Anzeige

Anzeige

VERANSTALTUNGEN

IT-SOURCING 2019 – Einkauf meets IT
09.09.19 - 10.09.19
In Düsseldorf

ACMP Competence Days Berlin
11.09.19 - 11.09.19
In Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin, Berlin

MCC CyberRisks - for Critical Infrastructures
12.09.19 - 13.09.19
In Hotel Maritim, Bonn

Rethink! IT 2019
16.09.19 - 17.09.19
In Berlin

DSAG-Jahreskongress
17.09.19 - 19.09.19
In Nürnberg, Messezentrum

Anzeige

Anzeige

Licensing

Immer mehr Anwendungen von Unternehmen ziehen als „Services“ in die Cloud. Großunternehmen wie Microsoft bieten ihre Flaggschiffe, beispielsweise die Office-Anwendungen, vermehrt in Mietmodellen anstatt einmaliger Lizenzen an. Doch wie wirkt sich diese Entwicklung auf den Gebrauchtsoftwarehandel aus?

Zunächst einmal kurbelt der Umzug in die Cloud das Geschäft mit gebrauchter Software an. On-Premises-Lizenzen werden für die frisch gebackenen Cloud-Nutzer obsolet und sind damit für den Gebrauchtmarkt verfügbar. Je nach Unternehmensgröße können hier also Lizenzposten im drei-, vier- oder fünfstelligen Bereich auf einen Schlag den Markt erreichen. Auf der anderen Seite verringert sich dadurch auf den ersten Blick auch die Zahl der potenziellen Abnehmer für Gebrauchtsoftware. Denn wer in die Cloud zieht, braucht erstmal keine On-Premises-Lizenzen mehr.

Dass Cloud-Services den gesamten Markt für Gebrauchtsoftware zum Erliegen bringen, ist allerdings nicht zu befürchten. Erfahrung zeigt, dass die Cloud bei weitem nicht in jedes Geschäftsmodell passt. Außerdem stehen ihre Sicherheitsrisiken und die Angst vor dem „Lock-In“ durch einen Cloud-Provider dem Status als Allheilmittel im Wege stehen.

Gerade Unternehmen, die regelmäßig mit sensiblen und personenbezogenen Daten hantieren, können und wollen diese Informationen oftmals nur im eigenen Netzwerk belassen, um das Risiko von Hacks oder Leaks zu minimieren. Und hinter jeder Auslagerung einer Anwendung lauert die Gefahr einer Abhängigkeit vom Dienstleister, beziehungsweise dessen Angebots und Konditionen.

Bei Preisanstiegen müssen Unternehmen hier dann möglicherweise auf Dauer sogar mehr zahlen, als für die einmalige Anschaffung eines Software-Äquivalents –- besonders wenn auf Redundanzen verzichtet wurde und die geschäftskritischen Daten tatsächlich nur in der Cloud des Drittanbieters zur Verfügung stehen.

Zudem können Cloud-Dienstleistungen nicht ohne weiteres weiterverkauft werden, wodurch sich gerade kleinere Unternehmen einer potenziellen weiteren Einnahmequelle, dem Verkauf nicht länger benötigter Software und Lizenzen, von vornherein verschließen würden. Für öffentliche Einrichtungen und Behörden stellt sich zudem grundsätzlich die Frage, ob sie eine solche Abhängigkeit überhaupt eingehen dürfen.

Denn damit würden sie sich in ein sogenanntes Obligo, eine Dauerschuldverschreibung, begeben. Zusätzlich sind sie verpflichtet, bei Ausschreibungen stets nach der günstigsten Lösung Ausschau zu halten und daher auch Angebote von Gebrauchtsoftware-Händlern in Betracht zu ziehen. Die Zeichen stehen also auf ein Fortbestehen des Markts für Gebrauchtsoftware, auch im Zeitalter der Cloud. 

Andreas E. Thyen
Andreas E. Thyen ist Präsident des Verwaltungsrats der LizenzDirekt AG und bereits seit über zwölf Jahren in führenden Positionen auf dem Gebrauchtsoftware-Markt tätig. Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist insbesondere die Klärung rechtlicher Fragestellungen.

www.lizenzdirekt.com
 

GRID LIST
Cloud

4 Grundlagentipps für erfolgreiches Cloud-Management

IT-Verantwortliche müssen sich heutzutage mit den verschiedensten Herausforderungen…
6G hinter Großstadt-Kulisse

„6G“ - die Ära der optischen Glasfaser-Übertragung

Ultraschnelle elektro-optische Modulatoren konvertieren Datenströme von der drahtlosen…
Netzwerk - Globus - Leute

Die SD-WAN-Revolution

Die neueste SD-WAN-Generation revolutioniert derzeit das WAN ebenso stark wie die…
Wolken, Vogelschwarm in Pfeilformation

Erfolgreiches Manövrieren bei Hybrid-Cloud-Problemen

Die Fähigkeit Workloads einfach zwischen On-Prem und Public Cloud zu migrieren, soll der…
35 Jahre E-Mail

Es war einmal vor 35 Jahren: die Geburt der ersten E-Mail

Am 3. August 1984 um 10:14 Uhr wurde in Deutschland die erste E-Mail empfangen. Die…
Team

Datensicherung in der Multi-Cloud: eine Wunschliste

Für die meisten Unternehmen sind Daten ihr wertvollstes Kapital. Dies macht…