überzeugt die Hardware der IGEL Universal Desktop Thin Clients mit einer hohen Leistungsfähigkeit und vielseitigen Anschlussmöglichkeiten. So kommen bei den BKKs unter anderem Krankenkartenlesegeräte, vereinzelt aber auch USB-Drucker und USB-Sticks zum Einsatz, und künftig natürlich Lesegeräte für die elektronische Gesundheitskarte. Im Wesentlichen sprach für IGEL aber die Eigenschaft, dass sich sämtliche Endgeräte – ältere und jüngere IGEL-Modelle sowie Geräte mit dem IGEL Software Thin Client UDC – gemeinsam über die IGEL Universal Management Suite (UMS) fernadministrieren lassen. Deren intuitiv gestaltete Konsole, die Möglichkeit zur Gruppierung von Thin Clients und die einfache und schnelle Zuweisung von Einstellungsprofilen per Drag & Drop senken den Verwaltungsaufwand nachhaltig. Als praktisch bezeichnet Sigismondo Bordino auch das bandbreitenschonende UMS-Feature „Buddy Update“. Mit dessen Hilfe lassen sich modellgleiche Thin Clients an einem Standort über ein Referenzgerät aktualisieren. Statt wie bisher alle Geräte parallel über das WAN aktualisieren zu müssen, wird das Firmware-Update nur an das jeweilige Referenzgerät übertragen, welches dann alle baugleichen Modelle über das LAN aktualisiert. 

Rascher Roll-out

Die ersten 100 IGEL Thin Clients wurden in der Region Bielefeld und Gütersloh eingeführt. Der Aufwand zur Implementierung betrug etwa drei Personentage – inklusive Profilerstellung in der UMS, Aufbau der Hardware und Einbindung der neuen Geräte in die IT-Infrastruktur. „Roll-out und Management gestalteten sich sehr einfach“, so Sigismondo Bordino zu den wesentlichen Vorteilen der IGEL-Lösung. „In nur fünf Minuten ist ein PC gegen einen Thin Client ausgetauscht. Die Remote-Managementlösung UMS ist logisch aufgebaut und der Support durch IGEL zeichnet sich durch schnelle Reaktionszeiten und kompetente Hilfe aus. Gerade diesen Punkt hatten wir zuvor vermisst.“ Rückblickend betrachtet sind die Administrations- und Supportfälle deutlich gesunken, sagt Sigismondo Bordino. Umso höher sei dagegen aber die Verfügbarkeit der IT-Arbeitsplätze.

Weichenstellung für die Zukunft

Die von der IT-Arbeitsgemeinschaft betreuten BKKs besitzen heute eine weitestgehend homogene und hocheffiziente Desktop-Umgebung, deren Managementkosten nicht nur niedrig, sondern auch gut kalkulierbar sind. „Die neue, mithilfe von IGEL standardisierte Thin Client-Infrastruktur funktioniert rundum“, berichtet Sigismondo Bordino. „Insbesondere das einheitliche Management bildet eine hervorragende Basis für die BKK IT-Arbeitsgemeinschaft OWL.“ 

Hans-Peter Bayerl, freier IT-Journalist, Xanten

www.igel.com

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